Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Kreisstraße SAD 2 bei Klardorf wieder freigegeben worden

Am Mittwoch war es endlich so weit: Nach zwei Jahren Bauarbeiten wurde die Kreisstraße SAD 2 bei Waltenhof nach der Instandsetzung der Flut- und Naabbrücken für den Verkehr freigegeben.
Bei einer Abnahme der Kreisstraße eröffneten Würdenträger die generalsanierte Brücke und den an der Kreisstraße liegenden Geh- und Radweg für die Öffentlichkeit. Seit März 2023 waren die Brücken über die Naab gesperrt, was vor allem für die Bubacher auf Fahrt in Richtung Schwandorf einen langen Umweg bedeutete.
Landrat Thomas Ebeling und Vertreter aus dem Kreistag gaben die Brücken und den Radweg für die Befahrung frei. Ebeling bedankte sich bei den ausführenden Firmen Donhauser und Grötz und bei den betroffenen Grundstücksbesitzern. „Wir haben in der jüngsten Vergangenheit gesehen, dass viele Baumaßnahmen gerade im Tiefbau daran hängen, dass wir Grundstückseigentümer haben, die bereit sind, ein paar Quadratmeter Grund herzugeben und wir die Baumaßnahmen umsetzen können“, sagte der Landrat.
Bauten aus dem Jahr 1969
Die Brücken wurden 1969 gebaut und waren ursprünglich auf eine Lebensdauer von 70 Jahren ausgelegt. Aufgrund zahlreicher Mängel wurde eine Generalsanierung allerdings nötig, wie das Landratsamt mitteilt.
Im Laufe der Bauarbeiten wurden unter anderem die Brückenkappen und die Entwässerungseinrichtung erneuert und ein neues Geländer angebracht. Böschungstreppen und Sedimentationsanlagen wurden ebenfalls gebaut berichtet Paul Witt von der Tiefbauverwaltung des Landratsamtes. Im Lauf der Abbrucharbeiten wurde Asbest in der Brücke gefunden. Dies war schon vor Beginn der Bauarbeiten bekannt, die genaue Konzentration jedoch nicht. Ein Probeabbruch mit Messungen wurde durchgeführt und das weitere Vorgehen mit dem Gewerbeaufsichtsamt in Regensburg abgestimmt. Trotz des Asbestes wurden die Bauarbeiten pünktlich fertiggestellt. Die Gesamtkosten für die Generalsanierung der Brücken durch die Firma Grötz belaufen sich laut Angaben des Landratsamtes auf 2,5 Millionen Euro.
750 Meter neuer Radweg
Der Geh- und Radweg von Waltenhof (SAD 5) nach Wiefelsdorf wurde ab April dieses Jahres von der Firma Gebrüder Donhauser gebaut, die Baukosten belaufen sich nach Angaben des Landratsamtes auf 1,1 Millionen Euro.
Der neue Radweg bedeutet einen Lückenschluss für den überregionalen Naabtalradweg, der von Luhe-Wildenau bis Mariaort führt. Radfahrer mussten bisher auf der Kreisstraße fahren. Diese kann man ab jetzt vermeiden. Der 750 Meter lange Weg führt von Waltenhof bis zur Mündung der SAD 2 auf die SAD 5. Innerorts in Waltenhof Richtung Bubach führt eine Einfädelspur auf die Fahrbahn. Richtung Wiefelsdorf sorgt eine Querungshilfe für sicheren Verkehr. Viele Teilnehmer der Eröffnung kamen direkt mit dem Fahrrad und konnten den neuen Weg gleich testen.
Nach der Freigabe der Straße veranstaltete die Bubacher Dorfgemeinschaft eine kleine Feier im Vereinsheim in Bubach.Weitere Baumaßnahmen der SAD 5 in Richtung Wiefelsdorf sind laut Witt ebenfalls bereits in der Planungsphase.