Arbeiten an Naabbrücken bei Klardorf nähern sich ihrem Ende: Kreisstraße bald wieder offen

Von Jan Lange · 7. August 2024 um 19:00

Die Bauarbeiten an den beiden Naabbrücken zwischen Klardorf und Waltenhof bei Bubach schreiten gut voran. Schon in wenigen Wochen könnte hier wieder der Verkehr rollen. Damit endet für den Landkreis eine der großen Baumaßnahmen der vergangenen Monate.

An der kleineren, knapp 90Meter langen Flutbrücke wurde zuletzt der Austausch der sechs Edelstahlrollenlager abgeschlossen. Das war keine ganz einfache Aufgabe: Die Brücke wurde dafür hydraulisch angehoben, die alten Lager ausgetauscht und die neuen Elastomerlager eingebaut sowie anschließend die Brücke wieder abgesenkt.

Ebenso wurden an der Flutbrücke die Entwässerungsleitung montiert und am Unterbau kleinere, schadhafte Betonstellen saniert, teilt Landkreissprecher Manuel Lischka auf Anfrage mit.

Kappenbereiche betoniert

Ein paar Meter weiter, bei der größeren, mehr als 110 Meter langen Naabbrücke wurden in den zurückliegenden Wochen die Kappenbereiche betoniert. Danach wurden laut Landratsamt der Fahrbahnbereich abgedichtet und der Gussasphalt eingebaut. „Nun kann auch hier die Entwässerungsleitung montiert werden“, kündigt Lischka an.

Im Anschluss können die Sedimentationsanlage gesetzt und das Brückengeländer angebracht werden. Außerdem werden die Podeste bei den Böschungstreppen und die Übergänge von den Kappen zur Kreisstraße gepflastert. Auch die Deckschicht über beide Brücken kann aufgebracht werden.

Vorbehaltlich der Witterung rechnet die Bauverwaltung des Landkreises mit einer Fertigstellung und Verkehrsfreigabe Mitte September. Damit werde der Zeitplan eingehalten, so Lischka. Bereits zu Beginn der Brückenbauarbeiten im März vergangenen Jahres war der Landkreis von einem Abschluss im September 2024 ausgegangen.

Zwischenzeitlich war die Baustelle durch Asbest im Bereich der Brückenkappen ausgebremst worden. Der entstandene Verzug sei in der Folge aber durch mehr Personal kompensiert worden, hatte Paul Witt von der Tiefbauverwaltung des Landratsamtes bei einem Vor-Ort-Termin im Frühjahr erklärt.

Landkreis erwartet keine höheren Kosten

Auch mit höheren Ausgaben rechnet der Landkreis laut Lischka nicht. Der Kostenrahmen werde eingehalten, teilt der Pressesprecher mit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Davon sind allein im diesjährigen Haushalt 650000 Euro eingeplant.

Parallel zum Brückenbau wurde auch am neuen, 750 Meter langen Radweg von Waltenhof bis zur Einmündung der Kreisstraße SAD5 in Richtung Wiefelsdorf fleißig gearbeitet. Zuletzt wurde die Tragschicht im Bereich des Geh- und Radweges eingebaut, teilt Lischka mit. Als nächstes soll die Deckschicht im Bereich der Kreisstraße folgen, sodass die Durchfahrt über die SAD2 und SAD5 wieder ermöglicht werden kann.

Momentan ist die Straße von Waltenhof (SAD2) bis zur Kreuzung mit der SAD5 sowie der weitere Verlauf der SAD2 über die beiden Naabbrücken für jeglichen Verkehr voll gesperrt. Gerade für die Einwohner der beiden Schwandorfer Ortsteile Waltenhof und Bubach bedeutet dies, dass sie große Umwege fahren müssen, um in die Große Kreisstadt zu kommen.

Zwei Wochen Unterbrechung

Aufgrund eines zweiwöchigen Betriebsurlaubs der ausführenden Baufirma werden die Arbeiten am neuen Radweg Mitte August unterbrochen und sollen Ende des Monats fortgesetzt werden.

Dann sollen die Schächte in der Entwässerungsmulde eingebaut und umpflastert werden. Zum Schluss werde die Deckschicht beim Geh- und Radweg eingebaut, blickt Lischka auf die anstehenden Bauschritte. Diese Arbeiten sollen nur noch unter halbseitiger Sperrung erfolgen.

Am morgigen Freitag soll die Kreisstraße nachmittags wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit ist die Verbindung von Bubach über Waltenhof und Wiefelsdorf wieder möglich. Einige hatten sich auch während der vergangenen Monaten nicht an der Vollsperrung gestört und sind mitten durch die Baustelle gefahren. Zuletzt war ein solcher Fall sogar eskaliert, indem ein Radfahrer einen Bauarbeiter ins Gesicht geschlagen haben soll.

Maßnahme zwei: Für Fahrradfahrer soll die Strecke von Waltenhof bis zur Einmündung in die SAD5 dank des neuen Radweges sicherer werden. Foto: Jan Lange