Begegnungszentrum Alte Kaserne in Bad Kötzting: Käufer für 19.000 Quadratmeter-Areal gefunden

Zum Begegnungszentrum Alte Kaserne in Bad Kötzting gehört das Jugend-, Sport- und Tagungszentrum. Fußballmannschaften, Schulklassen, aber auch Prinzengarden kommen hierher ins Trainingslager. Im Juni hat der Stadtrat den Beschluss gefasst, dieses Areal zu veräußern. Nun wurde ein Käufer gefunden, wie Bürgermeister Markus Hofmann am Mittwoch nach der nichtöffentlichen Sitzung am Dienstagabend mitteilt.
„Der Verkauf wurde beschlossen“, sagt Hofmann und verrät, dass der Käufer die JST-Zentrum GmbH um Herbert Sobotta und Michael Pritzl ist. Der GmbH gehören künftig 19 000 Quadratmeter Fläche auf dem Areal des Begegnungszentrums (BZ) Alte Kaserne.
Bereits von JST-Zentrum GmbH genutzt
Auf diesem Areal befindet sich das ehemalige Offiziers-Kasino. Heute ist das die Pfingstl Stub’n, eine Gaststätte, die bereits von der GmbH als Ju-gend-, Sport- und Tagungszentrum genutzt wird. Auch ein Unterkunftsgebäude mit etwa 40 Zimmern und der ehemalige Hubschrauber-Landeplatz gehören dazu.
Die Ausschreibung für das Areal endete laut Hofmann vergangenen Donnerstag. Die Stadt habe mehrere Angebote dafür bekommen. Dass die Fläche nun an die JST-Zentrum GmbH veräußert wird, ist laut Hofmann „ganz toll, weil’s insgesamt passt“.
Auch Herbert Sobotta ist erfreut über die Entscheidung. „Anscheinend ist unser bisheriges Konzept voll aufgegangen, und so wollen wir es auch weiterhin betreiben“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sei eine Bedingung vonseiten der Stadt gewesen, dass das Areal auch künftig als Einrichtung für Freizeit, Sport und Erholung betrieben wird.
16.000 Übernachtungen im Jahr
Unter der JST-Zentrum GmbH sei dies bereits gegeben. 16 000 Übernachtungen im Jahr könne der Betrieb verzeichnen. Das Angebot richtet sich laut Sobotta insbesondere an Gruppen und Jugendliche. Vor allem im Winter kämen unter anderem Schulklassen, Fußballmannschaften oder Tanzgruppen von überall her, um dort intensiv zu trainieren – oft bleibe es dabei nicht bei einem Mal. „So soll’s auch bleiben“, sagt Sobotta.
Laut Hofmann ist es für die Betreiber nun wichtig gewesen, Klarheit darüber zu bekommen, ob sie weitermachen und investieren können. Im nächsten Schritt sollen die Details besprochen werden. Die Betreiber planen, das JST-Zentrum zu modernisieren. Unter anderem sollen auf dem ehemaligen Landeplatz Blockhütten entstehen, da Übernachtungen im Freien immer beliebter werden, sagt der Bürgermeister. Zudem soll ein Trakt mit weiteren Zimmern angebaut werden.
Die Stadt entwickle nun einen Bebauungsplan, in dem gesichert werde, „dass niemand auf die Idee kommt, Bauplätze daraus zu machen“, so Hofmann. Zudem habe die Stadt, die laut Hofmann mit dem Verkaufspreis sehr zufrieden ist, ein Rückkaufs- und Mitspracherecht.
Weitere Themen in der nichtöffentlichen Stadtratssitzung
Schützenverein Kaitersberg Steinbühl: Der Verein erhalte von der Stadt Bad Kötzting eine Spende für anstehende Baumaßnahmen. Dazu gehören die Modernisierung der Schießanlage sowie die Sanierung der Schützenhalle (Kosten insgesamt etwa 25.000 Euro). Die Stadt übernehme davon zehn Prozent, also 2500 Euro, weil es sich um einen gemeinnützigen Verein handelt, so der Bürgermeister.
Parkhaus: Das Stadtoberhaupt gab bekannt, dass die Firma Josef Rädlinger Bau GmbH aus Cham die Erddrainage sowie die Baumeisterarbeiten für 3,2 Millionen Euro übernehmen wird. Zur Freude der Stadt, die mit 3,8 Millionen Euro gerechnet habe. Die Arbeiten sollen im November beginnen. Ende 2025 oder im Frühjahr 2026 soll das Parkhaus fertig sein und in Betrieb gehen.
Sinocur: 2016 wurde das Sinocur Präventionszentrum in Bad Kötzting eröffnet. Keine zehn Jahre später muss an der Außenfassade gefeilt werden. Der Grund: „Weil es schief ist, regnet’s drauf“, sagt der Bürgermeister. So entstehen weniger schöne Flechten, Algen, Pilze und auch der Putz fällt immer wieder ab. In der Vergangenheit habe man die betroffenen Wände öfter neu verputzt. Nun sollen sie mit einer hinterlüfteten weißen Verblechung aus Winkelstehfalz verleidet werden, die mit einem Dampfstrahler gereinigt werden könne. Kosten: etwa 12.000 Euro. Zudem hätten unbekannte Personen das Gitter, das angebracht wurde, damit keiner aufs Dach gelangt, entfernt. Nun folgen Konsequenzen: Der letzte Abschnitt des Aufgangs soll versperrt werden.
