Anleihe platziert und 200 Millionen Euro eingenommen: Lichtkonzern Osram macht sich flüssig

200 Millionen hat sich der Leuchtmittelhersteller ams Osram auf Kapitalmarkt geholt. Damit setzt der Konzern seine Finanz-Konsolidierung fort, erst kürzlich hat der Konzern mit einem wichtigen Werk in Regensburg Vermögenswerte an eine chinesische Firma veräußert. Das sind die Hintergründe.
Der Leuchtmittelhersteller ams OSRAM setzt seine Restrukturierungs- und Finanzierungsstrategie konsequent fort. Nachdem kürzlich die Veräußerung von Vermögenswerten im Wert von 45 Millionen Euro an das chinesische Unternehmen Focuslight Technologies abgeschlossen wurde, meldet das Unternehmen nun die Platzierung einer Privattransaktion über 200 Millionen Euro in vorrangigen Anleihen. Diese sollen kurzfristige Kredite ablösen und die Fremdkapitalstruktur des Unternehmens verbessern, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.
„Im Einklang mit unserem konservativen Finanzierungsansatz arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Finanzierungsstruktur“, sagte Rainer Irle, Finanzvorstand von ams Osram. Im vergangenen Herbst habe Osram „erfolgreich mehr als zwei Milliarden Euro refinanziert, um ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil unserer ausstehenden langfristigen Verbindlichkeiten zu erreichen“, fügte Irle hinzu. „Jetzt optimieren wir unsere Fremdkapitalstruktur weiter, indem wir einige kurzfristige Finanzierungsinstrumente durch die zusätzliche, opportunistische Platzierung von vorrangigen Anleihen mit Fälligkeit 2029 ersetzen“, sagte der Finanzvorstand.
Die jüngste Platzierung von 200 Millionen Euro vorrangiger Anleihen mit einer Verzinsung von 10,5 Prozent und einer Laufzeit bis 2029 soll die Fremdkapitalstruktur weiter festigen. Die Erlöse der neuen Anleihe werden für die Rückzahlung von kurzfristigen Bankkrediten und Betriebsmittelfazilitäten verwendet, deren Laufzeiten früher enden. Dies reduziert den Druck auf kurzfristige Rückzahlungen und verschafft dem Unternehmen mehr Planungssicherheit. Der Abschluss der Platzierung wird für den 20. September 2024 erwartet.
Wenig Neues gibt es allerdings bei der geplanten Vermarktung der Fabrik in Malaysia. Osram hatte investiert, um die zukunftsträchtige, aber nach wie vor teure Micro-LED-Produktion anzuschieben. Ein Milliarden-Deal platzte.