Badesaison in Sand-Oase bei Bruck endet tödlich: 52-Jähriger Nittenauer ertrinkt nach Fahrt mit SUP

Von Martin Kellermeier, Agnes Feuerer, Elisabeth Stadler · 8. September 2024 um 20:39

Die Badesaison hat in der Sand-Oase Sulzbach (Landkreis Schwandorf) am Sonntagabend ein schreckliches Ende genommen: Ein 52-Jähriger aus dem Nittenauer Stadtgebiet ertrank, nachdem er von seinem Stand-Up Paddle (SUP) gestürzt war.

Wie alle anderen Badeorte in der Region war auch die Sand-Oase am Sonntag bestens besucht. Das Sommerwetter, das sich für heuer wohl verabschiedet, lockte nochmals zahlreiche Badefreunde in das Naherholungsgebiet in Bruck. Auch der 52-Jährige aus Nittenau entschied sich mit seinem Hund für einen Besuch der Sand-Oase.

Vom Stand-Up Paddle ins Wasser gefallen

Einsatzkräfte sagten unserer Zeitung, dass der Mann regelmäßiger Gast in der Sand-Oase war. Er sei als Schwimmer bekannt gewesen, hieß es. Doch als er gegen 17.45 Uhr mit seinem SUP durch das Wasser glitt, passierte das Unglück. Aus noch ungeklärter Ursache fiel der 52-Jährige ins Wasser und ging unter. Das alles hatten Badegäste beobachtet und die Rettungskette in Gang gesetzt.

Schnell waren Einheiten der Wasserwachten aus Bruck, Burglengenfeld, Nittenau, Bodenwöhr, Neunburg und Teublitz vor Ort. Auch die Feuerwehren aus Bruck und Bergham eilten an den Unglücksort. Vier Boote wurden ins Wasser gelassen. Zudem stiegen Taucher in den etwa 25Grad warmen Badeweiher.

Sicht für Taucher in sechs Meter Tiefe „ging gegen null“

Für Letztere war der Einsatz sehr fordernd. Laut Florian Ullmann, dem Einsatzleiter der Wasserwacht, ging die Sicht für die Taucher in etwa sechs Meter Tiefe „gegen null“. Dennoch konnten sie mittels Pendelsuchverfahren den 52-Jährigen gegen 18.35 Uhr finden und an die Besatzung eines Bootes übergeben.

An Land begann der Rettungsdienst sofort mit der Reanimation des Mannes. Doch diese blieb ohne Erfolg. Die Besatzungen von zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 80 aus Weiden konnten das Leben des Nittenauers trotz aller Bemühungen unter der Leitung von Sebastian Horny nicht mehr retten. Die Todesursache sollen nun Ermittler der Kriminalpolizei klären.

Brucks Rathauschefin Heike Faltermeier am Einsatzort

Brucks Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) hatte ebenfalls von dem Einsatz in der Sand-Oase erfahren und machte sich ein Bild vor Ort. Sie habe der Vorfall nach eigenen Worten „schockiert“. Die Badesaison in Bruck habe damit „ein tragisches Ende genommen“. Faltermeier zollte den eingesetzten Rettungskräften ihren Respekt. „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen“, sagte sie.

Erst Ende August kam es in der Sand-Oase zu einem Badeunfall. Eine Schwimmerin drohte zu ertrinken. Doch Kräfte der Wasserwacht konnten das Leben der Frau retten.

Vier Boote wurden ins Wasser gelassen, um bei der Suche nach dem Nittenauer zu helfen. Foto: Agnes Feuerer
Auch die Crew eines Rettungshubschraubers konnte dem Mann nicht mehr helfen. Foto: Martin Kellermeier