Zwischen Wetterwechsel und neuen Investitionen: In Cham geht die Freibadsaison 2024 zu Ende

Noch deuten die Temperaturen keinesfalls darauf hin, dass der Sommer 2024 schon bald der Vergangenheit angehört. Und trotzdem: Obwohl die Wetteraussichten für die laufende erste Septemberwoche noch vielversprechend sind, ist zumindest das Ende der Freibadsaison mittlerweile zum Greifen nahe.
Noch im Juli dieses Jahres zeichnete sich in einer Umfrage unserer Zeitung unter den Schwimmbadbetreibern im Landkreis eine durchwachsene Zwischenbilanz ab. Etwas besser fällt das Gesamtfazit von Andreas Vogt, Betriebsleiter des Chamer Freizeitbades, gut zwei Monate später aus. „Die Saison war wie das Wetter in diesem Jahr: wechselhaft“, fasst er es zusammen. Zumindest in Cham habe der Wetterumschwung dem Freizeitbad einen Aufschwung an Badegästen beschert.
„Die Hauptzeit ist für uns, wenn die Urlauber da sind“, erklärt er. Das sei vor allem im August der Fall – also dann, wenn in Bayern und Baden-Württemberg Sommerferien sind. In diesem Zeitraum könne man gleichzeitig eine Verschiebung der Besucher hin zu mehr Touristen und weniger Einheimischen beobachten. „Wenn bei uns Sommerferien sind, verreisen die Chamer eher“, erklärt Vogt. Das mache sich dann an den Gästen im Bad bemerkbar. Ebenso auffällig sei das Zeitfenster, wenn in Bayern noch keine Sommerferien sind, in anderen Bundesländern hingegen schon. Ein jährlich gleichbleibender Garant seien die Stammgäste, die täglich ihre Bahnen im Schwimmerbecken ziehen. „Die sind immer da, egal welches Wetter herrscht“, sagt er.
Durchschnittlicher Sommer
Trotz des durchwachsenen Wetters, das vor allem in der ersten Hälfte der Saison geherrscht hat, habe man bisher ein durchschnittliches Besucheraufkommen in diesem Jahr erreichen können. Vogt beziffert die Gästezahl bis dato auf 69150 Personen. Mit dem letzten Öffnungstag am Sonntag, rechnet er, bedingt durch die guten Wetterprognosen für die laufende Woche damit, heuer noch die 70000-Besucher-Marke zu knacken.
Von den Besuchern hat der Betriebsleiter in diesem Jahr bislang ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten. Das zeigten etwa einige „lobenswerte Mails von Gästen“, berichtet Vogt. Lob komme vor allem von Auswärtigen wegen der Eintrittspreise. „Diese sind im Vergleich zu anderen Bädern seit Jahren stabil geblieben, während andere erhöhen mussten“, so Vogt, der zudem auf die unmittelbare Nachbarschaft zum Regenfluss sowie auf Trichterrutsche und Wellenbad als von den Gästen allseits geschätzte Besonderheiten des Chamer Bades hinweist.
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Um diese besondere Einrichtung auch als Besonderheit zu erhalten, ist die Stadt Cham bestrebt, den hohen Standard ihres Freizeitbades aufrechtzuerhalten. „Wir haben ein tolles Freibad“, ist Sigrid Stebe-Hoffmann, geschäftsleitende Beamtin der Stadt Cham, überzeugt und verweist auf den hervorragenden Ruf, den die Einrichtung landkreisweit genieße.
Aus diesem Grund habe man vonseiten der Stadt auch heuer „in eine Attraktivitätssteigerung investiert“, wie sie erklärt.
Größte Investition sei diesmal die Installation der Photovoltaikanlage samt Erneuerung des betreffenden Blechdaches gewesen. Um die Maßnahme vollenden zu können, musste das Bad an einem Tag geschlossen bleiben.
Laufende Investitionen
Als weitere Maßnahme hin zu mehr Nachhaltigkeit und als Maßnahme aufgrund von zunehmender Wasserknappheit nennt Stebe-Hoffmann die Umstellung auf wasserlose Urinale. Diese nutzen eine Sperrflüssigkeit, um Geruchsentwicklung zu vermeiden. Laut Stebe-Hoffmann habe man mit der Installation von zunächst einem Exemplar einen Testlauf gestartet – mit positivem Ergebnis: Künftig werde ganz auf die wasserlosen Modelle gesetzt.
Ebenso habe man in diesem Jahr versucht, durch Neuerungen den Badegästen einen weiterhin angenehmen Aufenthalt in und am Wasser zu ermöglichen. Um etwa vor allem älteren Freibadgästen einen problemlosen Einstieg ins Wasser zu ermöglichen, habe man die Zustiegstreppe zum Sportbecken erneuert. Ebenso sei der Zugang vom Freibadgelände zum Regenfluss barrierefreier gestaltet worden.
Daneben habe die Stadt in die regelmäßige Instandhaltung des Inventars investiert – allen voran die Rutschen. „Unsere Rutschen werden regelmäßig gewartet“, erklärt Stebe-Hoffmann. Dazu werden diese jedes Jahr aufs Neue kurz vor Saisonbeginn von einem Fachmann begutachtet. Immerhin geht die ganzjährige Witterung nicht spurlos an der Ausstattung des Bades vorüber. Stebe-Hoffmann zählt Einflüsse wie Sonne, Hagel und Kälte auf, die der Oberfläche der Rutschen zu schaffen machen.
Welche weiteren Investitionen, insbesondere für das nächste Jahr, kommen werden, sei momentan noch nicht absehbar. Zunächst steht erst einmal die Hallenbadsaison bevor. Diese beginnt laut Auskunft der Stadtverwaltung ab Sonntag, 17. September.

