Eine herrliche Abkühlung im Sommer: Leckeres Fruchteis selber machen – ganz ohne Maschine

Von Isabell Dachs · 1. September 2024 um 05:00

Gibt es im Sommer etwas Besseres, als einen schönen Eisbecher, mit Waffeln, Früchten und Schlagsahne garniert? In meiner Kinderzeit war meist auch ein Papierschirmchen obendrauf, die wir dann gesammelt haben. Eis, auch das Speiseeis, ist im Grunde nichts anderes als eine tiefgefrorene Flüssigkeit. Damit es aber nicht zu einem harten Block gefriert, muss es besonders behandelt werden – das funktioniert sogar ohne Eismaschine. So kann man Fruchteis oder Schokoldeneis selber machen.

Entgegen aller Vermutungen sind die Italiener nicht die Erfinder des Speiseeises, denn das gab es bereits im alten China.

Hier ließen Herrscher große Eislager anlegen, um Speiseeis herzustellen, das ähnlich einem Sorbet war. Der griechische Dichter Simonides beschrieb dieses Eis als Gletscherschnee, mit Zutaten aus Früchten, Honig oder Rosenwasser.

Vom römischen Kaiser Nero heißt es, dass er fünf Jahrhunderte später Boten in die Albaner Berge schickte, um Eis als kalten Genuss zu beschaffen. Wem es unterwegs schmolz, dem drohte eine Begegnung mit den Löwen im Circus.

Den Weg nahm das Speiseeis über den arabischen Raum bis zu uns. Im 11. Jahrhundert war es der Oberschicht bereits bekannt. Die Italiener verfeinerten die aus China überlieferte Rezeptur und so wurde es zu einer italienischen Spezialität.

Förderer von Speiseeis

​Neben dem französischen „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. gehörten die US-Gründerväter George Washington und Thomas Jefferson zu den prominenten Förderern des Eisgenusses, ebenso wie Hermann von Pückler-Muskau aus dem Sächsischen, dessen Namen später auch ein Eis erhielt.

Ab dem 18. Jahrhundert gab es Speiseeis in Frankreich bereits auf den Straßen zu kaufen. 1770 eröffnete in New York die erste Gelateria. Die Amerikaner waren es schließlich, die das erste Eis am Stiel erfanden. Der Erfinder Frank Epperson ließ es sich 1923 unter dem Namen Popsicle patentieren.

In Deutschland verkaufte seit 1903 das Familienunternehmer Schmelzer aus Bernburg an der Saale lange Zeit Eis aus Straßenwagen. Das Milcheis im Wagen wurde zusätzlich mit Roheis gekühlt. In den 1920er Jahren öffneten auch in Deutschland die ersten Eisdielen, wobei eine ähnliche Einrichtung bereits 1799 mit dem Alsterpavillon in Hamburg begründet wurde. Die industrielle Herstellung von Speiseeis begann hier erst in den 1930er Jahren durch die Firmen Langnese und Schöller. Den Siegeszug trat das Speiseeis aber erst mit Einführung des elektrischen Kühlschranks ab den 1950er Jahren an und wurde so zum Massenprodukt.

​Der Unterschied zwischen Eis und Sorbet beruht darauf, ob das Rezept Fett enthält oder nicht. Eis wird auf Milchbasis hergestellt. Von Eiscreme spricht man, wenn dem Rezept Eigelb, Butter und Sahne hinzufügt werden.

Sorbet wird ohne Milch oder Sahne hergestellt und basiert auf Früchten oder Fruchtsaft, Wasser und Zucker.

Eis ist leicht selbst herzustellen. Damit es aber nicht zu einem harten Block gefriert, muss es regelmäßig umgerührt werden. Dadurch werden die Eiskristalle zerkleinert und das Eis wird cremig. Das ist die Aufgabe einer Eismaschine, sie gefriert die Masse und rührt dabei ständig um.

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Aber es geht auch ohne diese. Für unser Fruchteis benötigen wir lediglich vollreife Früchte, Milch, Sahne, Zucker und gegebenenfalls etwas Limettenabrieb. Limetten geben unserem Eis noch zusätzliche Frische. Bei der Verwendung von Limetten oder Zitronen sollte auf Bio-Qualität geachtet werden, vor allem, wenn die Schale genutzt wird. Die Schale der Früchte aus konventionellem Anbau ist oft mit einer großen Menge chemisch-synthetischer Pestizide belastet.

So geht Fruchteis

Für unser Fruchteis schälen wir eine vollreife Mango und schneiden das Fleisch in Stücke. Zu 200 g Frucht geben wir 40 g Zucker und ein wenig Limettenabrieb. Natürlich ist mir bewusst, dass es sich bei einer Mango um keine heimische Frucht handelt, sie war aber noch da und musste dringend verarbeitet werden. Genauso gut können beispielsweise jegliche Art von Beeren genutzt werden. Wichtig ist, dass die Früchte gut ausgereift und weich sind.

Das Ganze wird dann gut püriert, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dazu kommen 200 ml Milch und 80 ml geschlagener Rahm. Wenn alles gut vermischt ist, die Masse in einem passenden Gefäß ins Gefrierfach geben.

​Wenn die Masse beginnt zu gefrieren, muss sie mit einer Gabel kräftig durchgerührt werden. Das muss passieren, sobald sich erste Eiskristalle bilden. Danach das Eis wieder kaltstellen. Dieser Schritt sollte dann jeweils nach einer halben Stunde drei- bis viermal wiederholt werden. Grundsätzlich gilt: je öfter das Eis umgerührt wird, umso cremiger wird es, da die Eiskristalle mehrfach gebrochen werden. Danach kann das Eis, wenn nötig, noch ganz ausgefroren werden. Es wird mit einem Löffel oder Eislöffel entnehmbar sein.

Die Eisherstellung ist auf diese Art zwar aufwändig, es rentiert sich aber in jedem Fall. Denn so lässt sich ein Speiseeis ganz nach eigenem Gusto kreieren.

Beim Schokoladeneis können wir sehr gut Schokoladenreste recyceln. In 150 ml Vollmilch wird 100 g Schokolade geschmolzen. Das Ganze muss abkühlen und wird dann mit 150 ml geschlagener Sahne vermischt. Ansonsten ist genauso weiter zu verfahren, wie beim Fruchteis.

Für unser Fruchteis benötigen wir lediglich vollreife Früchte, Milch, Sahne, Zucker und gegebenenfalls etwas Limettenabrieb.
Bei der Verwendung von Limetten oder Zitronen sollte auf Bio-Qualität geachtet werden, vor allem, wenn die Schale genutzt wird. Limetten geben unserem Eis noch zusätzliche Frische.
Für unser Fruchteis schälen wir eine vollreife Mango und schneiden das Fleisch in Stücke. Zu 200 g Frucht geben wir 40 g Zucker und ein wenig Limettenabrieb.
Das Ganze wird dann gut püriert, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dazu kommen 200 ml Milch und 80 ml geschlagener Rahm. Wenn alles gut vermischt ist, die Masse in einem passenden Gefäß ins Gefrierfach geben.
Wenn die Masse beginnt zu gefrieren, muss sie mit einem Schneebesen oder einer Gabel kräftig durchgerührt werden. Das muss passieren, sobald sich erste Eiskristalle bilden. Danach das Eis wieder kaltstellen. Dieser Schritt sollte dann jeweils nach einer halben Stunde drei- bis viermal wiederholt werden.
Danach kann das Eis, wenn nötig, noch ganz ausgefroren werden. Es wird mit einem Löffel oder Eislöffel entnehmbar sein.
Die Eisherstellung ist auf diese Art zwar aufwändig, es rentiert sich aber in jedem Fall. Denn so lässt sich ein Speiseeis ganz nach eigenem Gusto kreieren.