Rötzer FreizeitWelle nach wie vor beliebt: Bademeister ist zufrieden den Besucherzahlen

Von Ferdinand Schönberger · 1. September 2024 um 05:00

„Ein Tag im Schwimmbad ist wie eine kleine Flucht vor dem Alltag.“ Dieser Ausspruch trifft auf jeden Fall auch auf die Rötzer FreizeitWelle im Bräumeisterweg zu. Das beliebte Freibad hat täglich zwischen 200 und 300 Gäste. Das sind die Gründe, warum die Menschen aus dem gesamten Landkreis Cham und auch aus Schwandorf nach Rötz fahren.

Es ist kurz nach zehn Uhr, einige Minuten nach Öffnung des Freibades. Die ersten Besucher sind schon da, um sich bei Badespaß und einer abwechslungsreichen Freizeitgestaltung zu vergnügen und Abkühlung vor der Hitze des doch noch eingetretenen Hochsommers zu suchen.

Heinrich Kestler, neben Tom Baier einer der beiden Bademeister, gibt einen Rück- und Ausblick auf die Badesaison. Auch nach 35 Jahren im Dienst gehe er immer noch gerne zur Arbeit, kümmere sich abwechselnd mit seinem Kollegen um die verschiedensten Angelegenheiten und sei bei einem Notfall zur Stelle. „Das Bad ist fast schon mein Eigentum“, gibt er schmunzelnd zu.

Die Freibadanlage, die unter 23 Grad geschlossen bleibe, gebe es seit 1996 und sie werde hauptsächlich von Familien genutzt, auch mit kleinen Kindern, für die unter sechs Jahren der Eintritt frei sei. Zu den Pluspunkten zählten auch ausreichend Parkplätze, keine Wartezeiten am Eingang und an der Cafeteria und die Übersichtlichkeit der Anlage.

Sechs Attraktionen erleben

Angeboten würden bei einem Volumen von etwa 500 Kubikmeter Wasser ein Spaßbecken mit großer Wasserrutsche und Schwimmerbereich (25-Meter-Bahn) sowie ein Massage- und ein Kinderbecken. Neben der Rutschbahn gebe es sechs Attraktionen: einen Wasserpilz, zwei „Qualler“ mit sprudelndem Wasser, zwei Bereiche mit Massagedüsen in verschiedenen Höhen und einen „Schwanenhals“ für die Nackenmassage. Diese seien ab 13 Uhr immer nacheinander für acht Minuten bei zweiminütiger Pause in Betrieb. Von der Terrasse aus seien das Planschbecken und der Spielplatz mit den Kindern gut einsehbar. Auf der etwa 6000 Quadratmeter großen Spielewiese würden ein Beach-Volleyball-Feld, ein Basketballplatz, ein Riesentrampolin, eine Slackline und Tischtennisplatten angeboten. Mit einem großen Mähroboter werde der Rasen, der auch extra gegossen wird, gepflegt.

Am letzten Mittwoch, so erzählt Kestler, konnte der zehntausendste zahlende Besucher in diesem Jahr gezählt werden. Damit sei die Saison ähnlich gut verlaufen wie im Vorjahr, als man als einziges Freibad der Region mehr Gäste als im Jahr zuvor hatte: „Es fehlen noch etwa 500, aber die schaffen wir heuer noch.“ Er hob hervor, dass nichts passiert sei, außer ein paar Wespenstichen oder kleinen Platzwunden.

Viele Besucher kämen auch aus dem Landkreis und aus Cham sowie dem Landkreis Schwandorf und würden den erholsamen Aufenthalt loben. „Gut gefallen hat mir“, freute sich Kestler, „dass eine Familie aus Köln, die in Bodenmais Urlaub machte, hierher fuhr und alles zu vollster Zufriedenheit vorfand wie im Internet beschrieben.“ Wetterbedingt habe heuer die Badesaison nicht ab Pfingsten begonnen, sondern vier Wochen später, am 17. Juni. Dafür sei man jetzt flexibel, nehme die Schönwetterphase noch mit und schließe etwa Mitte September.

Energie aus PV-Anlage

Dann würden aus dem Freibad etwa 350 Kubikmeter Wasser in das wieder in Betrieb genommene Hallenbad gepumpt – schneller (innerhalb 24 Stunden) und mit etwa 26 Grad wärmer als Leitungswasser. Auf dem Dach liefere eine PV-Anlage seit 2014 etwa ein Viertel der benötigten Energie. Das Hallenbad bietet auch einen Saunabereich mit Saunagarten, Ruhebereich, Tauchbecken und beheizbarem Badezuber sowie eine Dampfsauna und eine Infrarotkabine. Es ist nur während der großen Schulferien geschlossen: Die besondere „Möglichkeit der Alltagsflucht“ ist also in der FreizeitWelle weiter gegeben.

Besucherzahlen der Freizeit Welle

Durchschnitt: Im Schnitt kommen pro Tag 200 bis 300 Menschen ins Freibad. Fünf Mal seien es in diesem Jahr rund 600 Leute gewesen, wobei die Höchstzahl am 31. Juli mit 615 Zahlenden erreicht worden sei. Der Rekordtag seit Bestehen liegt im Jahr 2023 mit 750 Besuchern.

Seit 35 Jahren im Amt: Heinrich Kestler, einer der beiden Bademeister in der FreizeitWelle, mit der Rutschbahn im Hintergrund
Auch sehr beliebt: Nackenmassage am Schwanenhals