Königswiesen ist erst der Anfang: Von Regensburg aus will das Team von Clean Food durchstarten

Von Marion Neumann · 30. August 2024 um 10:00

Fruchtige Frühstücks-Bowls und Pancakes, Burger im Mittagsmenü oder gegrillter Lachs zum Abendessen: Bei allen Gerichten, die bei Clean Food auf der Speisekarte stehen, wird laut den Betreibern auf hochwertige Zutaten geachtet. Mit dem Restaurant, das jetzt in Königswiesen eröffnet, will das Team einen Grundstein für weitere Lokale legen.

Vom „Eröffnungsstress“ lässt sich Alida Schuster nicht aus der Ruhe bringen. „Eine Restauranteröffnung ist immer eine Herausforderung. Einfach, weil man von so vielen Faktoren abhängig ist“, sagt die Geschäftsführerin von Clean Food, „aber der ganze Prozess macht auch wirklich viel Spaß.“

Wenige Tage vor der Eröffnung an diesem Freitag hatten die Handwerker im Inneren des Lokals, das sich in einem großen Neubau in der Dr.-Gessler-Straße befindet, noch alle Hände voll zu tun. Während die 26-Jährige über das Restaurant spricht, das „ein Meilenstein für gesunde Ernährung in Regensburg“ werden soll, montieren Elektriker gerade die letzten Lampen, ein Maler streicht eine Säule in dem sonst hell gehaltenen Innenraum in einem dunklen Grau-Ton.

Bowls, Burger und gegrillter Lachs

Genauso „clean“ wie die Gestaltung des Lokals, das im Innen- und Außenbereich auf der Terrasse jeweils 40 Sitzplätze bietet, sollen auch die Getränke und Speisen sein, die dort künftig angeboten werden. Fruchtige Frühstücks-Bowls und Pancakes, Burger im Mittagsmenü oder gegrillter Lachs zum Abendessen: Bei allen Gerichten auf der Speisekarte werde auf hochwertige Zutaten geachtet. „Unser Ziel ist es, gesundes Essen für jeden zugänglich zu machen“, erklärt Schuster, „wir produzieren alles selbst, damit wir wirklich die Nährwerte garantieren, die wir versprechen.“ Neben Fleisch und Fisch gebe es alle Gerichte auch in veganer, vegetarischer, glutenfreier oder laktosefreier Option.

Dass bei Clean Food so viel Wert auf Gesundheit gelegt wird, liegt am Hintergrund der Betreiber. Schuster ist zugleich stellvertretende Geschäftsführerin von Clean Fitness, einem Franchise-Unternehmen, das Gesundheitsberater betreut und ausbildet. Etwa 160 Personaltrainer würden nach diesem Konzept deutschlandweit arbeiten. Gründer und Coach Sascha Schulz steht nun auch an der Spitze des Restaurant-Projektes. Unterstützung aus der lokalen Gastroszene bekommen die beiden von Merlin Szabo, der in der Stadt bereits das Marple and Stringer, das Café Freiraum und das Café Lorraine betreibt.

„Der Standort hat uns gefunden“

„Seit es Clean Fitness gibt, träumen wir schon davon, ein Restaurant zu eröffnen“, sagt Schuster, „vor etwa eineinhalb Jahren ist das Projekt dann spruchreif geworden.“ Dass es das Team nicht etwa in die Regensburger Altstadt, sondern in den gerade neu gebauten Gebäudekomplex mit dem Namen „Otto8“ nach Königswiesen gezogen hat, habe sich so ergeben. „Der Standort hat uns gefunden. Ursprünglich war, glaube ich, geplant, dass hier eine Bäckerei einzieht. Aber dann sind wir angefragt worden. Die Firmen, die hierherkommen, sollen eine anständige Mittagsküche haben“, erklärt die 26-Jährige.

Dass sich das Restaurant nun etwas weiter entfernt vom Zentrum befindet, sei kein Problem. „Das Gebiet hier ist riesig – und es ist so nah an der Autobahn. Die Leute, die hier sind, wollen nicht in die Innenstadt – und diejenigen, die unser Konzept toll finden, kommen auch gerne hier raus.“

Weitere Lokale sollen folgen

Generell sei das Restaurant, das nach der Eröffnungsfeier mit DJ am Freitag ab Montag regulär geöffnet hat, „die Basis“ für viele weitere Lokale. Langfristig plane man nicht nur weitere Betriebe in Regensburg, sondern in ganz Deutschland. „Auch Clean Food wird ein Franchise-Konzept. Was wir gestartet haben, ist eine ganze Bewegung.“

Natürlich, lenkt Schuster ein, müsse nun erst einmal das Restaurant in Königswiesen laufen. Große Sorgen macht sich das Team darüber aber nicht. „Mittlerweile weiß wohl jeder, dass vieles, was man zu sich nimmt, nicht so gesund ist – und viele Menschen wollen sich gesund ernähren, schaffen es im Alltag aber nicht. Da machen wir den Unterschied: Statt einem Döner für acht Euro gibt es hier für zwölf Euro einen gesunden Burger mit selbst gemachtem Brot.“