Bahnhofsvorplatz in Regensburg: Jetzt beginnt die Umgestaltung – Das ist geplant

Von Friederike Klett · 29. August 2024 um 19:00

Seit 2021 – als die Stadt die verkehrsberuhigte Bahnhofstraße eingeführt hat – soll der Regensburger Bahnhofsvorplatz verschönert werden. Es ist zunächst lange nichts passiert, dann kamen ein Maßnahmenkatalog und schließlich konkrete Pläne. Ab Dienstag werden die Arbeiten an dem Platz dann beginnen – bis Mai wird sich die Umgestaltung voraussichtlich ziehen.

Noch immer sorgt die verkehrsberuhigte Straße bei vielen Fahrgästen der Bahn für Verwirrung. Die Verkehrsinseln spiegeln noch die Zeit wider, in der die Straße von Autos befahren war. Dass die Reisenden nicht auf den Verkehr achten müssen, wenn sie zum ZOB oder in die Stadt gehen wollen, wird erst bei näherem Hinschauen klar. „Deswegen machen wir das auch letztendlich“, sagt Peter Hildwein, Sachgebietsleiter der Stadt Regensburg für Straßenbau, zu der anstehenden Umgestaltung. „Es soll einfach weniger verwirrend für alle sein.“

Keine Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer

„Die Baufirma wird nächste Woche damit beginnen, die Baustelle einzurichten“, erklärt Michael Köstlinger, Leiter des städtischen Tiefbauamtes. Ein Bauzaun soll dann zunächst den Teil des Vorplatzes abgrenzen, der zuerst umgestaltet wird. „Das Areal erstreckt sich etwa vom Dallmayr-Gebäude bis zur Maximilianstraße.“

Trotzdem sollen Fußgänger und Fahrradfahrer weiterhin die Straße nutzen können. „An der Verkehrsführung wird sich während der gesamten Baumaßnahmen nichts verändern“, sagt Köstlinger. Dafür habe man die Umbauten extra so geplant, dass immer nur ein Teil des Bahnhofsvorplatzes gesperrt ist – Bahnhof, der Weg zu ZOB und in die Maximilianstraße und die Bahnhofsstraße in beide Richtungen sollen zu keinem Zeitpunkt versperrt sein. „Das ist der Vorteil daran, dass die Straße verkehrsberuhigt ist“, so Köstlinger. Dadurch habe man freie Hand beim Umgestalten und keinen Aufwand durch Sperrungen oder Umleitungen.

Hauptbahnhof Regensburg: Wendekreisel soll Erleichterung bringen

Ein Wendekreisel bei der Postzufahrt soll außerdem eine Erleichterung für die Auto- und besonders auch die Busfahrer bringen. „Jetzt muss man durch den Bushafen durchfahren, der kommt aber natürlich weg“, sagt Hildwein. Denn der Hafen, der aktuell zum Wenden da ist, wurde gebaut, als die Busse noch kleiner waren. „So wie es jetzt ist, macht es das Wenden sehr kompliziert, das wird auf jeden Fall einfacher.“

Auch das kleinteilige Pflaster direkt vor dem Bahnhof wird erneuert – der wahrscheinlich arbeitsaufwendigste Schritt der Umgestaltung. „Die kleinen Steine müssen einzeln und per Hand eingefügt werden“, so Köstlinger. Daneben, zwischen kleinem Pflaster und dem Dallmayr-Gebäude, wird ein beiges Gehwegpflaster verlegt. Insgesamt sind für die Umgestaltung 900000Euro veranschlagt. „Daran beteiligt sich aber auch die Bahn“, fügt Köstlinger hinzu. Denn die Grundstücksgrenze verläuft mitten durch den Vorplatz.

Kostenentscheidung: Mobile Bäume sollen bleiben

Eines soll allerdings bleiben: Die Bäume in Kübeln werden auch auf dem neuen Bahnhofsvorplatz stehen. Das sei eine Kostenentscheidung gewesen, erklärt Köstlinger. „Wenn man hier Baumstandorte bilden würde, müsste man Pflanzgruben graben. Das wäre ein enorm hoher Aufwand und die Stellen wären dann für die Ewigkeit verbaut“, sagt er. Das möchte die Stadt umgehen, da die Pläne, dass der Bahnhofsvorplatz doch noch ein ZOB wird, nicht endgültig beerdigt seien. „Vor etwa zwei Jahren hat der Stadtrat gesagt, dass wir uns das aktuell nicht leisten können“, so Köstlinger. „Wenn in Zukunft der Wille aber da wäre, dann haben wir mit dem mobilen Grün nichts verbaut.“