Susanna Maria Rossmann aus Waldmünchen schreibt ein Buch für Pferdefreunde

Von Martin Hladik · 29. August 2024 um 15:45

Es ist mittlerweile ihr fünftes Buch, das sie geschrieben hat. Susanna Maria Rossmann, die seit über sechs Jahren in einem Ortsteil von Waldmünchen wohnt, hat sich diesmal mit ihrer Leidenschaft für Pferde beschäftigt. „Bis zum heutigen Tag gibt es für die Schriftstellerin nichts Schöneres als Pferde!“ heißt es auf dem Klappentext. Erschienen ist das Buch im Shaker-Media-Verlag Anfang August.

Schon als kleines Kind, so erzählt Rossmann bei einem Besuch in der Redaktion, sei es „ihr größter Wunsch gewesen, Pferd und Hund zu haben“. Geschrieben hat sie auch zwei Kinderbücher. Ihre lebenslange Beschäftigung mit Pferden hat sie erst jetzt zu Papier gebracht. Obwohl, ganz stimmt das nicht, eines ihrer Kinderbücher hat ein besonders Islandpony als Hauptfigur.

Ihre Begeisterung für Pferde möchte sie an die Leser weitergeben und erzählt dabei auch einen guten Teil ihrer eigenen Lebensgeschichte, in der Pferde eine sehr wichtige Rolle gespielt haben. „Das Buch spielt über 57 Jahre“, sagt sie. Pferde seien für sie „wahnsinnig starke, intelligente, wunderschöne Tiere“ und dabei „sensibel“. Wer einmal ihr Herz habe, „hat diese Freundschaft für sein ganzes Leben!“

Es begann am Ponyhof

Auf rund 270 Seiten erzählt sie ihr Leben mit Pferden. Es ist der klassische Einstieg in ein Reiterinnenleben. Rossmann lebt als Kind bei München und eine ihrer Freundinnen hat ein Pferd. Später sind es Ferien auf einem Ponyhof. „Es war eine tolle Zeit“ , sagt Rossmann.

Besonders in Erinnerung sind ihr auch Urlaube als Kind in Ungarn geblieben. Hier durfte sie als 12-Jährige erstmals mitausreiten. „Das waren meine wildesten Reiterlebnisse am Plattensee“, erzählt sie.

In ihrem Leben habe sie fünf Pferde besessen, berichtet Rossmann. Ihr erstes sei ein Kabardiner aus Russland gewesen. „Fjord, ein wilder schwarzer Hengst“, heißt es dazu im Kapiteltitel. Ihr zweites Pferd, wieder einen Hengst, beschreibt sie als Pferd „mit den schönsten Augen der Welt“. Den ursprünglichen Traber rettet sie vor dem Schlachter und pflegt ihn wieder gesund, wie sie ausführlich im Buch beschreibt.

Ein ganz besonderes Verhältnis hatte sie zu der einzigen Stute, die sie in ihrem Reiterleben besessen hat. Das sei ein brasilianisches Hütepferd gewesen, das sie in Portugal gekauft habe. Eigentlich habe sie nur einen Reiturlaub machen wollen und habe keine ernsten Kaufabsichten gehabt, erzählt sie. Mit Leuchten in den Augen erzählt sie, wie sie das Pferd an der portugisischen Steilküste geritten habe. 12,5 Jahre habe sie das Pferd gehabt.

Als Reiterin habe sie sich immer sehr für den Pferdesport und fürs Springreiten interessiert. Western und Streckenreiten sei eher nichts für sie. Sie habe ihre Tiere jung gekauft und selbst ausgebildet. Ein Pferd sei ein Trakehner-Hengst aus Neustadt/Dosse gewesen, mit dem ihr Sohn beim Springreiten viele Erfolge hatte.

Vor über sechs Jahren sei sie nach Waldmünchen umgezogen. Dass es von München in den Stadtteil von Waldmünchen ging, sei Zufall gewesen. „Ich bin aufs Dorf gezogen, damit ich meine Ruhe habe!“ In München, auch wenn sie im Umland gewohnt habe, sei es einfach zu laut gewesen, und für sie waren es zu viele Menschen.

Sie hatte sich einen neuen jungen Trakehner angeschafft, leider wurde das Tiere aber krank, und sie musste mit ihm einen langen Leidensweg gehen. Auch dies wird im Buch beschrieben.

Ein Buch für Pferdefans

Tatsächlich ist das Buch etwas für echte Pferde- und Reitfans. Es beschäftigt sich mit den Sorgen und Nöten und mit den Freuden und schönen Erlebnissen, die eine Pferdehalterin und Reiterin haben kann. Das Leben drum herum, wird allerdings nur am Rande gestreift. Ein Pferdebuch, in allen Belangen.

Das Buch gibt es als PDF und EPUB zum Downloaden für 16,90 beim Verlag Shaker Media. Als gebundene Ausgabe ist es auch über den Buchhandel für 21, 90 Euro zu beziehen. Die genauen Angaben stehen im Infokasten.