Darauf haben die Bürger gewartet: Pflasterarbeiten haben in Neustadt a.d. Donau begonnen

Die Stadt soll schöner werden. Seit dem Frühjahr wird deshalb an den Straßen in den Altstadtquartieren rund ums Rathaus gearbeitet. In diesen Tagen kommt die Altstadtsanierung bei einem Thema ein entscheidendes Stück voran.
In der Dr.-Balster-Straße wird das neue Straßenpflaster verlegt. Am Eck bei der Gaststätte Fellner und der Krebsturmgasse haben die Arbeiten begonnen. Flossenbürger Granit wird hier verbaut. Die Wahl des Steins ist eine Reaktion auf die Erfahrungen mit dem Pflaster am Rathaus. Das war einst einstimmig vom Stadtrat und nach einem Votum der Bürgerinnen und Bürger angeschafft worden, gilt aber als zu rutschig. Es musste bereits mehrfach aufgeraut werden.
Der jetzt verwendete Granit gilt als bessere Wahl. Um den neuen Stein an den Bestand in der Altstadt anzuschließen und die Unterschiede im Material nicht zu auffällig werden zu lassen, wurde darauf geachtet, dass der Granit die richtige Farbe hat. Er ist hellgrau und weist gelbe Schattierungen auf. „Damit wird eine Verbindung zum anderen Pflaster aufgenommen“, sagte Bürgermeister Thomas Memmel bei einer Baustellenbesichtigung vor wenigen Tagen. Der Bestand ist durch graue und beige Farbtöne gekennzeichnet. Wichtig , so der Bürgermeister weiter, sei es dem Stadtrat bei der Entscheidung für den Flossenbürger Granit auch gewesen, dass ein regionales Produkt verwendet wird.
Bis Ende 2025 fertig
Wichtig dürfte den Anwohner der Altstadtquartiere im Moment vor allem sein, dass die Baustelle in eine Phase kommt, in der das Ende der Maßnahme absehbar ist und ihre Häuser in der Altstadt wieder wie gewohnt mit dem Auto zu erreichen sind und die Belästigung durch den Baustellenstaub bald nachlässt. Der Bürgermeister weiß um die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, sagt aber auch, dass zunächst viele vorbereitende Arbeiten erforderlich waren, um die Straßen für den neuen Belag vorzubereiten. So musste nicht nur an der Kanalisation gearbeitet werden. Es mussten unter anderem die Rohre für das Glasfasernetz gelegt werden.
Die Altstadtsanierung ist ein acht Millionen Euro teueres Projekt, die mit Mitteln der Städtebauförderung gefördert wird. Bürgermeister Thomas Memmel rechnet mit Zuschüssen von über 60 Prozent. Im Einzelnen geht es bei der aktuellen Maßnahme um die Dr.-Balster-Straße, die Rentamt-straße, die Pfarrstraße mit der Rambaldi-Straße und die Löwengrube. „Die Arbeiten sollen bis Ende 2025 fertiggestellt sein“, sagte der Bürgermeister. Er ist überzeugt, dass die Kommune von dem Projekt deutlich profitieren werde. „Dann haben wir eine schöne Innenstadt“, betonte er.
Im April begannen die Bauarbeiten im Viertel zwischen Pfarrkirche und Herrnstraße. Die starken Regenfälle Anfang Juni erschwerten die Arbeiten, sorgten aber nicht für einen Verzug.
Alle Parkplätze bleiben
Wichtig sind dem Bürgermeister und dem Stadtrat bei der Innenstadtsanierung mehrere Faktoren – zum Beispiel, dass die Straßen in den Quartieren Spielstraßen werden. Autofahrer dürfte das nicht vor all zu hohe Herausforderungen stellen, handelt es sich doch bei den Verkehrsflächen in den Quartieren um ausgesprochene Nebenstraßen, in denen schnelles Fahren mit Autos ohnehin kaum möglich ist.
Gleichzeitig ist der Bürgermeister froh, dass durch die Sanierung keine Parkplätze verschwinden. „Wir haben erreicht, dass wir alle Parkplätze wieder unterbringen“, sagte Memmel gegenüber dieser Zeitung. Wichtig ist dem Stadtrat dies auch unter dem Aspekt, dass mehr Grün in die Stadt kommen soll. Bäume sollen Schatten spenden und als Wasserspeicher dienen. Alle Faktoren zusammen sollen die Lebensqualität in der Altstadt spürbar erhöhen.
Die Altstadtsanierung begann im Frühjahr 2014. Der Umbau startete seinerzeit rund um die Pfarrkirche St. Laurentius. Ein Jahr später ging es auf der Seite des Neustädter Rathauses mit den Arbeiten weiter. Ein Resultat der Maßnahme ist auch die barrierefreie Innenstadt.


