Mühlbauer AG verzeichnet Rekordumsatz – Josef Mühlbauer wechselt in den Aufsichtsrat

2023 war für die Mühlbauer Group ein Geschäftsjahr mit „Licht und Schatten“. Dank technologischer Führerschaft und enormer Wertschöpfungskette konnten zwar in den Kernmärkten Erfolge gefeiert werden. Es kam aber auch zu Verzögerungen bei Großprojekten. Das Auftragspolster von knapp einer Milliarde Euro lässt das Unternehmen mit Hauptsitz in Roding im Landkreis Cham positiv in die Zukunft blicken.
„Gerade in Zeiten rasanter Veränderungen sind es Werte wie Vertrauen und Verlässlichkeit, die uns in global hart umkämpften Märkten auszeichnen“, wird Firmengründer und Vorstand Josef Mühlbauer im Geschäftsbericht zitiert. Und weiter: „Dies wissen auch zahlreiche Regierungen, Behörden und Unternehmen auf der ganzen Welt zu schätzen, die eine Partnerschaft mit uns eingehen.“
Gespür für Zukunftsthemen
Im Laufe der Zeit habe man sich ein enormes Know-how in den Geschäftsfeldern aufgebaut und das Zusammenspiel der einzelnen Unternehmensbereiche konsequent optimiert. Durch die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partnerschaften habe man zudem ein tiefreichendes Verständnis für ihre Belange sowie ein Gespür für Zukunftsthemen und Trends entwickelt. Die Mitarbeiter, die das High-Tech-Unternehmen größtenteils selbst ausgebildet, geschult und weitergebildet hat, seien Experten auf ihrem Gebiet – von der Forschung und Entwicklung über die Fertigung und Montage bis hin zu den Bereichen Service und Consulting.
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„Mit Motivation, Engagement und dem Blick für das Gesamtunternehmen werden wir auch die aktuellen Herausforderungen meistern und die Mühlbauer Group in eine erfolgreiche Zukunft bringen“, sagt Josef Mühlbauer, der sich entschieden hat, als Vorstand auszuscheiden und in den Aufsichtsrat zu wechseln. Der Wechsel wurde bei der Hauptversammlung Anfang August vollzogen. Den Vorstand der Mühlbauer Holding AG sollen künftig Dr. Stefan Mühlbauer und Josef Markus Mühlbauer bilden. Tochter Isabel Mühlbauer wird die juristische Abteilung leiten. Damit legt Gründer Josef Mühlbauer das Unternehmen nach 43 Jahren in die Hände der nächsten Generation. Die Historie ist seit 1981 geprägt von Pionierleistungen im Maschinen- und Anlagenbau. Ende 2023 steht der global agierende Konzern für rund 4200 Mitarbeiter an 40 Standorten, Technologiezentren auf drei Kontinenten sowie für ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk.
Im vergangenen Jahr erzielte der Mühlbauer Konzern einen Rekordumsatz von 464 Millionen Euro (2022: 325 Millionen Euro). Das Volumen erhöhte sich damit um 43 Prozent. Die Gesamtleistung stieg um 26 Prozent auf 498 Millionen Euro (2022: 395 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) machte 2023 einen Sprung auf 66 Millionen Euro (2022: acht Millionen Euro).
Gewinn: 48 Millionen Euro
Der Auftragseingang ging im Berichtsjahr um 22 Prozent auf 521 Millionen Euro (2022: 695 Millionen Euro) zurück. Der Auftragsbestand des Konzerns beträgt hingegen 964 Millionen Euro (2022: 906 Millionen Euro). Die Personalaufwendungen sind um knapp zehn Prozent auf 153 Millionen Euro (2022: 139 Millionen Euro) gestiegen. Dies ist auf einen starken Zuwachs an Mitarbeitern als Konsequenz aus dem deutlich erhöhten Auftragsvolumen zurückzuführen.
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Die seit 2019 kräftig heraufgefahrenen Investitionen erreichten 2023 ein Spitzenniveau von rund 56 Millionen Euro (2022: 37 Millionen Euro). Der Technologiekonzern weist 2023 zusammenfassend einen Gewinn von über 48 Millionen Euro auf, was nach dem Minus von drei Millionen Euro im Vorjahr einen deutlichen Erhöhung entspricht. Den Aktionären wurde erneut eine Dividende von einem Euro angekündigt.
Anhaltende Eintrübung der Konjunktur, Inflation, Fachkräftemangel, bürokratische Hürden, hohe Energiepreise, Kriege und Wettbewerbsdruck insbesondere durch chinesische Unternehmen würden die Geschäftsbereiche derzeit beeinflussen. Dennoch ist man überzeugt, dass die Marktpräsenz in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden kann. Für 2024 geht der Mühlbauer Konzern laut eigenen Angaben aufgrund der Entwicklungen in seinen einzelnen Geschäftsbereichen davon aus, den Auftragseingang und das bereinigte operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr bei leicht erhöhtem Umsatzniveau leicht steigern zu können.