Cave Gladium Furth im Wald: Großer „Jubel“ zum Abschluss des Mittelalterfestes

Von Alexander Frimberger · 21. August 2024 um 19:00

Mit viel „Jubel“-Rufen, wie die Mittelalterfans auf dem Cave Gladium ihre Freude zum Ausdruck bringen, ging die 20. Ausgabe am Sonntag zu Ende, denn: Zum krönenden Abschluss wurden die Sieger der verschiedenen Turniere geehrt.

Ein Stück weit ist es wohl auch die Gelassenheit der Veranstalter, die dem Cave Gladium jedes Jahr beeindruckende Besucherzahlen beschert. „Wenn wir vier Tage Cave haben, hat es noch immer einen Tag geregnet, das macht nichts, dafür waren die anderen super“, sagt Vorstandsmitglied Jürgen Friedl beim Abschlussgespräch im Orga-Büro.

Bock fand reißenden Absatz

Martin Maier, Schriftführer im Verein und Turneyvogt für die Schwertkämpfer, nickt. „Die Resonanz war auch diesmal super. 14000 zahlende Besucher haben wir registriert.“ Rund 1000 Lagernde und Kinder, die keinen Eintritt bezahlen, sind da noch gar nicht mitgerechnet. Auch das 1431, ein Bockbier, das eigens zum 20. Geburtstag von der Brauerei Dimpfl gebraut wurde, fand reißenden Absatz. Das Ritter-Logo dafür hat Maier angefertigt. Auch wenn es die Bezeichnung offiziell nicht gibt, so könnte man ihm den Zusatztitel Kunsteyvogt geben. Er zeigt auf eine Kiste mit Farben und anderen Utensilien. Die kunstvoll angefertigten Beschriftungen auf den Schildern und vieles mehr auf dem ganzen Gelände stammen aus seiner Feder. Auch Holztrophäen, die den Siegern überreicht werden, hat er angefertigt.

„Natürlich sind wir sehr zufrieden, weil die Stimmung wieder unglaublich gut war“, so Maier. Da hat es dem Ganzen auch keinen Abbruch getan, dass am Freitag große Hitze herrschte und es am Sonntag zeitweise heftig regnete. Das Grundprinzip, nach dem die Veranstaltung einmal ins Leben gerufen wurde geht auch nach so vielen Jahren noch auf: „Es soll ein Fest von Furthern für Furth im Wald sein, das die Festspiele unterstützt“, unterstreicht der Vereinskassier. Möglich machen dies aber nicht alleine die Mitglieder der Vorstandschaft.

Maier betont, „dass wir viele versierte Handwerker in unseren Reihen haben, die das ganze Jahr über instand setzen und innovative Ideen haben. Ohne die Leute geht gar nix.“ Dank gebühre auch den stillen Helfern, die trotzdem wichtige Arbeit leisten. Beispielhaft erwähnt er dabei Karl-Heinz. „Der steht morgens um vier Uhr auf, läuft über das Gelände und beseitigt Unrat.“

Besonders freut das Orga-Team auch die Wertschätzung, die es seitens der Lagernden, die zum Teil schon Jahre kommen, erfährt. „Wir haben zum 20-Jährigen viele Geschenke bekommen.“ Ein Buch mit Erinnerungen sei beispielsweise dabei. „Das ist eine große Ehre für uns.“

Gut angenommen wurden in diesem Jahr auch wieder die Erinnerungsstücke. Neben dem 1431 gilt das für das Zinnabzeichen, das in Anlehnung an historische Pilgerzeichen von „unserem Haus- und Hofgießer angefertigt wurde.“ Der Preis dafür ist moderat, so wie der Eintritt auf das Fest auch. „Wir sind kein Wirtschaftsunternehmen, das Gewinn machen muss, wir wollen, dass möglichst viele Leute Spaß haben“, so Maier zur Preispolitik des Vereins.

Zum Abschluss des Festes werden traditionell die Siegerehrungen für die verschiedenen Turniere vorgenommen. Die Bogenschützen küren die Besten unter den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in drei Kategorien. Außerdem gibt es einen Wettbewerb Glücksschuss, bei dem auf eine auf der Schützenscheibe verdeckte Rose geschossen wird. Wer ihr am nächsten kommt, gewinnt.

2025 wieder vier Tage Cave?

Preise gab es auch für die Gewinner der neu eingeführten Lagerolympiade und für die Besten beim Kubb-Turnier, das auch Wikingerschach genannt wird. Der zuschauerträchtigste, weil spektakulärste Wettkampf ist natürlich das Schwertkampfturnier.

Und nächstes Jahr? „Findet natürlich auch wieder ein Cave Gladium statt“, sagt Maier und stellt mal unter Vorbehalt in Aussicht, dass es dann auch wieder vier Tage dauern könnte. „Da ist der Freitag der Feiertag.“

Schwertkampf

27 Teilnehmer haben bei zwei Turnieren 67 Kämpfe ausgefochten.

Der Hauptkampfrichter war Dorian Walcher. Er wurde unter anderem von seinen Seitenrichtern sowie von Katharina Hastreiter und Tina Kolbeck unterstützt, die vor allem auch die Formalitäten zu erledigen hatten.

Den Sonderpreis für den fairsten Kämpfer (Sachsenpreis, benannt nach Uwe dem Sachsen) erhielt Christian Irrgang.

Der Dank von Turneyvogt Martin Maier geht auch an die Freunde aus Tschechien, die verschiedene Preise vorbereitet haben.

Die drei besten jugendlichen Bogen-Schützen: Steve von den Rosenstolzschützen (Mi., Platz eins), Max von der Vogelweiden (Platz zwei) und Luna von den Wittelsbachern (Platz drei)
Martin Maier mit dem Bockbier 1431. Das Flaschen-Label hat er kreiert.