Furth im Wald: Ritter mit Gehirnerschütterung und Prellungen, aber auf dem Weg der Besserung

Von Alexander Frimberger · 20. August 2024 um 19:00

Am Dienstag wollte das Ritterpaar im Rahmen eines Gesprächs sein persönliches Fazit ziehen. Den Termin sagte Eva Baier ab, weil sich weder sie noch Ritter Ludwig Fleischmann nach den Vorkommnissen bei der Vorführung am Sonntag dazu in der Lage sehen.

„Hallo, wir würden das Treffen heute absagen“, lautete die Whatsapp-Nachricht von Eva Baier. Wenig später eine zweite Nachricht, diesmal von Ludwig Fleischmann, der sich falsch dargestellt fühlt, weil ihm die alleinige Schuld an dem Sturz geben worden sei.

Ritter erholt sich daheim

Später äußert sich die Ritterin so: „Wir sind noch sehr aufgewühlt und brauchen noch etwas Abstand.“ Das ist nur allzu verständlich und nachvollziehbar.

Aber die Ritterin zeigt sich auch erleichtert: „Es ist Gott sei Dank nichts, was nicht wieder vergeht.“ Am Dienstagnachmittag folgt eine offizielle gemeinsame Pressemitteilung des Ritterpaares und der Drachenstich Festspiele e. V.: Nachfolgend der Wortlaut dazu: „Ritterpaar Eva Baier und Ludwig Fleischmann sowie die Familie des Ritters bedanken sich für die zahlreichen Genesungswünsche, aufmunternden Botschaften und Zeichen der Solidarität, die seit Sonntagabend bei ihnen eingegangen sind. Ludwig Fleischmann erholt sich aktuell zuhause von den Folgen des Sturzes. Er hat eine Gehirnerschütterung und diverse schmerzhafte Prellungen beim Sturz davongetragen. Ritterpaar und Familie bedanken sich bei allen, die nach dem Unfall sofort Erste Hilfe geleistet und den Unfallort abgeschirmt haben. Sie bitten um Verständnis dafür, dass sie aktuell nicht auf alle Nachrichten, die sie erreichen, antworten können und auch keine weiteren Stellungnahmen aktuell abgeben möchten.

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Der Drachenstich Festspiele e. V. ist erleichtert darüber, dass Ludwig Fleischmann aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte und die Sturzfolgen nunmehr zuhause auskurieren kann. Aktuell wird der Verein keine weiteren Stellungnahmen und übereilte Analysen zum Unfall abgeben.“

Abschließend weist man in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Stellungnahme, die Reittrainer Willi Späth gegenüber unserer Zeitung getroffen hat „alleinig dessen persönliche Meinung darstellt.“ In den Wochen zuvor hatte die Festspielsaison einen tadellosen Verlauf genommen. Die Ritterin des Jahres 2024 spielte sich mit schauspielerischen Glanzleistungen in die Herzen des Publikums und der Spielschar. Ausdruck, Textsicherheit, Gestik und Mimik: Note eins. Auch der aktuelle Ritter war bestens aufgelegt und spielte seine Rolle wahrhaft überzeugend.

Großes Lob für alle Spieler

Doch natürlich ist es ungerecht und falsch, lobende Worte nur über das Ritterpaar zu verlieren. Auf der anderen Seite sprengt es den Rahmen, jeden, der eine herausragende schauspielerische Leistung gezeigt hat, einzeln zu erwähnen, denn: Es waren einfach alle in ihren großen und kleinen Rollen herausragend gut. Das größte Lob ist wahrscheinlich, wie es Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei seinem Besuch im Rahmen der Hofrechte ausdrückte. Bemerkenswert war aus seiner Sicht, dass es sich bei den Akteuren auf der Bühne um Laien handle, wobei der Zuschauer durchaus glauben könne, es würden nur Profis spielen. Das Resultat sei „unglaublich“, dafür sage er nur „Hut ab! Darauf könnt ihr stolz sein!“