In Furth im Wald gibt es ein Jubiläums-Starkbier „1431“ zur 20. Auflage des Cave Gladium

Das Mittelalterfest Cave Gladium findet heuer zum 20. Mal statt. Das muss gefeiert werden. Mit einem süffigen Jubiläums-Starkbier und der Tatsache, dass das Spektakel heuer vier statt nur drei Tage dauert.
Wobei, wenn man es genau nimmt, ist alles schon einmal dagewesen. Brückenfeiertage, so wie heuer Mariä Himmelfahrt, die auf das Cave-Wochenende fallen, hat es schon gegeben. „Ein Starkbier bis vor zehn Jahren ebenfalls“, sagt Daniel Reitmeier, Vorsitzender des Vereins Cave Gladium.
Der Name des Biers: „1431“
Das hatte Gladiator geheißen. „Wir konnten damals gar nicht glauben, dass ein so toller Name noch frei ist, wir haben ihn uns daher schützen lassen“, verrät Matthias Strauß, Inhaber der Brauerei Dimpfl.
Irgendwann ist der Schutz ausgelaufen, „dann hat sich eine große internationale Brauerei den Namen geschnappt“, erinnert sich Reitmeier. Zur 20. Auflage des Mittelalterspektakels wollte man wieder ein Starkbier anbieten. Also musste ein neuer Name her, etwas Eigenständiges, das zu Furth im Wald passt. Der wurde mittels eines Wettbewerbs ermittelt. „Wir haben über 100 Einsendungen bekommen“, freut sich der Cave-Chef. Schließlich ist es der Name „1431“ geworden. Bedeutungsschwerer geht es kaum, schließlich ist es das Jahr der Schlacht bei Taus, der der Drachenstich und das Cave Gladium zu Grunde liegen. „Unter allen Einsendungen haben wir noch einen Sieger gezogen“, sagt Reitmeier. Tanja Luger aus Furth im Wald ist es geworden.
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Sie erhält die erste Kiste 1431 und ein Ticket für das Festwochenende. Doch alle Fans des Bieres müssen sich noch gedulden. In der kommenden Woche wird das Cave-Bier laut Strauß eingebraut. Daraus entsteht dann auch das Starkbier, das eine Stammwürze von 17 Prozent und einen Alkoholgehalt von sieben Prozent haben wird. „Letztlich ist es das gleiche Bier, wie das bekannte Cave Gladium, nur stärker und ein bisschen malziger“, verrät der Brauereichef. Nach der Fertigstellung muss der süffige Gerstensaft rund elf Wochen eingelagert werden. Ab Anfang August kann man ihn bei der Brauerei-Dimpfl erwerben, später dann auf dem Cave-Gladium, das heuer vom 15. bis 18. August dauert. Übrigens kommt das „1431“ auf dem Fest nicht zum Ausschank, es kann auf dem Gelände nur ungekühlt in Flaschen gekauft werden. Das Logo zeigt neben der Jahreszahl einen kampfbereiten Ritter. Entworfen hat das Lable Vorstandsmitglied Martin Maier, der im echten Leben Lehrer und Künstler ist.
Natürlich wird es im Jubiläumsjahr einige Besonderheiten geben. Reitmeier und sein Vorstandskollege Jürgen Friedl verraten, dass die Tore am Freitag erst um elf Uhr geöffnet werden, weil man vorher allen Wegbegleitern, die dem Cave Gladium seit Jahren verbunden sind, ein Weißwurstfrühstück ausgibt.
Eine Lager-Olympiade
Es wird eine Lager-Olympiade mit verrückten Spielen geben. Ansonsten soll das Programm dem der letzten Jahre ähneln. „Allerdings geschieht vieles, was wir im Vorfeld machen, schon mit Blick auf die Landesgartenschau im kommenden Jahr“, so Reitmeier, der sich über die gute Zusammenarbeit freut. Die Arena wird versetzt, das Lager etwas umstrukturiert. „Das ist wie im eigenen Umfeld. Wenn man sich an seinem Wohnzimmer satt gesehen hat, stellt man die Möbel um.“
Auf jeden Fall stecken die Mitglieder des Vereins schon wieder voller neuer Ideen. „Ich habe anfangs nicht geglaubt, dass es so wird, aber die Leute kommen von weit her, um dabei zu sein“, sagt Strauß und ergänzt: „Es hat unsere Brauerei sehr stolz gemacht, dass wir dabei sein dürfen. Es ist eine absolute Meisterleistung des ganzen Vereins.“
