Abgestürzter 87-Jähriger in Cham mit der Drehleiter von Stützwand geborgen

Von Johannes Schiedermeier · 21. August 2024 um 14:49

Mit Knochenbrüchen und großflächigen Abschürfungen ist ein 87-jähriger Mann in Cham-West von einem Abhang über einer drei Meter hohen Stützmauer geborgen worden. Vor der aufwendigen Rettung hatte er die ganze Nacht lang dort auf Hilfe warten müssen.

Gegen 7 Uhr hatte eine Anwohnerin die Hilferufe des Mannes gehört, ihn aber nicht sehen können. Daraufhin löste sie die Rettungsaktion aus. Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei mussten zunächst suchen, bis sie den hilflosen Mann entdeckten.

Es stellte sich heraus, dass er am Vorabend gegen 23 Uhr noch in seinem Garten unterwegs gewesen war, der an einer Terrasse oberhalb des Abhangs liegt. Dabei kam er ins Stolpern, durchbrach eine Hecke und stürzte den angrenzenden steilen Abhang hinunter. Zunächst rutschte er durch die Bepflanzung, bevor zum Glück ein Maschendrahtzaun auf der drei Meter hohen Stützmauer ihn vor dem Fall auf die darunterliegende Straße bewahrte.

Mann konnte sich nicht mehr bewegen

Der Mann war derart zwischen Wurzeln und Geäst eingekeilt, dass er sich selbst nicht mehr bewegen konnte. Er hatte am späten Abend nach etlichen Hilferufen aufgegeben und die Nacht am Fuß der Böschung verbracht. Dort fanden ihn die Retter nach dem Alarm am Mittwochmorgen bewegungsunfähig und mit schweren Sturzverletzungen.

Um den Verunglückten versorgen zu können, wurde auch die Bergwacht alarmiert. Die Feuerwehr Cham stellte ein Sicherungsgerüst auf und fuhr den Förderkorb der Drehleiter nach oben. Mit Sägen und Astscheren musste zunächst der Zugang zu dem 87-Jährigen freigelegt werden, bevor der Rettungsdienst ihn erstversorgen konnte.

In die Notaufnahme gebracht

Anschließend wurde der Mann auf eine Trage geschnallt, die auf der Drehleiter fixiert wurde. So gelangte er schließlich auf sicheren Boden und in den Rettungswagen, der ihn in die Notaufnahme der Chamer Sana-Kliniken brachte.