Vier Tage lang wird das Cave Gladium in Furth im Wald zum 20-Jährigen gefeiert

Von Alexander Frimberger · 16. August 2024 um 15:00

Das Mittelalter lebt, zumindest in Furth im Wald, diesmal sogar vier Tage lang. So war der Besuch diesmal schon am Donnerstag hervorragend, als Vogt Daniel Reitmeier das 20. Cave Gladium eröffnete.

In einem Gastrostand dreht sich ein Spanferkel über dem Grill, am Getränkeausschank fließt das süffige Cave-Bier in Strömen. Gelöste Stimmung im Lager, man trinkt, isst und amüsiert sich. Robert Wellens, ein echter Ritter aus Antwerpen (Belgien) ist ebenfalls wieder da. Der hochdekorierte Kunstprofessor arbeitet in seinem Zelt an seinen außergewöhnlichen Werken . Auch erstes Säbelrasseln ist zu hören. Mittelalter von seiner schönsten Seite. Alles wie gehabt, könnte man meinen. Doch natürlich haben sich die Macher auch in diesem Jahr wieder einige Neuheiten einfallen lassen (wir berichteten).

Prominenz bei der Begrüßung

Zunächst aber kündigten die Fanfaren des Spielmannszugs Grenzfähnlein das Eintreffen der Ehrengäste an: Das Ritterpaar Eva Baier und Ludwig Fleischmann war natürlich geladen, ebenso die Kinderritter Maria Riedl und Josef Mühlbauer, die ihr ganzes Spielerensemble mitgebracht hatten.

Bürgermeister Sandro Bauer bescheinigte dem Cave-Team, dass sie auch diesmal etwas Tolles auf die Beine gestellt haben. Er freute sich, dass schon an diesem Donnerstag die Massen auf das Gelände in die Chambauen geströmt waren. In Anlehnung an einen Satz aus dem Festspiel, als König Saladin Ritterkönig Richard Löwenherz als Pilger, nicht aber als Kriegsherr nach Jerusalem einlädt, sagte Bauer: „Unsere Stadt steht euch offen – nicht als Eroberer, sondern als Besucher.“ Der Landtagsabgeordnete Dr. Gerhard Hopp überbrachte die Grüße von König Markus aus Nürnberg. Gemeint war natürlich der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Reitmeier führte in seiner kurzen Ansprache aus, dass es Tage im Leben gibt, die eine entscheidende Wendung bedeuten: Heirat, Kinder und das Cave Gladium. Kein Wunder, denn was vor über 20 Jahren (zweimal musste man Corona-Pausen einlegen) mit der spontanen Idee im Rahmen eines Grillfestes begann, hat sich zu einem der beliebtesten Mittelalterfeste weit über die Landesgrenzen hinaus entwickelt. Bevor er das Fest offiziell für eröffnete, wies er noch einmal auf das Starkbier „1431“ hin, das extra für das Jubiläumsfest gebraut wurde und derzeit exklusiv auf dem Gelände gekauft werden kann.

Erster Höhepunkt des Tages war natürlich die Feldschlacht, bei der kaiserliche Ritter auf dem Schlachtfeld auf die Horden der Hussiten treffen.

Wackere Rittersleut’

Rund 40 Kämpfer wollten dabei sein und hatten sich zuvor der Musterung unterzogen. Danach wurde in mehreren Runden der Sieger ermittelt. Wer gewonnen hat? Egal, denn schließlich saß man danach wieder friedlich beisammen und hat sich zugeprostet.

Die Feldschlacht am Donnerstag zog die Besucher in ihren Bann. Die Kämpfer mussten in ihren Rüstungen gehörig schwitzen.
So war die Arbeit eines Schmids im Mittelalter.
Die zahlreichen mittelalterlichen Gewänder machen den Reiz aus.
Vorne beobachten die Erwachsenen das Treiben in der Arena, dahinter vergnügen sich die Kids am handbetriebenen Riesenrad.
Soldaten lauschen den Unterweisungen.
Schweißtreibender Sport.
Das Lagerleben ist für viele Besucher interessant.
Mittelalterliche Spezialitäten warten auf hungrige Gäste.
Altes Handwerk wird gezeigt.
Warten bei der Musterung.
Rund 100 Händler bieten ihre Waren an.
Abmarsch zur Kampfplatz.
Schon am Donnerstag wurde es eng.
Impressionen vom Cave Gladium
Impressionen vom Cave Gladium
Impressionen vom Cave Gladium
Impressionen vom Cave Gladium