Die Markthalle im Regensburger Dachauplatz-Parkhaus soll ab Spätherbst wieder aufblühen

Knapp ein halbes Jahr nach der Schließung herrscht nun Gewissheit: Die Markthalle im Bauch des Parkhauses am Regensburger Dachauplatz kommt zurück, mit neuer Pächterin und neuem Konzept.
Unter dem Namen „City’s Garden“ soll die 500 Quadratmeter große Fläche im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen und pünktlich zum Start des Weihnachtsgeschäfts wieder zum Treffpunkt für Feinschmecker werden.
Nilgün Er heißt die Frau, die sich als Nachfolgerin des vorherigen Pächters Nicolaus Stark an die Markthallen-Idee wagt. Als Geschäftsführerin der Spaghetteria am Römling sowie der Coffee Fellows-Standorte am Neupfarrplatz und in der Maxstraße kommt sie mit reichlich Erfahrung im Bereich Gastronomie. Bei der ihrer Präsentation als neue Markthallen-Macherin am Montag sagte sie über sich und ihr Team: „Wir lieben es, neue Projekte anzupacken.“
Langfristiger Vertrag
Das konkrete Projekt am Dachauplatz reizt sie ganz besonders, denn: „Mitten im Zentrum, das ist viel zu schade, um es leer stehen zu lassen.“
Mit dieser Meinung ist sie nicht alleine. Wie Manfred Koller, Geschäftsführer des Parkhaus-Eigentümers Stadtwerk Regensburg, berichtete, war das Interesse an der Feinschmecker-Meile groß. „Wir hatten sechs, sieben Bewerber mit unterschiedlichen Konzepten. Drei waren in der engeren Wahl und dann haben wir uns eindeutig für Nilgün Er entschieden.“
Langfristige Zusammenarbeit geplant
Vier Monate nach der Ende Februar erfolgten Schließung sei damit bereits sicher gewesen, dass die Markthalle eine Zukunft habe. „Für so ein anspruchsvolles Projekt ist das eine kurze Zeit“, so Koller. Langfristig soll im Gegensatz dazu die Zusammenarbeit mit Er und ihrem Team andauern. Die Laufzeit des Pachtvertrags beträgt zehn Jahre plus zweimal einer fünfjährigen Verlängerungsoption.
Neben der Erfahrung gab vor allem das Konzept von Er den Ausschlag. Der neuen Pächterin schwebt eine helle und offene Lösung mit einem Mix aus Spezialitätenhandel und Gastronomie vor. „Eine echte Markthalle, in der Menschen einkaufen, aber auch verweilen und genießen können.“
Mit relativ einfachen baulichen Maßnahmen soll in der früher eher eng und dunkel wirkenden Halle eine völlig neue Atmosphäre geschaffen werden, wie Ers Projektpartner Ebubekir Salaiy, Geschäftsführer der Infra-Gruppe, erläuterte: „Wir machen die Trennwände niedriger, sorgen für eine gute Beleuchtung und für viel Grün, zum Beispiel durch Mooswände.“ Somit ist „City’s Garden“ nicht nur ein neuer Name, sondern ein mit Leben zu füllendes Motto.
Ein Sitzbereich für alle
Wer auf dem Weg aus dem oder zum Parkhaus durch die Markthalle geht, soll diese dank der offenen Gestaltung in ihrer Gesamtheit überblicken können und sich eingeladen fühlen. Wesentlich dazu beitragen soll eine zentrale, 43 Quadratmeter große Sitzfläche an der Nordwest-Ecke des Objekts – das Konzept sieht vor, dass sich hier die Besucher zum entspannten Verzehr der in der Markthalle gekauften Spezialitäten niederlassen können.
Eine weitere Neuerung ist eine direkt neben diesem Aufenthaltsbereich angesiedelte Pop-up-Fläche. Dieser soll flexibel von abwechselnden Mietern für Präsentationen genutzt werden können und zu einer zusätzlichen Lebendigkeit der Markthalle beitragen. Wie Salaiy vorrechnete, hat das Parkhaus eine tägliche Frequenz von 2000 Besuchern, denen das Team vom „City’s Garden“ nicht nur kulinarische Attraktionen bieten will.
„Wir sind von diesem Konzept überzeugt. Das kann gut funktionieren und diesen wichtigen Standort am östlichen Eingang zur Altstadt wieder richtig beleben“, freut sich Koller auf den Neustart. Noch braucht es reichlich Fantasie, um sich den Genusstempel vorstellen zu können. Momentan ist die gesamte 500-Quadratmeter-Fläche nämlich leergeräumt und wartet auf die Neugestaltung.
„Wir haben viel Arbeit vor uns“, weiß daher auch Nilgün Er. Doch der für die Neueröffnung angepeilte Ziel-Zeitraum ist klar definiert. Denn „bis zum Start des Weihnachtsgeschäfts“ heißt übersetzt: Ende Oktober, Anfang November soll die Markthalle wieder aufmachen.
Das wird es geben
Stände: Insgesamt wird die neue Markthalle zehn Einheiten für Gastronomie und Spezialitätenhandel bieten. Fünf davon sind schon fest vergeben, verriet Pächteriin Nilgün Er am Montag.
Angebot: Die ersten Mieter sind Feinlost Olivia und Bakery Simitci mit türkischer Küche mit Suppen und Eintöpfen. Italienische Feinkost und spanische Tapas sowie Stände mit Bowls und Säften wird es ebenfalls geben.
Belebung: In der Markthalle soll ganztags Betrieb herrschen. Sie ist sowohl als Ort zum Mittag- und Abendessen als auch zum Einkaufen konzipiert.
