Hilfe vor Ort, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche: Sana Kliniken in Cham machen es möglich

Von Sabrina Kauer · 12. August 2024 um 19:00

Im Landkreis Cham gibt es ab sofort eine optimale Versorgung für schwerwiegende Notfälle. Das Angebot der Notaufnahme der Sana Kliniken in Cham wurde ausgebaut, um Menschen in Not rund um die Uhr sieben Tage die Woche helfen zu können.

Darüber informierte Thomas Koch, Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham, am Montagvormittag bei einem Termin mit dem Chamer Landrat Franz Löffler und weiteren Verantwortlichen.

„Es ist wichtig, dass Menschen vor Ort das bekommen, was sie brauchen“, sagte Landrat Franz Löffler. Die sogenannte Erweiterte Notfallversorgung sei dafür ein wichtiger und notwendiger Schritt. Laut Pressemitteilung der Sana Kliniken gibt es drei Versorgungsstufen von Notfallstrukturen. Stufe 1 gewährleistet eine Basisnotfallversorgung. Bei Stufe 2 handelt es sich um eine Erweiterte Notfallversorgung. Eine umfassende Notfallversorgung ist bei Stufe 3 gegeben.

Sechs Fachabteilungen

Für Stufe 2 müssen in einem Krankenhaus sechs unterschiedliche Fachabteilungen vorhanden sein. In der Chamer Einrichtung werden zehn Bereiche abgedeckt. Dazu zählen laut Geschäftsführer Thomas Koch unter anderem die Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie, Geburtshilfe und Gynäkologie sowie Neurologie und Kardiologie. Vor allem bei Notfällen, die zu den beiden letztgenannten Bereichen zählen, sei jede Sekunde entscheidend. Um dann schnell Hilfe zu bekommen, sollte man nicht erst noch etliche Kilometer in ein anderes Krankenhaus zurücklegen müssen. Deswegen sei es ein entscheidender Schritt gewesen, eine Erweiterte Notfallversorgung am Chamer Krankenhaus zu ermöglichen – „in der Region, für die Region“, so Geschäftsführer Thomas Koch.

Viele Krankenhäuser schließen, doch in Cham baut man aus

„Ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall ist im Landkreis Cham nun bestmöglich behandelbar. Diese Versorgung wird allen Menschen vor Ort 24 Stunden sieben Tage die Woche zuteil“, so Landrat Franz Löffler. Für ihn sei es besorgniserregend, wie viele Krankenhäuser schließen würden. „Es ist erstaunlich, welchen Weg wir für den Landkreis Cham einschlagen“, so Löffler.

Ein weiteres Kriterium, das für die Erweiterte Notfallversorgung erfüllt sein muss, ist, dass Fachärzte innerhalb von 30 Minuten zur Stelle sind. Zudem müssen zehn Intensivbetten, ein rund um die Uhr betriebenes Herzkatheterlabor, ein Hubschrauberlandeplatz sowie MRT, PCI und Primärdiagnostik bei einem Schlaganfall vorhanden sein.

Schnelle Hilfe, Versorgungssicherheit, hohe Qualität durch den „Fachkräftemix“ und Zukunftsperspektive – dafür stehe laut Geschäftsführer Koch die Erweiterte Notfallversorgung, die auch mit den Krankenkassen vereinbart wurde. „Es ist beruhigend für Menschen, wenn sie wissen, dass es ein adäquates Versorgungsangebot in der Region gibt“, sagte AOK-Direktor Markus Edinger als Vertreter der Krankenkassen.

„Vorzeitig optimale Entscheidung getroffen“

Dem schloss sich BRK-Rettungsdienstleiter Dominik Lommer an: „Im Landkreis Cham ist vorzeitig die optimale Entscheidung getroffen worden, ein zentrales Krankenhaus mit bestmöglicher Rundum-Versorgung für die Region zu schaffen. Wir sind hier sehr gut gestellt“. Christoph Sellier, der seit 1. Januar Chefarzt der Zentralen Notaufnahme in Cham ist, sagte: „Die Grundlagen für die Erweiterte Notfallversorgung war hier schon geschaffen. Das Chamer Krankenhaus, egal wie man es dreht und wendet, es kann nicht weg. Es ist als Akutversorgung im Landkreis Cham unverzichtbar“.

Zur Behandlung nicht mehr bis nach Regensburg fahren müssen

In vielen Köpfen herrsche noch das Bild, beispielsweise bei einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus nach Regensburg fahren zu müssen. Doch das sei nicht notwendig. „Es ist vielen gar nicht klar, was in Cham möglich ist“, sagt Sellier und fügt hinzu: „Ich würde jeden meiner Angehörigen in die Hände der Kollegen hier geben“.

Sie stellten die Erweiterte Notfallversorgung an der Sana Klinik Cham vor: BRK-Rettungsdienstleiter Dominik Lommer, Thomas Koch, Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham, Landrat Franz Löffler, Pflegerische Leiterin Manuela Winterl, Christoph Sellier, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme und AOK-Direktor Markus Edinger (v.r.).