Weiterer Haftbefehl gegen Mitarbeiter einer Pflegedienst-Einrichtung in Furth im Wald

Die Verdachtsfälle gegen Mitarbeiter einer Pflegeeinrichtung in Furth im Wald kommen nicht zur Ruhe. Im Gegenteil. Im Laufe des Mittwochs soll eine weitere Person verhaftet worden sein.
Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher von der Staatsanwaltschaft Regensburg sagt dazu: „Es trifft zu, dass in dieser Sache ein weiterer Haftbefehl vorliegt.“
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Der sollte am Mittwoch früh vollzogen werden. Nach dem Kenntnisstand Rauschers wurde der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt nicht angetroffen. „Der Verteidiger des Beschuldigten hat jedoch mitgeteilt, dass sich der Beschuldigte stellen werde“, so Rauscher. Die Haftbefehlseröffnung ist demnach in Kürze geplant.
Der Beschuldigte war laut Rauscher in leitender Position in dem Heim beschäftigt, in welchem am 01.06.2018 der Geschädigte W. verstorben sei. Dem betroffenen Mitarbeiter wird vorgeworfen, von der Fentanylgabe durch einen anderen Beschuldigten gewusst und es unterlassen zu haben, einzuschreiten.
Tatvorwurf lautet auf versuchten Mord
„Der Tatvorwurf lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung durch Unterlassen“, führt der Oberstaatsanwalt aus und ergänzt: „Der Tatvorwurf des Versuchs erklärt sich dadurch, dass derzeit rechtsmedizinisch nicht mit der im Strafverfahren erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden kann, ob die Fentanylgabe zum Todeseintritt geführt hat.“
Damit wurde inzwischen die vierte Person, die in der Further Pflegeeinrichtung arbeitet, festgenommen. Aufsehen erregend war die Exhumierung W.s auf dem Friedhof in Ränkam. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass die chemisch-toxikologische Untersuchung ergeben hat, dass bei dem Verstorbenen laut Staatsanwaltschaft im Hirngewebe ein Fentanyl-Abbauprodukt festgestellt werden konnte.