Regensburger Dult-Macher versprechen wilden Herbstritt – aber Bierpreis bleibt stabil

Von Daniel Steffen · 7. August 2024 um 10:00

„Diese Herbstdult wird die wildeste Herbstdult, die wir bislang gehabt haben“, sagt Marktmeister Reinhard Kellner stolz. Es sei gelungen, zahlreiche flotte Fahrgeschäfte nach Regensburg zu holen.

Vom „Techno Power“, dem schnellsten Rundfahrgeschäft Europas, bis hin zum XXL-Höhenrausch, bei dem die Gondeln bis zu 120 Stundenkilometer schnell durch die Lüfte wirbeln, ist jede Menge Action angesagt. Beim „Chaos Pendel“ gibt es ebenfalls einen Adrenalin-Kick – und auf der Achterbahn High Explosive kommt die ganze Familie auf Touren.

Kurzum: Vom Tempo her ist die kommende Herbstdult sehr nah an den Maidulten. Bis zum 23. August muss man sich noch gedulden, denn dann startet die nächste Ausgabe des beliebten Volksfests durch. Um 18 Uhr eröffnet Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer das Fest im Glöckl-Zelt, wo dieses Mal Bischofshof-Festbier ausgeschenkt wird. Bei Festwirt Michael Hahn indes fließt Kneitinger-Bier in die Krüge.

Feuerwerk steigt zweimal

Die gute Nachricht: Die Bierpreise bleiben stabil – und zwar bei 12,80 bis 12,85 Euro für die Maß, wie es schon bei der Maidult der Fall war. Für das halbe Hendl müssen zwischen 12,90 und 13,10 Euro hingeblättert werden, auch dies entspricht dem Preis auf der Maidult 2024.

Insgesamt erstreckt sich die Herbstdult über 17 Tage und dauert bis zum 8. September. Was viele Besucher erfreuen dürfte: Das Dult-Feuerwerk gibt es wieder zweimal und es steigt sowohl am Eröffnungs-Freitag als auch am letzten Dult-Freitag (6. September) in die Lüfte. Jeweils um 22 Uhr geht die Show am Himmel los. Wie die Stadt als Veranstalter mitteilt, werden etwa 750 Schuss Großfeuerwerkskörper und Kleinkaliber abgefeuert – inklusive einem „gewaltigen Finale“.

Damit die Vorbereitungen ungestört vor sich gehen können, ist der Zugang vom Wehr an diesen Tagen ab 17.30 Uhr gesperrt. Sorgen, dass sich bei den Regensburger Dulten ebenfalls eine Besucher-Flaute einschleichen könnte, haben die Fest-Macher nicht. „Der große Unterschied ist, dass wir vor 30 Jahren eine gewisse Vorstellung darüber hatten, wie wir die Dult angehen“, sagte Marktmeister Reinhard Kellner. So sei die Dult unter seiner Regie stets ein Familienfest gewesen und dieses Konzept wolle man auch beibehalten. Neben flotten Fahrgeschäften gehörten auch solche dazu, auf denen auch die Eltern und Großeltern mitfahren können.

Reiner Schnaps-Ausschank kommt nicht infrage

Letztlich komme es auch auf die „Qualität in allen Bereichen“ an, was freilich die Warendult, die Getränke und die Speisen mit einschließe. „Wir wollen keinen Ausschank, wo nur Schnaps eingeschenkt wird. Das ist nicht unsere Klientel“, sagte Kellner weiter.

Nach Nischen werde ebenso gesucht – und Besucher, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, sollen „ebenfalls zum Zug kommen“. Dies gelte auch für Gäste, die auf glutenfreie Produkte angewiesen sind.

Als weitere Attraktion stellte die Stadt die „Sound Machine“ vor: Hierbei handelt es sich um ein Rundfahrgeschäft mit Überschlag, das „einzigartig in Deutschland“ sei, betonte Stephan Pregler, der auf die Aufgabe des künftigen Marktmeisters vorbereitet wird. Ebenfalls erstmalig in Regensburg ist die Geisterbahn „Haunted Castle“: „Abends, wenn die Geister erwachen, wird es besonders gruselig“, so das Versprechen.

Vorfreude bei der Stadt: Stephan Pregler, Dr. Walter Boeckh, Reinhard Kellner, Andrea Schmid und Michael Bleckmann (von links) stellten das Herbstdult-Programm vor.