Regensburger Aktivisten machen Flughafen dicht – Bali-Kleber war wieder mit dabei

Flughäfen bleiben weiter im Fokus von Klimaaktivisten: Eine Gruppe der Letzten Generation hat in der Nacht auf Donnerstag den Flughafen Leipzig-Halle blockiert. Darunter waren auch die zwei Regensburger Ronja Künkler und Yannick Seuthe.
Künkler tritt regelmäßig als Sprecherin der Letzten Generation in Regensburg in Erscheinung. Die Aktivistengruppe veröffentlichte ein Video, auf dem die Regensburger zu sehen ist, wie sie auf der Landebahn des Flughafens sitzt. Dabei sagt sie in die Kamera, Teil der Kampagne „Oil kills“ zu sein. Sie setze sich dafür ein, dass der Fossil Fuel Treaty endlich unterschrieben wird.
Dieser Vertrag würde es endlich ermöglichen, dass man international koordiniert bis 2030 aus den Fossilen aussteigen. „Denn das ist das, was nötig ist, damit die Menschheit überleben kann. Deshalb sitzen wir heute am Flughafen.“
Aktivist: „Wir müssen unsere Verantwortung wahrnehmen“
Die Letzte Generation veröffentlichte zudem ein Video von Yannick Seuthe. Er sitzt ebenfalls auf der Landebahn und bekräftigt die Forderung nach einer Unterzeichnung des Fossil Fuel Treaty. Er fordert von der Regierung, bis 2030 von Öl, Kohle und Gas loszukommen. Der Vertrag werde bereits von 13 Ländern gefordert – diese stammten hauptsächlich aus dem globalen Süden und seien am stärksten von der Klimakatastrophe betroffen, während Deutschland einer der größten Verursacher der Katastrophe sei. „Es wird endlich Zeit, dass wir unsere Verantwortung wahrnehmen.“
Seuthe macht erst vergangene Woche Schlagzeilen. Damals gehörte er zu jenen Aktivisten, die den Frankfurter Flughafen blockierten. Es folgte ein Aufschrei, denn Seuthe war im Januar 2023 bundesweit dadurch bekannt geworden, dass er einen Klimakleber-Prozess in Stuttgart schwänzte, um nach Bali zu fliegen. In einem Statement vergangene Woche verwehrte sich die Letzte Generation des Vorwurfes der Doppelmoral. „Es gehe nicht um Privatentscheidungen einzelner. Es geht darum, dass die Regierung Öl ins Feuer der Klimakrise kippt und uns vermittelt, dass alles bleiben kann, wie es ist.“
Flugverkehr war drei Stunden unterbrochen
Die Aktion am Flughafen Leipzig/Halle betraf insbesondere den Frachtverkehr. Dieser musste ab 0.30 Uhr für rund drei Stunden eingestellt werden. Gegen die Aktivisten werde nun unter anderem wegen unberechtigten Aufenthalts im Sicherheitsbereich, Hausfriedensbruchs und Eingriffen in den Luftverkehr ermittelt, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Jens Damrau.
Die Letzte Generation hat angekündigt, weiterhin Flughäfen blockieren zu wollen.