Finale auf der Schwarzenburg in Rötz: Grandioses Stück „Pippi“ wurde kräftig gefeiert

„Es ist das Miteinander, das uns so zusammenschweißt!“ Das war das Resümee von Regisseur Bernhard Hübl bei der Abschlussfeier der diesjährigen Festspiele auf der Schwarzenburg. Doch vor der wohlverdienten Abschlussfeier durften die Schauspieler bei dem Märchen „Pippi in Taka-Tuka-Land“ bei sehr heißen Temperaturen noch einmal zur Hochform auflaufen.
Hauptdarstellerin Pippi (Steffi Stengl) bedankte sich bei den Zuschauern, dass sie bei dieser Hitze so toll mitgemacht und durchgehalten haben. Großer Applaus brandete von der ausverkauften Tribüne herab auf alle Laienschauspieler der Schwarzenburgfestspiele. Diese bedankten sich mit einer Verneigung zusammen mit Regisseur, Schirmherrn und weiteren Helferinnen und Helfern.
Autogramme und Selfies
Natürlich durften dann alle auf die Bühne kommen und sich Autogramme oder auch Selfies abholen. Ein dichtes Gedränge herrschte, und so dauerte es eine ganze Weile, bis man sich im oberen Burghof zur Abschlussfeier traf.
Dort übernahm freudestrahlend der Vorsitzende des Schwarzwihrbergvereins, Hans Jürgen Porsch, das Zepter und ließ in chronologischer Reihenfolge das Festspiel Revue passieren. „Wir sind uns einig, dass wir mit einem gewissen Stolz heute hier sitzen dürfen.“ Porsch meinte, es war schön, wenn man bei OK-Ticket die Ampeln auf Rot springen sah, was bedeutete, dass alle Aufführungen ausverkauft waren.
Das Spiel begann aber bereits im letzten Jahr mit der Auswahl des Stückes durch Regisseur Bernhard Hübl. Ohne ihn gäbe es diese Festspiele nicht in dieser Form, sagte Porsch. Die Facebook-Auftritte, arrangiert durch Frank Ganzinski, tragen das Märchen weit hinaus, auch die sehr gute Pressearbeit.
Der Bühnenbau ging anfangs etwas schleppend – ist ja auch nicht einfach, einen Dschungel auf den Berg zu zaubern, sagte Porsch. Durch viele fleißige Hände und durch Wolfang Schmidtler und seine Tochter Veronika wurde aber auch dies möglich. Eine tolle Leistung erbrachten laut Porsch wieder die KAB und die Feuerwehr mit dem Parkplatzdienst.
Einen Dank gab es auch an Marianne Niebauer mit ihrem Souvenir- und Kassenteam. Mit Leidenschaft werden die Besucher von den „Grünhemden“, dem Verkaufsteam bewirtet. Für die Kostüme und das Schminken waren Claudia Eiber, Karin Bierlmeier und Muck Schmidtler zuständig.
Sehr wichtig waren in diesem Jahr die Eltern der Kinder, die mitspielten. Sie langten überall mit hin. Hervorzuheben sei die tolle Musik, die Leonhard Porsch dem Stück wieder auf den Leib geschrieben hat. „Wir bräuchten 15 Klone von Wolfgang Schmidt, dann könnten wir vieles auf dem Berg richten.“ Die Burganlage sei in einem erbarmungswürdigen Zustand. „Das sind Zustände, da fehlen einem die Worte! Wir machen so tolle Sachen hier am Berg, und bei den Ämtern geht nichts weiter.“ Es würden Gutachten angefertigt, die im nächsten Jahr schon keine Gültigkeit mehr hätten.
Hans-Jürgen Porsch überreichte Geschenke an den Schirmherrn Leonhard Hofstetter und seine Frau Evi, an die Hauptdarstellerin Steffi Stengl und das Nachwuchspaar Tommy und Arnika (Fin Gruber und Jule Maier).
Erinnerung an Guttensteiner
Nun war Regisseur Bernhard Hübl an der Reihe. Er bedankte sie zuerst bei Steffi und Hans Jürgen Porsch, die unermüdlich am Berg ihre Arbeit verrichten. „Es war unser Stück,“ meinte Hübl und heute seien in ihm Erinnerungen an den Guttensteiner wach geworden, wie der Polizist heute ein Bier aus dem Baum gezogen hat. „Ich erlebe sehr selten bei meinen verschiedenen Inszenierungen so einen Zusammenhalt wie hier auf der Schwarzenburg!“ Dieses Lob wollte Hübl einmal loswerden. Jeder bringt sich mit ein: „Es ist ein Miteinander, das uns zusammenschweißt.“
Hübl wusste nicht, wo er bei den Leistungen der einzelnen Spieler anfangen sollte. Alle hätten ihren Part hervorragend gespielt. „Was heuer in Rötz wieder passiert ist, ist ein wunderbares Gemeinschaftswerk.“
Es lief alles harmonisch durch, auch wenn der Spunk einmal gefehlt hat. Hervorheben wollte der Regisseur die Musik von Leonhard Porsch. „Diese Musik hat das Stück nochmals um 50 Prozent gesteigert.“
Nun warteten schon alle voll Ungeduld, dass Hübl das neue Stück für nächstes Jahr bekannt gibt. „Ich habe mir diese Woche viel Zeit genommen und mehrere Stücke gelesen, aber es ist noch nichts sicher, darum will ich es jetzt auch noch nicht sagen.“ Vielleicht könne man auch einmal über eine Wiederholung eines früheren Stückes nachdenken.
Nun hatten sich alle ein Essen verdient, das wieder von Hüttenwirt Harald Grauvogl zubereitet wurde. Stefanie Porsch und Stephanie Reindl erzählten so manche Anekdoten, die während der Proben und der Aufführungen vorgefallen sind. Ein toller lustiger Abschluss einer herausragenden Saison mit „Pippi in Taka-Tuka-Land“.




