Falschparker am Murnersee behindern Einsatzkräfte – Polizei spricht von katastrophalen Zuständen

Samstag- und Sonntagnachmittag führten unter der Federführung der Polizeiinspektion (PI) Schwandorf mehrere Polizeistreifen der PI Schwandorf, PI Nabburg und PI Neunburg vorm Wald am Murnersee, Steinberger See und Klausensee Kontrollen durch.
Das sommerliche Wetter und der erwartende Andrangs an Badegästen waren der Anlass für die Kontrollen, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung der Stationsverbote in den Rettungswegen. Dies teilte die Schwandorfer Polizei in ihrem Pressebericht mit.
Tatsächlich wurde vorrangig am Murnersee eine katastrophale Parksituation vorgefunden. Die angeordneten Haltverbote interessierten offenbar nicht, oft wurde direkt unter den Verkehrszeichen geparkt. Für Rettungskräfte war das Durchkommen nur ganz schwer möglich. Dies zeigte sich dann auch in einem Ernstfall im Zusammenhang mit dem Brand und starker Rauchentwicklung im Industriegebiet.
Kräfte der Wasserwachten, die zu Absperrmaßnahmen am Wasser alarmiert worden waren, mussten über die beparkten Straßen anfahren, kamen aber nur schwer durch, wurden durch die Falschparker, „welche angesichts der Ignoranz und ihres gezeigten persönlichen Verhaltens getrost als rücksichtslos bezeichnet werden können, behindert“, wie die Polizei mitteilt.
Die Polizei veranlasste in Zusammenarbeit mit Abschleppunternehmen 17Fahrzeugumsetzungen. Dabei zeigten sich die Fahrzeugführer keineswegs einsichtig, vielmehr waren sie unbelehrbar und unhöflich gegenüber den Abschleppfahrern und den Polizeibeamten. Insgesamt wurden 75 Verwarnungen ausgesprochen.
Außerdem führte die Verkehrspolizeiinspektion Amberg laut der Mitteilung an einer Zufahrtsstraße zum Steinberger See Geschwindigkeitsmessungen durch. Der Schnellste wurde mit 117 Kilometern pro Stunde in der 70er Zone gemessen. Insgesamt gab es zwölf Anzeigen und zwölf Verwarnungen.