Im Keller des Flüchtlingsheims in Cham brannte die Gasleitung – Bayernwerk erläutert Gefährdungslage

Von Johannes Schiedermeier · 19. Juli 2024 um 18:50

Nach dem Feuer im Flüchtlingsheim in der Hohenbogenstraße in Cham hat die Kripo Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen. Wie berichtet, hatte die Feuerwehr in einem schnellen Einsatz den Brand in den Griff bekommen, bevor er aus der Garage auf die darüberliegenden Wohnungen übergreifen konnte, die jedoch stark verqualmt wurden.

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Erst als der Qualm sich gelegt hatte und das Feuer aus war, hatte die Feuerwehr bemerkt, dass die Gasleitung durch die Garage verläuft. „Da haben wir schon kurz die Luft angehalten“, erzählt ein Feuerwehrmann nach dem Einsatz. Die Bereitschaft des Bayernwerks drehte die Versorgung ab. Wie gefährlich war das für die Einsatzkräfte und die Bewohner?

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Thermisch auslösende Absperrung

Ein Sprecher der Bayernwerk Netz GmbH erklärt, was in der Hohenbogenstraße Sache war. Dort sei der Bereitschaftsdienst informiert worden und habe sich vor Ort ein Bild von der Gefährdung gemacht. Das sei an 365 Tagen im Jahr gegeben. Das Haus habe über eine thermisch auslösende Absperreinrichtung (TAE) verfügt. Diese sorge dafür, dass ab einer bestimmten Temperatur automatisch der Gaszufluss aus dem Verteilnetz abgestellt wird.

Kripo sucht Personengruppe

Noch in der Nacht sei der Anschluss von Mitarbeitern des Bayernwerks gesichert worden. Am Morgen habe man ihn vollständig vom Netz abgetrennt. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Menschen in der Nachbarschaft oder deren Häuser“, so der Sprecher.

Wie bereits berichtet, ermittelt die Kripo Regensburg wegen Brandstiftung. Besonders interessant (auch für Zeugenaussagen) ist eine Gruppe von acht bis zehn Personen, darunter zwei Frauen, die sich vor dem Brand in der Nähe des Hauses mit zwei hellen Fahrzeugen und einer Tragetasche aufgehalten hat. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0941/5062888 zu melden.