Nach Brand in Asylunterkunft mit sieben Leichtverletzten in Cham: Kriminalpolizei sucht Zeugen

Unbekannte brachten in der Nacht auf 16. Juli Gegenstände in einer Garage zum Brennen. Die Garage des Mehrfamilienhauses wurde stark verrußt und es entstand Sachschaden. Sieben Personen wurden leicht verletzt. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen und sucht nach Zeugen.
Anwohner bemerkten in der Nacht von Montag, 15. Juli, auf Dienstag, 16. Juli, gegen Mitternacht Flammen in einer Garage eines Mehrparteienhauses in Cham. Der Brand in dem Gebäude, das als Asylunterkunft genutzt wird, konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden, so dass kein baugefährdender Schaden entstand. Sieben Personen wurden durch die Rauchentwicklung leicht verletzt und vor Ort ambulant behandelt.
Polizei sucht Hinweise zu Personengruppe
Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Kriminalpolizei Regensburg von einem vorsätzlichen Handeln aus, so dass Zeugen gesucht werden. Insbesondere werden Hinweise zu einer Personengruppe und zu zwei Fahrzeugen gesucht, die sich in etwa zwischen 22 und 23 Uhr vor Ort aufgehalten haben sollen. Hinweise darauf, dass die Tat politisch motiviert war, liegen derzeit nicht vor.
Die Personengruppe, die als Zeugen in Betracht kommen und die beiden Fahrzeuge können wie folgt beschrieben werden:
- Die Personengruppe wird mit circa acht bis zehn Personen beschrieben
- Die Personen sollen mitteleuropäisches Aussehen gehabt haben, eine Person habe eine dunklere Hautfarbe gehabt
- Zwei der Personen waren weiblich. Sie hatten eine Tragetasche bei sich
- Die beiden Fahrzeuge sollen eine helle Farbe gehabt haben
Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0941/506-2888 bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg zu melden.
Feuerwehren im Einsatz
Alarmiert wurden die Feuerwehren Katzberg und Cham mit dem Löschzug. Bei Eintreffen der Feuerwehrleute wurde parallel zum Löschangriff auch eine Kontrolle sämtlicher im Gebäude befindlicher Wohnungen durchgeführt. Zusammen mit dem Rettungsdienst hat die Feuerwehr insgesamt 17 Personen über Nacht in andere Unterkünfte gebracht Vor Ort waren auch Kreisbrandinspektor Marco Greil und Kreisbrandmeister Thomas Wittmann. Nach rund zweieinhalb Stunden war der Einsatz beendet.