E-Scooter-Kontrollen, günstiger Busfahren: Was Rupert Meier mit dem Seniorenbeirat erreichen will

Von Franziska Mahler · 18. Juli 2024 um 15:00

Rupert Meier kandidierte im Juni zum ersten Mal für den Seniorenbeirat. Er wurde nicht nur ins Gremium, sondern wenig später auch einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Er weiß schon, was für Senioren in Neumarkt besser laufen könnte.

Meier wohnt schon sein Leben lang in Neumarkt. Vom Seniorenbeirat, seinen Aufgaben und der bevorstehenden Wahl habe er über die Zeitung erfahren und direkt seinen Steckbrief eingereicht. Dass er zum Vorsitzenden gewählt wurde, sei aber eine Überraschung für ihn gewesen.

In seiner neuen Position fühlt sich der 75-Jährige wohl. „Ich bin ein Mensch, der gerne an der Spitze steht.“ Das zeigt auch sein beruflicher Werdegang: Beim Campingausrüster Fritz Berger war er 27 Jahre lang als Prokurist tätig. 1998 gründete er seine eigene Firma: Camping Profi.

Ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter

Bis zu seinem Ruhestand 2016 war Meier Geschäftsführer der Firma. Als Chef habe er stets eine offene Bürotür für seine 30Mitarbeiter gehabt, sagt er. Seine Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten will er nun in seinen neuen Posten einbringen.

Im Seniorenbeirat könne Meier auf ein gutes Team zählen. Die Stimmung im Gremium sei sehr angenehm. Bei der ersten Sitzung am 25. Juni wurden auch schon erste Ziele gesetzt. Der Beirat wolle zum Beispiel mehr Angebote schaffen, um mit der älteren Generation in Kontakt zu kommen. Sieglinde Harres, stellvertretendes Mitglied, veranstaltet zum Beispiel regelmäßig das Seniorenkino. Auch wolle man sich mehr mit Gremien der Stadt und den Vereinen austauschen und zusammenarbeiten.

E-Scooter-Fahrer rasen über Gehsteige

Ein weiteres Anliegen der Senioren: Die Polizei soll E-Scooter-Fahrer stärker kontrollieren. Auf den Gehwegen würden die zum Teil fahren „wie die Wilden“, sagt Meier. „Wir können nicht so schnell reagieren.“

Ein Thema, von dem sich Meier erhofft, während seiner Amtszeit zumindest einen Teilerfolg zu verbuchen, ist das Busfahren. Er wünscht sich mehr Routen, die quer durch die Stadt gehen und bei denen man nicht immer am Bahnhof umsteigen muss. Und auch wenn der 75-Jährige weiß, dass es schwierig wird: Er hofft, dass es dem Seniorenbeirat gelingt, Busfahren für Senioren kostengünstiger zu machen.

Unter Beweis stellen musste Meier bereits sein Organisationstalent. Im September soll ein Seniorenausflug stattfinden. Wohin es geht, sei noch geheim. Im August soll das Ziel und die Anmeldungsmöglichkeit aber auf der Internetseite der Stadt bekanntgegeben werden. Insgesamt gebe es 50 Plätze im Bus.

Jura-Volksfest und weitere Infos zum Seniorenbeirat

Seniorennachmittag: Am 14.August findet der Seniorennachmittag beim Jura-Volksfest statt. Der Seniorenbeirat wird auch dort vertreten sein. Rupert Meier hofft, dort mit anderen Senioren ins Gespräch zu kommen.

Kontakt: Der Seniorenbeirat hat seine Anlaufstelle im Bürgerhaus in Neumarkt, Fischergasse 1. E-Mail-Adresse: seniorenbeirat-nm@t-online.de.

Sitzungen: Der Beirat plant, vier Sitzungen pro Jahr. Das nächste Treffen ist im Oktober.