Einsatz für ältere Mitbürger: Neumarkter Seniorenbeirat wurde neu gewählt

Mehr als 11.000 Senioren leben in der Stadt Neumarkt. Am Mittwochabend stellten sich Senioren zur Wahl, die für die nächsten drei Jahre für die Belange dieser Bürger eintreten wollen.
Ehrhard Löwe ist einer davon. Wie einige andere kandidierte er zum ersten Mal für den Seniorenbeirat. Seit 50 Jahren ist der 71-Jährige schon ehrenamtlich aktiv – vorwiegend in der Kirche, sagte er. Aktuell ist er Lesepate an der Grundschule Hasenheide, engagiert sich bei Kolibris Leseecke und der CSU. „Es gibt sehr viel, was man in Neumarkt bewegen kann.“ Wichtig sei ihm aber vor allem, die junge und die ältere Generation zusammenzubringen.
Auch die restlichen Kandidaten, die sich zur Wahl stellten, verbindet das ehrenamtliche Engagement. Und: Alle wollen etwas für die Neumarkter Senioren tun. Einen konkreten Vorschlag hatte zum Beispiel Marianne Meier (71) dabei. Sie will, dass Senioren die Stadtbusse kostenlos nutzen können.
Stadt habe stets offenes Ohr für Senioren
Bevor im Rathaussaal gewählt wurde, betonte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn die Relevanz des Seniorenbeirats für die Stadt. Er versicherte, dass man stets ein offenes Ohr für die Belange der Senioren haben werde. In diesem Jahr sei er zum ersten Mal beim Seniorenfasching dabei gewesen, den das Gremium mitorganisiert. „Es war klasse“, sagte er. Aber: Er versprach, seine tänzerischen Fähigkeiten bis zum nächsten Mal auszubauen.
Der Seniorenbeirat besteht aus acht Mitgliedern und der Seniorenreferentin des Stadtrates, Gisela Stagat. Sie blickte auf die vergangene Amtsperiode zurück und erinnerte an den verstorbenen Schriftführer Georg Kerl. „Der Beirat ist das Sprachrohr für den Stadtrat.“
Die bisherigen Mitglieder des Seniorenbeirats wurden verabschiedet und bekamen von Seiten der Stadt ein kleines Präsent überreicht. Anschließend eröffnete Ochsenkühn den Wahlvorgang.
Seniorenbeirat: Jeder kann sich einbringen
Oliver Schmidt, Amtsleiter für Jugend, Bildung und Soziales, fungierte als Wahlleiter und erläuterte den Ablauf. Als Kandidaten traten nicht nur neue Gesichter, sondern auch zwei Mitglieder des bisherigen Beirats an. Unter anderem Christine Schneider. Sie findet es toll, dass sich im Beirat „jeder einbringen kann, wie er ist“. Gewählt wurden: Jürgen Bauer, Josef Dorr, Martha Fuchs, Ehrhard Löwe, Marianne Meier, Rupert Meier, Regine Schneider und Jutta Smyczek. Als Vertreterinnen und Vertreter wurden gewählt: Sieglinde Harres, Inge Mordek, Gabriele Zimmer und Manfred Zimmer.
Der Seniorenbeirat trifft sich in regelmäßigen Abständen, plant einmal im Jahr einen Ausflug und eine Adventsfeier. Eine Anlaufstelle hat der Beirat im Bürgerhaus. Dort gibt es auch einige Angebote für Senioren. Lucie Paul zum Beispiel, die in diesem Jahr nicht mehr zur Beiratswahl angetreten ist, wird nach wie vor das Gedächtnistraining organisieren. Dieses findet in regelmäßigen Abständen montags um 14.30 Uhr statt. Sieglinde Harres, die zur Vertreterin gewählt wurde, ist verantwortlich für das Seniorenkino. Ebenso finden regelmäßig Vorträge zu interessanten Themen für Senioren statt.
Am kommenden Dienstag treffen sich die neu gewählten Mitglieder, um den Vorsitz, die Stellvertretung und den Schriftführer zu wählen.
Zum Seniorenbeirat
Gründung: Der Beirat existiert seit 2002 und wurde nach einem Stadtratsbeschluss installiert.
Amt: Ursprünglich war das Gremium im Amt für Wirtschaftsförderung angesiedelt, gehört aber nun zum Amt für Jugend, Bildung und Soziales.
Aufgaben: Der Beirat soll Bürgerinteressen vertreten, überparteiliche und konfessionsunabhängige Arbeit leisten, Veranstaltungen wie Seniorenfahrten, Faschingsfeiern und monatlichen Treffen organisieren.