Kraft, Einsatz und Teamgeist beim Seilzieh-Wettbewerb in Waldmünchen

Von Martin Hladik · 15. Juli 2024 um 11:00

„Des spüren ma no Tage danach“, sagte einer der Teilnehmer und meinte seinen zu erwartenden Muskelkater. Der Seilziehwettbewerb beim Waldmünchner Heimatfest war ein Heidenspaß und für die Teilnehmer ein Kraftakt. Teilgenommen haben zwölf Mannschaften, darunter auch eine des Stadtrates. Dass sie alle an einem Seil gezogen haben, werden sie sich noch länger anhören müssen. Die von Anstrengung verzerrten Gesichter aber auch der Jubel und der Applaus des Publikums wird in Erinnerung bleiben.

Manche nahmen die Sache durchaus ernst und haben vorher trainiert. Andere dagegen berieten noch kurz vor Beginn, wie man das Seil am besten anfasst und wie man sich gegen den Zug der Gegner anstemmt. Dass Übung auch hier hilft, war insbesondere in den Startrunden gut zu sehen.

Ein Stechen muss den Wettkampf entscheiden

Die spätere Gewinnermannschaft aus der Schäferei betonte allerdings, sie habe sich vorher nur einmal abgesprochen. Gegen den Zweitplatzierten die FFW Spielberg 2 lieferte sich das Team aus der Schäferei einen spannenden Schlusskampf. Die Spielberger waren schon in den Vorrunden durch ihren kraftvollen Einsatz aufgefallen. Jedes der Teams gewann zunächst einen der Wettkämpfe.

Also musste ein Stechen entscheiden. Lange hielten beide Mannschaften die Markierung am Seil in der Mitte. Dann bemerkte der vorderste Mann des Schäferei-Teams offensichtlich eine Schwäche bei Gegner und feuerte sein Team lautstark an. In ganz kurzer Zeit waren die Spielberger überwunden.

Beim Kampf um Platz drei hatte die Geiganter Wehrleute keine Chance gegen ihre Kollegen aus Ast. Nach zwei Siegen mussten sie sich geschlagen geben. Und das obwohl Moderator Christian Eidenhardt vorher gescherzt hatte, es gehe nicht nur um ein Fass Bier, sonder auch um das nächste Feuerwehrauto. Was die Gewinner mit ihren insgesamt 600 Litern Bier machen, ist noch nicht klar. Es sieht aber so aus, als wollten die Teilnehmer der Endrunde gemeinsam feiern.

Die Helfer im Hintergrund

Bei der Siegerehrung würdigte Bürgermeister Markus Ackermann auch die Helfer im Hintergrund: Moderator Christian Eidenhardt; die beiden Schiedsrichter Tobias Ulrich und Christian Bauer und die Organisatoren Manuela Schmidt, Lutz Hofbauer und Heike Dannerbeck.

Die Teilnehmer und ihre Platzierungen

1. Platz: Ultrapower Schäferei mit David Holler als Kommandogeber und Gerhard Haller. Gezogen haben: Simon Stautner (Ankermann), Franziska Bierlmeier, Linda Vitzthum, Simon Dirnberger, Heinz Kraus, Rafael Albrecht, Jonas Roßmann, Florian Stautnner, Simon Stautner, Markus Urba, Pascal Wald, Katherina Höfele, Johann Fischer.

2. Platz: FFW Spielberg, 3. Platz FFW Ast. Sie dürfen sich auf 300, 200 und 100 Liter Bier freuen. Leer ausgegangen ist die FFW Geigant mit einem 4. Platz.

Im Viertelfinale standen: FFW Spielberg 2, FFW Rannersdorf, Stadtwerke, Stadtrat.

Teilnehmer in der Gruppenphase waren zusätzlich noch: Die Schützen, die Dirrmaler, Feuerwehr Waldmünchen und der TV Waldmünchen.

Viel Kraft und Energie setzten die Zweitplatzierten von der Feuerwehr Spielberg ein.
Man sieht Ludwig Liegl aus Ast die Anstrengung an.
Die Markierung muss genau in der Mitte sein, sagt Schiedsrichter Tobias Ulrich
Launiger Moderator: Christian Eidenhardt
Teilnehmer des TV Waldmünchen mit großem Einsatz
Der Stadtrat zieht mit aller Kraft.
Die Seile kommen wieder ins Depot.
Seilzieh-Wettkampf- und Feuerwehrstiefel