Abensberg und Lonigo: Freundschaft in Tricolore

Wer am Freitagabend über den Stadtplatz spazierte, wird sich die Augen gerieben haben: Mit einer Riesentafel in Tricolore feierten Abensberg und Lonigo ihre besondere Freundschaft.
So mancher Passant zückte sein Handy und machte fleißig Bilder, denn diesen Anblick wird es so schnell nicht wieder geben.
Als im Januar das 25-Jährige der Städtepartnerschaft Abensberg-Lonigo Thema im Stadtrat war, brachte Niklas Neumeyer die Idee ein, die deutsch-italienische Begegnung mit etwas Speziellem zu feiern. Warum nicht eine lange Tafel auf dem Stadtplatz aufbauen und mit einem besonderen Mahl diese besondere Freundschaft zelebrieren?
Wirte waren bereit
Die Wirte am Stadtplatz musste dann Bürgermeister Bernhard Resch nicht lange von der Idee überzeugen. Am Freitagabend nun zeigte sich, ob der Plan der Stadt auch aufging. Soviel sei vorweg schon einmal verraten: Alle waren begeistert, so mancher könnte sich eine Wiederholung vorstellen. Einzig das Ausscheiden der deutschen Mannschaft aus der EM mag die Stimmung ein bisschen getrübt haben – aber immerhin hieß der Gegner nicht Italien. Und so konnten die Gäste ihre Schmach über das verlorene Spiel bei Antipasti aus Colli Berici ein Stück weit vergessen. Der offizielle Teil mit Ansprachen begann etwas später, nicht zuletzt auch wegen des Fußballspiels, das auf Leinwand übertragen worden war. Die Stadtkapellen von Abensberg und Lonigo spielten auf und dann wurde geschlemmt.
Gäste hatten die Wahl
Nach der italienischen Vorspeise durften die Gäste wahlweise Rinderfilet oder Dorade, geschmorte Ochsenbacke oder eine griechische Mousaka genießen, jedem Wirt war eine andere Farbe zugeordnet. „Es war schon eine Leistung, neben dem normalen Geschäft das auch noch zu wuppen“, sagt Neumeyer. Das Dessert kam wieder aus Italien.
Für diese besondere Tafel mussten im Vorfeld 160 Stühle gerückt, die Tische schön geschmückt werden. Die städtischen Bediensteten waren voll gefordert. Aber die Vorstellung, alle an einen Tisch zu bringen, die sei aufgegangen, wie nicht nur Neumeyer findet. „Es war einfach irre, dass das Zusammenspiel der Wirte so funktioniert hat“. Und dann gab es noch eine Überraschung für Bürgermeister Pier Luigi Giacomello. Offiziell heißt der Platz vor dem Aventinum nun „Piazetta di Lonigo“.
