Bühne für Lanz-Bulldogs: Ende Juli treffen sich die Oldtimerfreunde in Wildenberg

Bühne für Lanz-Bulldogs und andere Schätze aus den 1950ern: Wildenberg im Landkreis Kelheim lädt zum Oldtimertreffen am letzten Juliwochenende ein.
60 Jahre auf dem Buckel, aber so schnittig wie eh und je: Wenn Markus Hirsch mit seinem DKW Munga, einem Geländewagen aus dem Jahr 1965 vorfährt, dann freuen sich seine Kinder schon. „Das ist wie ein Familienfahrzeug, der ist so schön zum Fahren, dass ich ihn auch im Alltag nutze“, sagt der erste Vorsitzende der Wildenberger Feuerwehr. Logisch, dass er damit auch beim Oldtimertreffen in Wildenberg Ende Juli mit dabei ist. Auch sein Eicher-Puma-Bulldog, Baujahr 1963, wird dann seinen großen Auftritt haben. Die rund 150 Oldtimer sind die Stars, wenn die Oldtimerfreunde am 27. und 28. Juli wieder zu ihrem beliebten Treffen einladen. Für die Gäste gibt es viel zu sehen: Unter den Fahrzeugen sind dann sowohl welche im Originalzustand und andere, die bis ins letzte Schräubchen restauriert wurden.
Das lässt sich auch eine Handvoll Gäste aus der weiteren Umgebung, zum Beispiel aus Erding, nicht entgehen – allesamt „Wiederholungstäter“, wie Hirsch sagt. „Die schreiben wir immer persönlich mit einem Brief an und die finden unser Treffen prima“, denn es sei einfach gemütlich und schön in Wildenberg, „es ist einfach griabig“, sagt Hirsch.
Das Dorf macht mit
Nicht nur die Gäste freuen sich auf einen Ratsch und aufs Fachsimpeln, sondern das ganze Dorf ist auf den Beinen. Wenn am Sonntag die Bulldogs, ein paar Autos und schon einmal ein Roller mit Patina durch den Ort fahren, dann sind die Straßen gesäumt von Menschen jeden Alters. Wenn es dann an den Parcours geht, den die verschiedenen Ortsvereine aufgebaut haben, und den die Fahrer meistern müssen, dann ist das nicht nur für die Teilnehmer eine „Fetzengaudi“, sondern fürs ganze Dorf. Den Parcours, den gestalten die verschiedenen Ortsvereine.
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Da geht es um Geschicklichkeit, aber auch um Wissen. Am Stand vom Obst- und Gartenbauverein müssen die Fahrer dann verschiedene Pflanzen erraten, am Schießstand der Schützen genau zielen oder beim Torwandschießen vom Sportverein Treffsicherheit beweisen: „Das ist wie eine kleine Schnitzeljagd“, so Hirsch. Im Anschluss gibt es freilich auch eine Preisverleihung. Das beste Team darf sich über einen Tretbulldog freuen – der erfordert die ganze Muskelkraft, braucht dafür keinen Motor zum Vorwärtskommen. Die Zweit- und Drittplatzierten können immerhin sich selbst „auftanken“, mit einem Kasten Bier plus Brotzeitbrettl oder nur einem Kasten Bier.
Große Sause in 2025
Das Oldtimertreffen ist das größte Fest in Wildenberg. Es findet immer Ende Juli statt. Nächstes Jahr will man das Oldtimertreffen mit dem 150-jährigen Jubiläum der Ortsfeuerwehr zusammenlegen. Am Programm wird bereits jetzt getüftelt. Aber eines ist sicher: Es wird wieder eine Fetzengaudi.
Wie ein kleines Bürgerfest:
Ablauf: Heuer startet es am 27. Juli um 18 Uhr am Feuerwehrhaus. Nachtackern für alle Oldtimer und ein Geschicklichkeitsspiel der Jungfeuerwehr stehen bereits am Samstag auf dem Programm. Für die jüngeren Gäste gibt es eine Hüpfburg. Der Sonntag, 28. Juli startet mit der Anmeldung ab 9.30 Uhr, ab 10 Uhr ist Frühschoppen, um 12 Uhr Fahrzeugsegnung, anschließend Rundfahrt durchs Dorf und dann ab 13.30 Uhr das Geschicklichkeitsturnier. Zu sehen gibt es viele Bulldogs aus den 1930 bis 1960er Jahren, aber auch Autos und so manches Zweirad. Es ist das 16. Treffen.



