Hauptfeuerwache in Neumarkt nimmt Gestalt an – Stadt investiert 27,2 Millionen Euro

Von Anika Ferko · 9. Juli 2024 um 15:00

Für die Grundsteinlegung der neuen Hauptfeuerwache am Kurt-Romstöck-Ring hätte das Wetter nicht besser sein können. Im März dieses Jahres starteten die Rohbauarbeiten, ab März 2025 soll der Ausbau beginnen. Bis Ende 2026 soll das Gebäude stehen – so das Ziel.

Während der Grundsteinlegung am Dienstag pausierten die Arbeiten auf der Baustelle kurzzeitig. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn betonte indessen die Wichtigkeit des Projekts: „Dieser bedeutende Tag markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte unserer Stadt und unserer Feuerwehr.“

Bereits im Juni 2018 sei die Entscheidung für den Neubau der Hauptfeuerwache vom Stadtrat getroffen worden. „Seitdem haben wir gemeinsam viele wichtige Schritte unternommen, um dieses Projekt voranzutreiben“, sagte Ochsenkühn. Im Februar 2022 sei der Planungsauftrag erteilt worden, und ein Jahr später konnte die Vorentwurfsplanung vorgestellt werden.

Rohbauarbeiten starteten im März 2024

Es wurden laut Ochsenkühn weitere notwendige Grundlagen geschaffen: Es folgte etwa die Projektfreigabe im Juli 2022 und die Kostenfreigabe der Hauptfeuerwache im März dieses Jahres.

Im September 2023 konnte schließlich losgelegt werden: Der Bauprozess begann mit Bodenverbesserungen und Erdarbeiten. Im März starteten die Rohbauarbeiten. Knapp 27,2 Millionen Euro: So viel werde für den Bau der neuen Hauptfeuerwache veranschlagt.

Ochsenkühn verwies zudem auf die Überschwemmungen vor wenigen Wochen in Neumarkt und die unverzichtbare Arbeit der Feuerwehr: „Ich selbst habe erst vor kurzem wieder eindrucksvoll bei den Starkregenereignissen, zum Beispiel in Pölling, erleben dürfen, dass wir uns auf unsere Feuerwehrler verlassen können.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Feuerwehr von der Kommune gut ausgestattet werde.

Ein Blick in die Zeitkapsel: Baupläne und Tageszeitung

Auch Projektbeteiligter Markus Weber, Architekt vom Architekturbüro Schnabel + Partner, blickte optimistisch auf die Bauarbeiten: „Auch wenn uns der nasse Boden aufgrund der hohen Grundwassersituation und der starken Regenfällen um circa drei Wochen in Verzug gebracht haben, sind wir guter Dinge.“ Seit dem Frühjahr arbeite die Firma Lenhard Weiss an der Entwässerung, der Fundamentierung und an den ersten Zügen des Rohbaus.

Künftig soll Platz für 20 Fahrzeuge in verschiedenen Hallen sein. „Funktional, technisch aber auch markant und elegant“, beschrieb Weber die neue Wache.

Im künftigen Foyer werde der Grundstein mit der Jahresinschrift eine Sitzstufe mit Blick auf die Oldtimer der Feuerwehr bilden, erklärte Weber. Es bleibe als Zeichen sichtbar.

Die Zeitkapsel enthalte unter anderem die Baupläne, die zwei Tageszeitungen sowie das Wochenblatt, ein Euro-Starterkit und die Gästeliste der Veranstaltung.