„King of Rock‘n‘Roll“ auf der Bühne: Elvis-Imitator Arnold Wurm gibt ein Konzert am Drachensee

Der Kultursommer macht keine Pause. Am Freitag (12. Juli) gibt Arnold Wurm alias Elvis ein Benefizkonzert. Einen Tag später folgt die „Lange Nacht mit Mittelaltertreiben“. Damit wird inoffiziell die Festspielsaison eingeläutet.
Wenn Arnold Wurm nicht bei der Bundespolizei im Dienst ist, tritt er immer mal wieder als Elvis-Imitator auf. Wie kommt man dazu, als „King of Rock‘n‘Roll“ auf der Bühne zu stehen?
Programm für vier Stunden
Losgegangen ist das ausgerechnet, nachdem Elvis Presley am 16. August 1977 gestorben ist. „Das habe ich im Fernsehen gesehen, und der Hype, der um ihn gemacht wurde, hat mich interessiert“, sagt Wurm. Damals ist er Fan geworden und hat begonnen, Songs des King einzustudieren. „Die Leute habe gesagt, dass sich das super anhört.“ So hat er sich entschlossen aufzutreten.
Um erfolgreich zu sein, braucht es neben der Stimme aber noch eine weitere Qualität, die Wurm bei der Weißen Nacht am Drachensee im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt hat: Man muss eine echte Rampensau sein. Das ist er, einschließlich der legendären Gesten von Elvis – und natürlich des Hüftschwungs. „Mir gefällt das einfach sehr, die Leute zu begeistern.“
Alle Elvis-Titel hat er selbstredend nicht drauf. Das sollen so um die 3000 sein. „Da ist immer wieder mal eines dabei, das auch ich noch nicht kenne.“ Aber 50 hat er schon im Repertoire. Damit können Elvis und seine beiden Tänzerinnen, die abwechselnd dabei sind, rund vier Stunden füllen.
Kein Eintritt aber Spenden
Drei sollen es am Freitag auf der Bühne am Drachensee sein. Es wird ein Benefiz-Auftritt zugunsten der Kinderkrebshilfe Cham, das heißt, wie Kulturamtschefin Karin Stelzer mitteilt: „Wir verlangen keinen Eintritt, jeder darf und soll für die gute Sache spenden.“ Der Beitrag der Stadt Furth im Wald wird demnach sein, die Location, die Bühne und die Manpower kostenlos zur Verfügung zu stellen. Laut Wurm möchte man denen etwas zurückgeben, die sich immer für andere einsetzen. „Wir möchten unseren Teil dazu beitragen.“
Als großer Elvis-Fan muss man ja auch einmal auf Elvis Presleys ehemaligem Anwesen Graceland in Memphis (Tennessee) gewesen sein. „Leider hat es bis jetzt noch nicht geklappt, aber das werde ich in den kommenden zwei Jahren nachholen. Das muss man einfach gesehen haben.“ Und noch etwas verbindet den Imitator mit dem echten Elvis: Er singt einige Lieder, wie „Don‘t cry Daddy“ oder „In the Ghetto“ zusammen mit seiner Tochter. „Wenn ich nur daran denke, stellen sich bei mir die Haare auf.“
Das Konzert beginnt um 19 Uhr und findet laut Stelzer nur statt, wenn es nicht regnet. Ansonsten wird es ersatzlos gestrichen. „Entscheiden werden wir das am Freitagvormittag und dies dann über die Sozialen Medien mitteilen“, sagt die Kulturamtsleiterin.
Einen Tag später, Samstag, 13. Juli, lädt der Verein der „Freunde mittelalterliche Feste und Weisen“ zur Langen Nacht mit Mittelaltertreiben ein. Nachdem der bisherige Veranstaltungsort, die Festhalle, nicht mehr existiert, ziehen die rund 100 Helfer in die Brauerei Dimpfl um. „In der Halle, auf dem Gelände, im Gewölbe, überall wird etwas geboten sein“, sagt Vorsitzender Andreas Roder und ergänzt: „Das Ambiente passt für die kommenden zwei Jahre ganz wunderbar, danach muss man sehen, ob wir vielleicht in die neue Parkarena umziehen.“
Auf geht‘s ins Mittelalter
Seit 1992 veranstaltet der Verein, der aus Mitgliedern des Spielmannszug Grenzfähnlein besteht, dieses mittelalterliche Spektakel. So kommt auch der Erlös dem Spielmannszug zugute.
Ab 16 Uhr geht es auf dem Brauereigelände los. Ein großes Augenmerk wird auf die kulinarische Reise ins Mittelalter gelegt. „Es gibt Drachenfleisch, Bauerntopf, Schupfnudeln, Schmalzbrote und dunkles Bier“, sagt Roder und ergänzt: „Natürlich sind auch Kaffee und Kuchen erhältlich.“ Doch Mittelalterflair verbreiten auch die rund 100 Akteure und Helfer, die allesamt historisch gewandet sind. Kinderspiele und Kinderschminken werden angeboten, eine Geschichtenerzählerin und ein Zauberer sind vor Ort.
Businen und Pfeiffer des Spielmannszugs Grenzfähnlein sowie historische Musik sind zu hören, Besucher dürfen sich auf einen Fackeltanz freuen. „Wie immer freuen wir uns wieder über viele hochlöbliche Gäste aus Furth im Wald und der ganzen Region“, sagt Roder auf den inoffiziellen Auftakt in Furths fünfte Jahreszeit.
