Busthematik in Geigant beschäftigt Stadtrat: Schulende und Abfahrtszeiten sind eng getaktet

Stadtrat Simon Aumann wies am Ende der Stadtratssitzung am Dienstag auf ein Problem im Zusammenhang mit den Schulzeiten, und dem Linienbusverkehr in Geigant hin. Viele Kinder hätten Angst, nach der Schule den Bus zu verpassen.
Denn die Lehrer wollen die Schüler nicht früher gehen lassen, und die Linienbusse müssen sich an die Abfahrtszeiten halten. Beide Seiten könne er verstehen. Deshalb hatte Aumann zwei Vorschläge: Zum einen die Schulzeiten um ein paar Minuten verschieben, zum anderen die Schülerlotsin, die derzeit an der Fußgängerampel steht, als Busaufsicht einzusetzen. Bürgermeister Markus Ackermann nahm sich vor, mit der Schule und dem Busunternehmen Kontakt aufzunehmen, um eine „stressfreie“ Lösung anzustreben.
Zwei Gefahrenstellen in Geigant
Stadtrat Christian Lommer bemängelte in diesem Zuge, wie Schulkinder in Geigant die Straße überqueren. Zwei Gefahrenstellen gebe es: die Machtesberger Straße und den Abschnitt zwischen der Pfarrkirche St. Bartholomäus und der Metzgerei Schall. Ackermann entgegnete, dass es mehrere Verkehrsschauen gegeben habe und die Experten eine klare Entscheidung trafen. Für die Engstelle bei der Metzgerei Schall seien bereits Maßnahmen geplant. Die Stelle soll für Verkehrsteilnehmer deutlicher gekennzeichnet werden, so der Bürgermeister. Lommer regte an, für den nächsten Bauabschnitt trotzdem darüber nachzudenken.
Finanzen der Stadt geprüft
Zuvor war bereits die Tagesordnung der Stadtratssitzung abgehandelt worden. Auf dieser stand unter anderem die örtliche Rechnungsprüfung und Feststellung der Jahresrechnung 2023 für die Stadt Waldmünchen und die Zacharias-Frank-Stiftung.
Die Prüfer haben ihre Aufgabe hervorragend durchgeführt, so Ackermann. Neben der Prüfung der Kassenführung wurden auch die Kontoauszüge sowie alle Einnahme- und Ausgabetitel des städtischen Haushalts mit den fiduziarischen Stiftungen geprüft. Neben den Unterlagen habe jedes Mitglied des Prüfungsteams, Anton Ruhland, Wolfgang Kürzinger und Alexander Schneider, Zugang zum EDV-System erhalten, so der Bürgermeister.
Positiv wurde laut Ackermann vermerkt, dass versucht wurde, lokale Händler und Dienstleister in Beschaffungen einzubeziehen. Positiv sei außerdem, dass die Waldpädagogik in den Kindergärten vorangetrieben werde. Auch der Haushaltsansatz sei beachtet worden. Die Überziehungs- und Negativzinsen konnten auf das notwendige Maß beschränkt werden. Unvermutete Kassenprüfungen wurden ebenso durchgeführt, so Ackermann.
Das könnte verbessert werden
Eine Verbesserung wurde vom Prüfungsteam vorgeschlagen: In Ausnahmefällen sei bei der Belegarchivierung nur die Anforderung zu finden, die Rechnung sei nicht archiviert. Das liege daran, dass einige Rechnungen sehr lang seien. Mehr Transparenz könnte geschaffen werden, wenn die erste Seite der jeweiligen Rechnung mit archiviert wird, so das Team.
Anton Ruhland, Vorsitzender der Rechnungsprüfer, bedankte sich für die Umsetzung der vergangenen Prüfungsfeststellungen. Als Fazit konnte das Team feststellen, dass in der Stadtverwaltung eine sehr gute und gesetzeskonforme Arbeit leiste. Die eingesetzten Haushaltsmittel wurden nach den Erkenntnissen ausschließlich für städtische Maßnahmen verwendet. Die Prüfungen der Stadt und der Stiftung erfolgten vom 3. bis 5. Juni.
Neugestaltung des Waldmünchner Marktplatzes
Ein weiteres Thema war die Möblierung des Marktplatzes. Die Neugestaltung wurde an „Die Stadtentwickler“ aus Kaufbeuren vergeben. Mit der Städtebauförderung wurde ein Stufenplan vereinbart. In der ersten Phase sollte die Möblierung umgesetzt werden, danach sollten die Phasen „Begrünung“ und „Weitere Ausstattung“ folgen. Die Festlegungen zur Möblierung und Begrünung wurden im Arbeitskreis „Innenstadt und Dorfentwicklung“ erarbeitet. Dieser habe die Idee gehabt, die beiden Schritte zusammenzufassen, so Ackermann. Der Erlebniseffekt für die Bevölkerung würde sich dadurch erhöhen.
Allerdings würden die Kosten steigen, da vom Stufenplan der der Städtebauförderung abgewichen werde. Die Problematik sei bereits besprochen und eine Förderung von 80 Prozent in Aussicht gestellt worden. Die Pflanztröge wurden in den Zuwendungsantrag zum Projekt „Saubrunnenplatz“ aufgenommen. Das Kostenvolumen wurde mit 107100 Euro im Bereich Allgemeine Einbauten berücksichtigt. Die Investition erhöht sich auf 1425000 Euro. Der erhöhte Finanzbedarf bei einer Förderung von 80 Prozent sei in der Finanzplanung 2025 zu berücksichtigen.
Heimisches Holz soll verwendet werden
Laut Ackermann sei die Neugestaltung eine echte Bereicherung für den Marktplatz und werde die Aufenthaltsqualität erhöhen. So sollen um die bestehenden Bäume fünf Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen entstehen.
Auch Stadtrat Andreas Eisenhart ist der Meinung, dass die Gestaltung den Marktplatz aufwertet. Er spricht sich jedoch dafür aus, dass für die Sitzmöbel heimische Hölzer und keine tropischen verwendet werden. Eine vergleichbare Härte wie Tropenholz hätte die Robinie, so der Bürgermeister und nahm diesen Punkt in die Ausschreibung mit auf.
Neue Drehleiter für die Feuerwehr wird angeschafft
Neben einem neuen Feuerwehrauto für die FFW Geigant werde auch eine neue Drehleiter für Waldmünchen benötigt. Diese sei im Finanzplan 2024 noch nicht enthalten gewesen. Die Mehrbelastung belaufe sich voraussichtlich auf 472000 Euro.
Der zu erwartende Eigenanteil könne derzeit durch Mehreinnahmen (Einzelplan 9) gedeckt werden. Insgesamt müsse jedoch mit Mindereinnahmen gerechnet werden, unter anderem durch die verzögerte Fertigstellung der ALE/ELER Untergrafenried sowie im Rahmen der RZWas 2021 durch ausbleibende Mittelzuweisungen. Dennoch ist Ackermann zuversichtlich: „Wir können das bewältigen.“ Im Bedarfsfall seien größere Rücklagenentnahmen oder die Bildung von Haushaltseinnahmeresten in Erwägung zu ziehen.
Einsatz für Menschen in Katastrophengebieten
Feuerwehren: Bei der Sitzung bedankte sich Ackermann bei allen Aktiven der FFW Waldmünchen und Geigant, die durch ihren Einsatz in Kata-strophengebieten die „Feuerwehrideale hochgehalten haben“. Durch die FFW-Aktiven r hat sich Waldmünchen erneut als eine hilfsbereite und unterstützende Stadt gezeigt, so der Bürgermeister. Von der FFW Waldmünchen waren im Einsatz: Johannes Auerbeck, Michael Beer, Mike In den Birken, Luca Kreuzer, Daniela Rauscher, Benjamin Schlegl, Stefan Zangl und Markus Zwing. FFW Geigant: Julian Danzer, Elias Lommer, Gerhard Nagler, Matthias Schall und Christian Schwarz
Tourismusbüro: Ackermann stellte Manuela Schmidt als neue Leiterin des Tourismusbüros vor.
Hinweis: Der Bürgermeister machte darauf aufmerksam, dass es bei den Mäharbeiten technische und personelle Probleme gibt. Er bat daher um Verständnis, dass sich die Arbeiten verzögern können.
