Tarifstreit bei Sana in Cham: Einigung könnte nach fünftem Versuch nun schnell kommen

Nach zwei Tagen mit Verhandlungen könnte sich noch am späteren Dienstagabend im Tarifstreit zwischen Sana und den Krankenhausbeschäftigten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi eine Einigung abzeichnen.
Es gebe aktuell mehrere Varianten, die mit der Sana-Geschäftsführung besprochen und als Einigungslösungen möglich seien, erläuterte Gewerkschaftssekretär und Teilnehmer der Verhandlungsrunde um einen neuen Haustarifvertrag Heinz Neff von Verdi die Sachlage. Entscheidend sei, ob eine der vorliegenden Varianten von den Sana-Mitarbeitern, die sich im Hotel am Regenbogen versammeln, eine Mehrheit bekomme oder die Beschäftigten alle Vorschläge ablehnen würden. Käme es zu dem zweiten Fall, würden die Verhandlungen fortgeführt.
Die Verhandlungen, die am Montag starteten, waren bereits der fünfte Versuch der beiden Tarifparteien, sich zu einigen. Zwischenzeitlich hatte der Konflikt um mehr Lohn, wobei es vor allem um eine Annäherung des Haustarifvertrags an den TvÖD geht, zum ersten Warnstreik in der Geschichte der Sanakliniken des Landkreises Cham geführt. 24 Stunden hatten die Beschäftigten die Arbeit niedergelegt, um ihre Forderungen zu untermauern.
Die Gewerkschaft forderte bisher in der laufenden Tarifrunde für die Chamer Sana-Beschäftigten 13,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro, eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro, zehn Tage Zusatzurlaub für Wechselschichtarbeitende sowie eine Treuezulage für langjährig Beschäftigte, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Sana-Geschäftsführung hatte drei Runden lang kein für Verdi annehmbares Angebot abgegeben, teils gar keine Vorschläge gemacht. Erst bei der vierten Runde gab es eine Annäherung.