Die evangelische Gemeinden Cham, Furth und Waldmünchen sind nun eine Pfarrei

Am Sonntag trafen sich die Gläubigen aus den evangelischen Gemeinden Cham/Furth im Wald/Waldmünchen zum Gründungsgottesdienst der gemeinsamen Pfarrei im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling.
Dieser begann mit dem Lied „Eingeladen zum Fest“. In den drei Lesungen tauchten immer wieder die Begriffe Grundstein, Eckstein, lebendige Steine zum Aufbau des Gotteshauses auf. In der Predigt griff Pfarrer Dr. Michael Rummel das Wort Gründung auf. Auf festem Grund solle etwas Neues stehen. Bei der Grundsteinlegung von Gebäuden werden Kapseln mit wichtigen Zeitdokumenten hinterlegt. Auch die drei Pfarreien haben ihre unterschiedliche Geschichte. Gemeinsam sei ihnen das Feiern Jesu Christi. Wenn die Gemeinden zusammenkommen, könne etwas Neues entstehen.
Da es heute um das Bauen geht, waren unter den Bänken Steine mit verschiedenen Beschriftungen wie „Zweifel, Ängste“ abgelegt. Die Gottesdienstbesucher waren aufgefordert, diese Steine nach vorne zu bringen, und die Kinder sollten daraus einen Turm bauen. Diese Steine sollten verdeutlichen: Alleine erreichen wir nichts, wir müssen uns zusammen auf den Weg machen.
Erste Schritte sind schon eingeleitet. Ab August gibt es einen gemeinsamen Gemeindebrief. Alle Anrufe werden automatisch in das Pfarramtsbüro nach Cham geleitet, das länger besetzt ist als die Pfarrämter vor Ort. So ist häufiger jemand erreichbar. Auch die Gottesdienstvielfalt wird sich verändern. Jeder hat die Chance, unterschiedliche Gottesdienste zu besuchen.
Die Gegend, in der die drei Pfarreien beheimatet sind, war schon immer Diaspora. In früheren Zeiten gab es hier nur protestantische Reiseprediger, was Pfarrer Rummel mit einem Schild, das er bei seinem Einzug in das Further Pfarrhaus fand, veranschaulichte.
„Bei allem, was uns bewegt, dürfen wir nicht vergessen, wer unser wichtigster Stein ist: Jesus. Christus ist unser Fundament, unser Grundstein. Wir sind alle Kirche und sollen lebendige Steine Gottes auf einem starken Fundament sein“, so der Prediger.
Im anschließenden Gründungsakt ging Dekanin Ulrike Dittmer auf die vielen Schritte ein, die im Vorfeld bereits erfolgt sind. Sie rief die Gläubigen auf, im Gebet die Gründung der Pfarrei Cham/Furth im Wald/ Waldmünchen vor Gott zu legen, um Freude und Erfüllung im Miteinander zu finden. Als Zeichen der Gründung unterzeichneten die Vertrauensleute der Kirchenvorstände aus den drei Pfarreien eine Urkunde. Dies waren für Cham Michael Baltes, für Furth im Wald Susanne Ermer und für Waldmünchen Matthias Heinze. Diese Urkunden werden in Zukunft in den jeweiligen Sakristeien zum Aushang kommen.
Die Dekanin sprach die in diesem Jahr anstehenden Wahlen zum Kirchenvorstand an. Heute wäre eine gute Gelegenheit, die Kandidatinnen und Kandidaten kennenzulernen. Vor den Fürbitten, dem Vater unser und dem Segen bedankte sich Dekanin Ulrike Dittmer bei den vielen Helfern mit Blumen. Ohne sie wäre dieser Gründungsgottesdienst nicht möglich gewesen des Weiteren bedankte sie sich bei den Chören und Ensembles, sowie bei Jennifer Reinhardt für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Ein Dank ging auch an Andreas Förster vom Restaurant am Regenbogen in Cham, der für das anschließende Mittagessen verantwortlich zeichnete.


