Neunburger Kunstherbst startet in neue Saison – Georgisches Kammerorchester kommt für ein Gastspiel

In seinem Bemühungen um die Gunst des Publikums ist dem Kunstverein Unverdorben für den Kunstherbst 2024 erneut ein großer Coup gelungen.
Zum traditionellen Klassik Galakonzert am 2. Oktober in der Schwarzachtalhalle, konnte erneut das Georgische Kammerorchester für ein Gastspiel gewonnen werden. Wieder mit dabei ist der inzwischen international bekannte Pianist und Komponist Alexander Maria Wagner. Auch er konnte das Neunburger Publikum schon einmal mit seiner Virtuosität in seinen Bann ziehen.
Dirigent extra angereist
Zur Präsentation des Gesamtprogramms für den Kunstherbst war Reinhold Mages, Dirigent des Kammerorchesters, extra in die Pfalzgrafenstadt angereist. Ihn hießen der Vorsitzende Peter Wunder und der Koordinator für die klassische Musik, Karl Stumpfi, willkommen. Seitens der Stadt nahmen 2. Bürgermeisterin Margit Reichl und Rosa Schafbauer an der Vorstellung teil. Reinhold Mages vermittelte kurz die Geschichte des Kammerorchesters, das 1964 in Tiflis als Georgische Staatsorchester gegründet wurde. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion beschlossen die Musiker, nach einer Tournee in Westeuropa, nicht mehr in die Heimat zurück kehren zu wollen. 1990 fand das Ensemble in Ingolstadt eine neue Heimat, blieb aber seinen musikalischen Wurzeln immer treu.
Inzwischen, so Mages, könnten alle Genres bedient werden. Das aktuelle Programm werde zunächst in Neunburg, dann in Selb und schließlich in der Konzerthalle in Blaibach aufgeführt. Aufgrund des Renommees von Blaibach als Veranstaltungsort für weltbekannte Künstler, sah Mages die eigene Verpflichtung schon als Anerkennung.
Das Programm eröffne die Ouvertüre „Le nozze di Figaro“ vom Wolfang Amadeus Mozart. Ihr werde sich das Klavierkonzert in A-Dur (Köchelverzeichnis 488) mit Alexander Maria Wagner als Solisten, anschließen. Einen weiteren Höhepunkt bilde die 2. Sinfonie in D-Dur, Opus 36, von Ludwig van Beethoven. Mages betonte, Beethoven habe dies auf dem Höhepunkt seiner Depression, wegen des beginnenden Hörverlustes komponiert und werde eher selten aufgeführt.
Karl Stumpfi nahm dies zum Anlass, auf den Beethoven-Zyklus des Kunstvereins mit vielen hochkaratigen Orchestern zu verweisen, der damit praktisch die Mitte überschritten habe. „Ich hoffen, ich erleben den Rest auch noch“, scherzte er. Rosa Schafbauer wies darauf hin, dass der Kartenvorverkauf für das Galakonzert per E-Mail an schafbauerrosa@gmail.com sowie dem Pressenzentrum Kramer in Neunburg, bereits begonnen habe. Peter Wunder wies im Anschluss darauf hin, dass es dem Verein, trotz Kürzungen bei den Zuschüssen und Preissteigerungen, zum Beispiel 500Prozent für die Homepage, wieder gelungen sei, 16 Veranstaltungen für den Kunstherbst aufzunehmen.
Umfangreiches Programm
Den Auftakt bilde am 6. September die „Nacht der offenen Kirchen“ mit Musik, Malereien, und Meditation in Sakralräumen, einschließlich der Spitalkirche. Der 2. Bayerisch-Böhmische Ukulele-Tag, mit Workshop und Konzert in der Fronfeste und im Schlosssaal, finde am 7. September statt. Die Internationale Kunstausstellung „Ahoj 24“ öffne am 20.September mit der Vernissage im Rathausfoyer ihre Tore. „Rabenschwarze Nachtgeschichten“ vermittle Markus Veith am 27. September im Seminarzentrum Untermurnthal. Die evangelische Kirchengemeinde biete am 4. Oktober eine Ausstellung mit Workshop zum Thema „mit dem Mund gemalt“ an.
Das Ovigo-Theater feiere schließlich am 12. Oktober Premiere des Musicals „Spamalot“, dem sich fünf Aufführungen in der Schwarzachtalhalle anschließen werden. Am 31.Oktober lädt der Chor Kontigo zu einem „alternativen Halloween“ in die Friedhofskirche ein.
Am 2. November gastierten die Marienbader Sinfoniker mit dem Requiem in d-moll von Mozart in Neunburg. Das Regensburger Orchester Singrün gastiere am 9. November mit einem US-Amerika-Programm, aus Anlass dessen Jubiläums, beim Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach.
Einen „Abend für Schelmenromane“ liefere Wolfgang Huber am 13. November in der Spitalkirche. „Songs of Love and hate“ laute der Titel eines Liederabends in der evangelischen Versöhnungskirche am 16. November. „Ludwig Thoma & Gospelsongs nenne sich ein Konzertabend im Schlosssaal am 22. November.
Karl Valentin und Gerhard Polt bilden die Grundlagen für einen neuen „blauen Montag“ am 25. November. Der bayerische Comedian Harry G. gastiere mit „Hoam-Stories“ am 4.Dezember erneut in der Schwarzachtalhalle.
Den Schlusspunkt bildet das Weihnachtssingen des Gesangvereins am 22. Dezember im Schlosssaal.