Bodenuntersuchung nach Hochwasser: So steht es um die Regensburger Werftstraße

Die wochenlangen Hochwasser-Arbeiten kommen in Regensburg langsam zu einem Ende: Die Werftstraße ist am Freitagvormittag für den Verkehr freigegeben worden.
Die Aufräumarbeiten und Bodenuntersuchungen seien abgeschlossen, teilte die Stadt am Freitag mit. Die gute Nachricht: „Es wurden keine erheblichen Mängel in der Tragfähigkeit der Straße festgestellt. Auch am Entwässerungskanal liegen keine Schäden vor.“
Am 3. Juni hatte sich die Hochwasserlage in der Werftstraße derart zugespitzt, dass die Stadt die Evakuierung von 200 Menschen anordnete. Als Grund nannte die Stadt damals den Uferboden, in dem die schützenden Spundwände verankert waren: Der Untergrund sei derart aufgeweicht, dass sich die Elemente auch hätten lösen können.
Hochwasser in Regensburg: So geht es in der Werftstraße weiter
Am 7. Juni durften die Anwohner der Werftstraße zurück in ihre Häuser. Für den Verkehr blieb die Straße zunächst gesperrt. Einige Anwohner erhoben indes schwere Vorwürfe gegenüber der Stadt: In einem Brief kritisierten sie, dass der schlechte Zustand der Straße und der Kaimauer seit langem bekannt sei – aber keine ausreichenden Schritte unternommen worden seien.
Derzeit erarbeite die Stadt ein Sanierungskonzept, teilte eine Sprecherin Anfang der Woche mit. Die Planung könnte Ende des Jahres vorliegen. Die Umsetzung sei für 2026 und 2027 geplant. Mit der heutigen Verkehrsfreigabe der Straße können die Anwohner zunächst wieder ein Stück weit zur Normalität zurückkehren.