Nach Großeinsatz am Donauufer in Regensburg: Polizei gibt neue Details bekannt

Ein Großeinsatz am Donauufer in Regensburg zog am Mittwochabend zahlreiche Blicke auf sich: Gegen 20.15 wählte ein Passant den Notruf, weil sie Hilfeschreie aus dem Wasser vernahm. Daraufhin rückten Wasserwacht, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei an. Auch ein Rettungshubschrauber machte sich auf den Weg.
Wie Thomas Hasler, Sprecher der Polizeiinspektion Regensburg Nord, auf Nachfrage sagt, war eine Person von der Steinernen Brücke in die Donau gesprungen. Beobachter am Flussufer bemerkten das und sprangen hinterher, um die Person zu retten, was ihnen recht schnell gelang. Feuerwehr, Rettungsdienst, Wasserwacht und Polizei waren kaum an der Brücke angelangt, da befand sich der Springer bereits wieder an Land. Der Helikopter drehte wieder ab. Laut Hasler gab es keine Verletzten.
Dem Polizeisprecher zufolge springen in der wärmeren Jahreszeit immer wieder Menschen von der Steinernen Brücke in die Donau – was in der Folge auch zu Großeinsätzen führt. Hasler warnt eindringlich vor solchen Sprüngen. „Gerade in dieser Höhe weiß man nicht, was da im Wasser ist.“ Es könnten sich Metallgegenstände, Bäume oder etwas anderes auf dem Grund des Flusses befinden. Dazu komme die tückische Strömung. „Das ist immer brandgefährlich.“
Schrecklicher Vorfall im Jahr 2015
Das bei derlei Sprüngen Lebensgefahr besteht, zeigen Fälle aus der Vergangenheit. So sprang ein 17-Jähriger 2015 von der Steinernen Brücke und wurde abgetrieben. Sein Leichnam wurde erst fünf Tage später gefunden.
Auch ohne Sprung kann die Donau allerdings gefährlich werden. Beinahe auf den Tag genau vor drei Jahren wollte ein 25-Jähriger im Fluss baden gehen. Die Donau riss ihn mit, auch er starb. Seine Leiche wurde vier Tage später in Donaustauf an das Ufer geschwemmt.