Chamer Strandbar hat fulminantes Eröffnungswochenende hinter sich – und eine Sandpanne

Feuertaufe bestanden. Das erste Öffnungswochenende der neuen Chamer Strandbar bei der Stadthalle hatte es mit Public Viewing und heißem Sommerwetter passend zu einer Open-Air-Bar in sich. Durch den „phänomenalen“ Zuspruch fühlen sich die drei Inhaber des „934 Beachbar & Lounge“ so bestätigt mit ihrem Konzept, dass sie nur wenige Tage nach dem Mixen des ersten Cocktails das Lokal erweitern.
„Der Ansturm war gigantisch“, sagt Dominic Ziesler. „Freitag, Samstag und Sonntag waren bis auf den letzten Platz komplett voll.“ Und das will etwas heißen, denn auf Sitzsäcken, Schaukel-Tischen, Strandkörben, Loungemöbeln und Terrassen-Sitzgruppen haben fast 180 Leute auf der Sand-befüllten Oase vor der Stadthalle im Freien Platz. Mit einer neuen Möbellieferung wollen Ziesler und seine beiden Kollegen Patrick Völkel und Jonas Friedl künftig bis zu 250 Gäste inmitten von exotischen Pflanzen und Palmen bewirten. „Eng wird es trotzdem nicht, das verläuft sich so auf dem Gelände, es sind ja fast tausend Quadratmeter Fläche“, sagt Völkel.
Public Viewing kommt an
Für das zweite Deutschlandspiel an diesem Mittwoch war die Bar übrigens ebenfalls schon Anfang der Woche wieder ausgebucht. „Wir wollen zumindest alle deutschen Spiele bei der EM als Public Viewing zeigen“, sagt Ziesler, falls das Wetter es zulässt eventuell auch weitere ausgewählte Spiele anderer Teams.
Inmitten von 60 Tonnen Sand und Urlaubsfeeling können Gäste Cocktails schlürfen und ausgesuchte Weine genießen. „Die Getränke kommen bisher super an, und auch fürs Essen haben wir nur viel Lob bekommen“, sagen die jungen Wirte, die sich mit ihrem innovativen Konzept für die Stadthallen-Gastronomie empfohlen hatten.
Wobei sie auch hier bereits Neues planen. „Wir werden uns gerade jetzt am Anfang langsam an den Geschmack unserer Gäste herantasten und bestimmt noch Veränderungen auf der Karte vornehmen“, sagen sie. Die gute Resonanz auf Essen und Trinken führen sie darauf zurück, „dass wir auf Qualität statt auf Quantität setzen“.
Zum Thema: Palmen, Himmelbetten und 60 Tonnen Sand: Am 14. Juni eröffnet die Strandbar in Cham
Feuerprobe beim FOS/BOS-Ball
Die nächste Feuerprobe steht Ziesler, Völkel und Friedl in wenigen Wochen ins Haus, wenn mit dem FOS/BOS-Ball das erste große Event in der Stadthalle gewuppt werden muss. „Da bin ich aber überhaupt nicht nervös; wir haben bislang alles aus dem Nichts gestemmt, und es hat relativ gut geklappt, wir schaffen das drinnen auch“, sagt Ziesler,.
Ohnehin sieht auch ihr Konzept für das Catering bei Veranstaltungen in der Stadthalle selbst deutliche Veränderungen zum vorherigen Status quo vor. „Es gilt, dass in der ersten halben Stunde auf jeden Fall jeder ein oder zwei Getränke hat. Wir haben das bei 2000 Leuten mit 40 Kellnern bei der Mallorca-Party geschafft, und wir werden 800 Leute bei Stadthallen-Events mit 20 Angestellten und zwei mobilen Theken gleichzeitig schaffen.“
Falscher Sand geliefert
Dass sie krisenfest sind, haben die drei jedenfalls ebenfalls bereits bewiesen. Ausgerechnet kurz vor der Eröffnung wurde der falsche Sand geliefert. „Ich dachte mir gleich, was ist jetzt los“, erinnert sich Ziesler. Der Sattelzug lädt den bestellten Sand ab – und er ist rot. „Das war schon ein Beachsand, aber halt die falsche Farbe“, sagt Friedl. Gottseidank habe der Fahrer schnell auf Zieslers panische Zurufe reagiert und das Abladen gestoppt.
Knapp 400 Kilo Sand mussten wieder weggeschaufelt werden. „Eine Woche später haben wir dann den richtigen Sand bekommen, das war noch locker drin im Zeitplan“, sagt Ziesler.
Wie berichtet, wollen die drei bis etwa Oktober den Außenbereich geöffnet halten, über die Wintermonate wird der Sand eingelagert und der Innenbereich der Bar bleibt geöffnet. „Der kommt bei den Leuten auch gut an, wenn draußen Schluss ist, wechseln bisher die meisten nach drinnen“, freuen sich die drei von der Strandbar.

