Stadt investiert mehrere Millionen Euro für die Lebensqualität ihrer Bürger

Von Jochen Dannenberg · 20. Juni 2024 um 11:00

Die Altstadtsanierung ist in eine weitere große Phase getreten. Abseits der Magistralen der Innenstadt wurde jetzt im Quartier zwischen der Stadtpfarrkirche St. Laurentius und der Herrnstraße mit den Baumaßnahmen begonnen. Dabei gibt es noch weitere gute Nachrichten.

Es geht um ein mehrere Millionen Euro schweres Projekt. Die Grundlage hatte der Stadtrat vor drei Monaten gelegt, als er den Auftrag für die Arbeiten in den vier Quartieren vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Stanglmeier aus Abensberg, das Auftragsvolumen beträgt acht Millionen Euro. Die Summe muss die Stadt nicht allein schultern, es fließen erhebliche Fördermittel aus der Städtebauförderung. Bürgermeister Thomas Memmel rechnet mit Zuschüssen von über 60 Prozent.

Im einzelnen geht es bei der weiteren Altstadtsanierung vor allem um die Dr. Balster-Straße, die Rentamtstraße, die Pfarrstraße mit der Rambaldi-Straße und die Löwengrube. „Die Arbeiten sollen bis Ende 2025 fertiggestellt sein“, sagte Bürgermeister Thomas Memmel nach der Sitzung des Stadtrats. Memmel ist überzeugt, dass die Kommune von dem Projekt deutlich profitieren werde. „Dann haben wir eine schöne Innenstadt“, betonte er.

Neue Leitungen verlegt

Ende Mai begannen die Bauarbeiten im Viertel zwischen Pfarrkirche und Herrnstraße. Die Straßen wurden aufgerissen, neue Leitungen und Rohre verlegt. Es wird eine neue Kanalisation und die Leerrohre für die künftige Breitbandversorgung verlegt.

Die starken Regenfälle Anfang Juni erschwerten die Arbeiten, sorgten aber nicht für einen Verzug, erklärte Andrea Holzapfel, Abteilungsleiterin Kultur, Tourismus und Bildung auf Anfrage dieser Zeitung.

Andrea Holzapfel ist zudem überzeugt, dass die Bauarbeiten sich nicht negativ auf das Stadtfest am zweiten Juliwochenende auswirken. Das Hauptgeschehen des beliebten Festes, zu dem viele Tausend Besucher und Besucherinnen erwartet werden, finde in einiger Entfernung rund um das Rathaus statt. Und was mögliche „späte“ Festbesucher angeht, die zu Fuß nach Hause streben, bestehe keine größere Unfallgefahr, da die Baugruben bis dahin wieder geschlossen sein dürften.

Wichtig sind dem Bürgermeister bei der Innenstadtsanierung mehrere Faktoren – zum Beispiel, dass die Straßen in den Quartieren Spielstraßen werden. Autofahrer dürfte das nicht vor all zu hohe Herausforderungen stellen, handelt es sich doch bei den Verkehrsflächen in den Quartieren um ausgesprochene Nebenstraßen, in denen schnelles Fahren mit Autos ohnehin kaum möglich ist.

Parkplätze bleiben

Gleichzeitig ist der Bürgermeister froh, dass durch die Sanierung keine Parkplätze verschwinden. „Wir haben erreicht, dass wir alle Parkplätze wieder unterbringen“, sagte Memmel gegenüber dieser Zeitung. Wichtig ist dem Stadtrat dies auch unter dem Aspekt, dass mehr Grün in die Stadt kommen soll. Bäume sollen Schatten spenden und als Wasserspeicher dienen. Alle Faktoren zusammen sollen die Lebensqualität in der Altstadt spürbar erhöhen.

Auch der Straßenbelag wird erneuert. Es wird Flossenbürger Granit verbaut. Die Wahl des Materials ist eine Konsequenz aus den Erfahrungen mit dem Natursteinpflaster, das bisher in der Innenstadt verlegt wurde. Die Entscheidung für das Pflaster aus der Oberpfalz beruht auf einem Beschluss des Stadtrats im Herbst 2022. Danach sollte bei künftigen Maßnahmen in der Innenstadt der langlebige Granit aus Flossenbürg verwendet werden.

Die Altstadtsanierung startete übrigens vor zehn Jahren, im Frühjahr 2014. Der Umbau begann beim Stadtquartier rund um die Pfarrkirche. Ein Jahr danach ging es auf der Seite des Rathauses mit den Arbeiten weiter.

Die Dr.-Balster-Straße ist eine einzige Baustelle. Foto: Dannenberg
Anlieger brauchen in diesen Wochen Geduld, wenn sie ihr Haus erreichen wollen. Foto: Dannenberg