Bei Brand beschädigtes Haus im Außenbereich von Sittling darf wieder aufgebaut werden

In der Neustadt a.d. Donau gibt es Überlegungen, die touristische Infrastruktur im Ortsteil Eining auszubauen. Nicht alle Einwohner sind davon begeistert.
Laut Bürgermeister Thomas Memmel (CSU) hat der Bauausschuss die Parksituation an der Bootsanlagestelle bereits zweimal behandelt. Angedacht war, dort weitere Stellplätze für Autos zu bauen. Das Gremium hat jetzt beschlossen, davon abzusehen. Bei Gesprächen hätten Anwohner klargemacht, dass sie dies nicht wollen. Memmel betonte, gegen deren Willen nicht zu handeln.
Sowohl in der Bürgerversammlung im Frühjahr als auch aus den Reihen der Mitglieder des Gremiums gibt es Alternativvorschläge. So solle der Parkplatz beim Kastell besser beschildert werden und auch der Weg zur Bootsanlegestelle und zur Fähre. Eventuell könne man an der sogenannten Panzerstraße Parkmöglichkeiten schaffen. Memmel und Gremiumsmitglied Bernhard Rieger (SPD) können sich aber nicht vorstellen, dass hier das Wasserwirtschaftsamt zustimme. Keine Diskussion gab es im Gremium beim Thema neue Stromleitung zum Umspannwerk Neustadt a. d. Donau. Die Kommune war im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zu einer Stellungnahme aufgerufen. Man beschloss: „Eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange ist nicht erkennbar.“ Der Ersatzneubau der bestehenden Trasse ist laut Memmel nur zu begrüßen. Mit ihr sei die Energieversorgung der Industrie gewährleistet.
Neue Leitung ist erwünscht
Geplant ist laut Sitzungsunterlagen die 110-Kilovolt-Leitung, die seit 1963 die Leitung von Ingolstadt nach Sittling mit dem Umspannwerk verbindet, zu erneuern. Die bisherigen Masten sollen durch höhere ersetzt werden. Die neue Leitung solle den prognostizierten Leistungsbedarf decken und den Schutz von Personen und Objekten im Leitungsbereich verbessern.
Das Gremium hatte darüber hinaus zahlreiche Bauanträge und Vorbescheide abzuarbeiten. Im September brannte im Ortsteil Sittling ein Wohnhaus im Außenbereich, auf dem laut Anna-Lena Dichtl vom Bauamt eigentlich kein Neubau erlaubt wäre. In einem Brandfall gebe es im Gesetz aber die Regelung, dass ein Haus wiederaufgebaut werden darf, sofern es Form und Maße des Abgebrannten habe.
Jetzt lag ein Bauantrag der Eigentümer vor, der laut Dichtl diese Voraussetzung nicht erfüllt. Deshalb wurde dem Antrag nicht zugestimmt. Grundsätzlich gab es aber niemanden, der gegen einen Wiederaufbau wäre.
Im Schwaigfeldring soll laut Dichtl öffentlich geförderter Wohnraum entstehen. Dichtl sprach von einem Gebäude mit fünf Vollgeschossen mit 40 Wohneinheiten. Von der Form her passe es sich in die Umgebung ein. Allerdings verlange man seitens der Stadt mindestens 48 Stellplätze, wogegen der Antragsteller der Meinung sei, auch weniger seien möglich. Das Gremium stimmte unter der Bedingung, die Stellplatzzahl wird eingehalten, zu.
Landwirte bauen
In Hienheim stehen zwei landwirtschaftliche Bauvorhaben in der Kelheimer Straße an. Ein Landwirt will einen neuen Rinderstall errichten. Man war sich einig, dass dies an der Stelle möglich sei, denn der Betrieb müsse sich entwickeln können. Sozusagen auf der gegenüberliegenden Straßenseite will an anderer Landwirt in eine bestehende Hackschnitzelheizung eine Getreide- und Körnertrocknung einbauen.
Bei zwei Wohnbauprojekten im Eining und in Neustadt werden laut Dichtl die Vorgaben im Bebauungsplan in Sachen Geschosszahl und Wandhöhe nicht eingehalten. Das seien aber zwei Punkte, bei denen man keine Ausnahmen beschließen sollte. So war es denn auch. Mit den Bauwerbern solle nun über Alternativen gesprochen werden, denn vom Grundsatz her habe man nichts gegen diese Vorhaben.
