Outdoor-Café Freiluft in Bad Kötzting eröffnet: Betreiberin wagt sich auf unbekanntes Terrain

Die Pfingstrittstadt ist seit Anfang Juni um eine gastronomische Attraktion reicher. Ganz still und leise im Schatten des Pfingsttrubels hat das Outdoor-Café Freiluft am Alten Rathaus in der Marktstraße am 1. Juni neu eröffnet. Für die Gastrolandschaft Bad Kötztings, aber auch für Betreiberin Tanja Männicke selbst, ist das Konzept der reinen Outdoor-Bewirtung Neuland.
Mit dem Gedanken, sich in der Gastronomie selbstständig zu machen, hat Männicke schon länger gespielt. „Ich wollte eigentlich schon immer etwas in Richtung Café verwirklichen und etwas anbieten, das es sonst nicht so oft gibt“, begründet die gelernte Bürokauffrau mit langjähriger Erfahrung in der Gastronomie ihre Entscheidung für das andersartige Konzept, das zumindest in den größeren Städten fest bereits etabliert ist. Für Männicke sei für ihr Vorhaben vor allem der richtige Standort wichtig gewesen.
Beim Alten Rathaus in der Marktstraße wurde die gebürtige Wallersdorferin, die mittlerweile in Hohenwarth wohnt, schließlich fündig. „Ende März habe ich mir die Location angesehen. Von da an ging es dann relativ schnell“, erzählt sie. Ein großer Pluspunkt sei gewesen, dass die Stadt zuvor die Räumlichkeiten für Küche und Lager umfangreich saniert hatte.
Kurzfristig entschieden
Großen Wert legt Männicke auf die Gestaltung der Speisekarte. „Mir war wichtig, den Gästen etwas anderes anzubieten“, sagt sie. Das Hauptaugenmerk liege auf gesunden Alternativen – unabhängig davon, ob die angebotenen Gerichte mit Fleisch, vegetarisch oder vegan sind.
Großen Raum möchte die Gastronomin künftig der ersten Mahlzeit des Tages geben. „Ich gehe selbst sehr gerne zum Frühstücken und weiß daher, wie schwer es manchmal ist, dafür in der Stadt spontan ein Lokal zu finden“, erklärt sie. Daneben soll es künftig auch ein Wochengericht und am Nachmittag schwerpunktmäßig Kaffee und Kuchen geben. „Es ist für jeden etwas dabei“, ist sie überzeugt. Was Tanja Männicke bei allen angebotenen Speisen sehr am Herzen liegt: „Das Auge soll mitessen“. Insofern soll alleine die Optik ihrer Gerichte für die Gäste ein Genuss sein.
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Und wie ist nach gut einem Monat das Fazit der Freiluft-Gastronomin? „Obwohl wir bisher so gut wie keine Werbung gemacht haben, wird das Konzept gut angenommen“, freut sie sich. Viele ihrer Gäste seien froh darüber, mittags mal eben einen Snack serviert zu bekommen.
So angenehm das Frühstück bei lauer Sommerluft auch schmeckt, hat sich Männicke auch schon Gedanken darüber gemacht, was passiert, sobald die Temperaturen sinken. Ihr aktueller Plan: „Wir haben vor, bis Ende Dezember offen zu haben, um den Christkindlmarkt noch mitzunehmen“, sagt sie.
Pläne für die kalte Jahreszeit
Dann sollen Heizpilze und Decken zum Einsatz kommen. Außerdem wolle sie dann auch die Karte mit Gerichten, wie man sie von den Christkindlmärkten kennt – wie etwa Gulaschsuppe – etwas der Jahreszeit anpassen. Nach einer kurzen Pause wolle sie schon im Februar wieder öffnen. Parallel zu den niedrigeren Temperaturen möchte Männicke verstärkt Snacks zum Mitnehmen anbieten.
Bevor aber der Herbst in den Startlöchern steht, möchte Tanja Männicke mit ihrem elfköpfigen Team zunächst einmal richtig ihren Einstand feiern. Für den 29. Juni hat sie eine kleine Eröffnungsfeier geplant. Spätestens dann dürfte Tanja Männicke mit ihrem Team fest in der Kötztinger Gastroszene angekommen sein.
Sitzgelegenheiten am Alten Rathaus
Marktstraße: In exponierter Lage reihen sich seit Anfang Juni die Holztische mit dem markanten Logo aus weiß und lila um den Pfingstreiterbrunnen am Alten Rathaus. Mit ihrem Konzept der Freiluftgastronomie den angebotenen Speisen möchte Betreiberin Tanja Männicke inmitten der Kötztinger Innenstadt eine Lücke schließen.
Innenhof: Was viele der Passanten bislang noch nicht entdeckt haben, ist laut Männicke der verborgene Innenhof, den ihre Mitarbeiter zusätzlich zu den Tischen an der Marktstraße bewirtschaften. „Gerade im Innenhof frühstücken viele Gäste gerne, weil vor allem morgens hier die Sonne angenehm scheint“, sagt sie.




