Abbrucharbeiten dauern an: Vom alten Parkhaus in Bad Kötzting ist fast nichts mehr übrig

Von Stefan Weber · 17. Juni 2024 um 05:00

Seit rund sechs Wochen wird das zum Abbruch freigegebene Parkhaus in der Innenstadt von Bad Kötzting im Landkreis Cham bereits dem Erdboden gleichgemacht. Bislang hat es keine größeren Probleme dabei gegeben, freut sich Stadtbauamtsleiter Christian Kopf, allerdings verzögert sich der Abbruch um rund zwei Wochen.

Grund der Verzögerung: Das Brechen des Materials muss vor Ort geschehen: Zu diesem Schritt hatte sich die Stadt entschlossen, da das Material ansonsten in Kilometer entfernte Deponien hätte gefahren werden müssen. Obwohl befürchtet worden war, dass das Brechen vor Ort zu hoher Lärmbelastung führen könnte, blieb die bislang aus, was aber gleichzeitig auch der Grund für die Verzögerung ist.

Die reine Platznot vor Ort

Aus reiner Platznot sei bislang nämlich nur kleines Gerät zum Brechen zum Einsatz gekommen, weiß Kopf. Das sei zwar lärmmäßig nicht aufgefallen, habe aber Zeit gekostet. Ursprünglich sei geplant gewesen, Parkhaus und das von der Stadt gekaufte oberhalb liegende Wohnhaus komplett abzureißen und dann mit großem Gerät zu brechen, doch das sei nicht möglich gewesen.

Darum werden die Erdarbeiten, die erst in dieser Woche vergeben werden konnten und mit rund 740 000 Euro günstiger als erwartet ausgefallen seien, nicht wie geplant Anfang, sondern erst Mitte Juli beginnen können. Preislich und auch mit Blick auf den Zeitplan werde das aber wohl keine Auswirkungen auf die Gesamtmaßnahme haben.

In die Karten habe den Firmen in den vergangenen Wochen auch das Wetter gespielt: Feucht und kühl sei auch mit Blick auf die Staubentwicklung besser als ein trockener und heißer Frühling gewesen. Ein Drittel der Brech-Arbeiten seien aber immerhin schon erledigt, schätzt er.

„Schwimmender Übergang“

In dieser Woche werden erst einmal die für die Arbeit auf der Baustelle notwendigen kleineren Abbruch-Arbeiten an dem unterhalb liegenden Gebäude vorbereitet, bevor in der kommenden Woche auch das oberhalb liegende Wohn- und Geschäftshaus abgerissen werden wird. Das hatte die Stadt zugekauft, um mehr Platz für den Neubau zu erhalten. Das dabei anfallende Material werde dann wohl an vier Tagen mit großem Gerät gebrochen werden, dann seien die Arbeiten mit großer Lärmbelastung auch schon vorbei. Zwischen Mitte und Ende Juli werde es dann einen „schwimmenden Übergang“ vom Abbruch zu den Erdbauarbeiten geben.

Straße wird teilweise gesperrt

Innenstadt: Vor allem, um Gefährdungen für den Straßenverkehr zu verhindern, wird ab Montag, 17. Juni, das Teilstück der Gehringstraße zwischen Schirn- und Metzstraße für den Verkehr (Anwohner ausgenommen) komplett gesperrt werden. Außerdem werden Teile aller drei Straßen zum Parken nur noch für Anwohner freigegeben. Rund 45 Parkausweise hat die Stadt für diese bereits ausgestellt – wer noch einen benötigt, kann sich immer noch melden. Genug Plätze, damit alle Fahrzeuge gleichzeitig parken können, werde es nicht geben, schätzt Bauamtsleiter Christian Kopf. Man hoffe, dass nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig parken und sich die Situation so von selbst lösen werde.

Dauer: Während der Wochenenden werde versucht, das Teilstück in der Gehringstraße jeweils wieder freizugeben. Die Sperrungen werden aber wohl bis zum Beginn der Erdbauarbeiten bis Mitte oder Ende Juli, also rund vier Wochen, dauern. Damit beginnt dann auch schon der Aufbau des neuen Parkhauses mit Park und Bibliothek.

Ab hier dürfen in der Gehringstraße nur noch Anwohner parken.
Nun wird am grünen Gebäude gearbeitet, nächste Woche das oben liegende abgerissen.
Das sind die Überreste des Parkhauses, die auf einer privaten Fläche am Kurpark zwischengelagert werden.