Heimspiel in Cham: 8000 Menschen bereiten Leony beim Fresh-Festival eine große Bühne

Von David Salimi · 16. Juni 2024 um 19:00

„Weilst da Wahnsinn bist fia mi“ oder „Leony, wir lieben dich!“ war auf selbstgestalteten Plakaten zu lesen, die aus der Menge heraus in die Höhe ragten. Tausende von Fans versammelten sich am Samstag auf dem Volksfestplatz, um der Chamer Lokalmatadorin bei ihrem Heimspiel die Ehre zu geben.

Insgesamt gut 8000 Zuschauer sind laut Markus Putz von Bayern 3 am Samstag nach Cham gekommen, um zunächst nachmittags bei bestem Wetter über das Gelände zu schlendern und den beiden weiteren Acts, dem Münchner Musiker Ennio und der aus Passau stammenden Band Lonely Spring, zu lauschen. Bereits um 16 Uhr durften ausgewählte Gewinner Leony bei einem Meet and Greet hinter der Bühne treffen.

Kind auf die Bühne geholt

Spätestens bis zum Aufritt von Leony um 20.30 Uhr war der Bereich um die Hauptbühne gut gefüllt. Bereits zu Beginn ihres Konzertes bekundete die gebürtige Chamerin ihre große Freude darüber, erstmals in der Heimat vor so großem Publikum auf der Bühne zu stehen. Neben Jugendlichen, die dicht aneinandergedrängt hinter dem Absperrzaun ihrem Idol entgegenjubelten, tanzten Eltern mit ihren Kindern in der Menge zu Dauerbrennern wie „Remedy“, „I Can Feel“ oder „Crazy Love“. Mit im Gepäck hatte sie auch „Fire“, den offiziellen Song zur Fußball-EM 2024.

Mittlerweile ganz Profi heizte Leony zwischendurch immer wieder dem Publikum ein. Höhepunkt ihrer Showeinlage dürfte wohl gewesen sein, als sie die kleine Lena aus dem Publikum spontan zu sich auf die Bühne holte, um gemeinsam mit ihr am Klavier die bayerische Abwandlung von „Remedy“ zu singen. Gut eineinhalb Stunden brachte Leony ihr Publikum mit weiteren Songs aus ihrem aktuellen Album, gemischt mit Dauerbrennern, zum Singen und Tanzen.

Zwischendurch ließ sie ihren Werdegang kurz Revue passieren. Sie erinnerte sich gemeinsam mit dem Publikum an die Anfänge ihrer Karriere, berichtete von ersten Niederschlägen auf dem Weg zum Star und auch von kritischen Stimmen während ihrer Jugend hinsichtlich ihres Traumes von der großen Bühne. „Glaubt an euch“, gab sie ihren Fans schließlich mit auf den Weg, bis sie sich nach der obligatorischen Zugabe wieder von ihrem Publikum verabschiedete.

Organisatoren ziehen Fazit

Die Verantwortlichen der Stadt Cham sind rundum zufrieden mit dem Verlauf des Festivals. „Beide Tage sind absolut störungsfrei und reibungslos verlaufen“, sagt Sandra Ofenbeck. Besonders erfreulich sei, dass das Wetter sowohl am Freitag beim Public Viewing als auch beim Konzert am Samstag hervorragend war. Zudem haben die Besucherzahlen den Erwartungen der Veranstalter absolut entsprochen. „Wir waren sehr überrascht, dass schon beim Einlass auf das Gelände um 15.30 Uhr so viele Leute vor den Eingangstoren gestanden sind“, so die Mitorganisatorin.

Wie bei Veranstaltungen dieser Art generell üblich, habe sich der Platz bis in die Abendstunden immer mehr gefüllt. „Nachmittags hatte die Veranstaltung eher einen Familienfestcharakter“, so Ofenbeck, die vor allem die bunt gemischte Zusammensetzung der Gäste aus Jung und Alt als besonders angenehm empfunden hat. Als vorteilhaft bewertet Ofenbeck die Platzierung der Sitzbänke im vorderen Teil des Festivalgeländes Richtung Rachelstraße. Dadurch habe es auch einen etwas ruhigeren Bereich gegeben für Leute, die das Konzertgeschehen lieber von der Ferne aus betrachten wollten.

Durchweg positiv seien zudem die Rückmeldungen der teilnehmenden Gastronomen gewesen. An den Rändern des Volksfestplatzes konnten sich die Gäste an beiden Tagen mit Pizzen, Bratwurstsemmeln, Eis, Crêpes und alkoholischen wie alkoholfreien Getränken versorgen.

Wiederholung geplant?

Ob es eine Veranstaltung dieser Art künftig wieder in Cham geben wird, das wird derzeit noch offengelassen. „Zumindest wenn es nach den Menschen geht, die am Freitag und Samstag da waren, dann wohl am besten schon morgen“, sagt Ofenbeck mit einem Lachen und weist daraufhin, dass die Stadt auch in der Vergangenheit alle ein bis zwei Jahre größere Veranstaltungen für die Bevölkerung auf die Beine gestellt hat. Dennoch kann sie zum jetzigen Zeitpunkt schon so viel verraten: „Ich gehe davon aus, dass das nicht die letzte Veranstaltung dieser Art war“.

Die Fanszückten ihre Handys, um das Erlebnis für die Ewigkeit festzuhalten.
Dicht an dicht drängten sich die jungen Fans vor der Bühne. Foto: David Salimi
Leony stand gemeinsam mit ihren Tänzerinnen auf der Bühne.
Gut eineinhalb Stunden heizte Leony dem Publikum ein.
Der Song „Simple Life“ durfte am Samstag nicht fehlen.
Spätestens beim Hauptact in den Abendstunden war der Volksfestplatz gut gefüllt.
Gut 8000 Menschen besuchten am Samstag das Festival in Cham. Foto: David Salimi
Bürgermeister Martin Stoiber begrüßte die Gäste.
Rund 8000 Besucher fanden am Samstag ihren Weg nach Cham.
Mit Plakaten warteten die Fans auf den Auftritt ihres Idols.
Mit Plakaten warteten die Fans auf den Auftritt ihres Idols.
Leony stand gemeinsam mit ihren Tänzerinnen auf der Bühne. Foto: David Salimi
Leony stand gemeinsam mit ihren Tänzerinnen auf der Bühne. Foto: David Salimi
Bürgermeister Martin Stoiber begrüßte das Publikum.
Gut 8000 Menschen besuchten am Samstag das Festival in Cham.
Rund eineinhalb Stunden dauerte Leonys Bühnenprogramm.
Auf dem Programm standen Dauerbrenner wie „Remedy“, „I Can Feel“ oder „Crazy Love“.
Mit Plakaten warteten die Fans auf den Auftritt ihres Idols.