1,8 Hektar voller Erdbeeren: Landwirt Schön hat die Fläche seines Felds in Rasch verdreifacht

Von Werner Sturm · 11. Juni 2024 um 18:00

Körbeweise werden in Rasch Erdbeeren gepflückt. Foto: W. Sturm

Die Erdbeer-Saison ist im vollen Gang. Auf dem Erdbeerfeld der Familie Schön aus Rasch sind daher derzeit zahlreiche Pflückerinnen und Pflücker unterwegs, um die roten Früchte zu ernten. Aber keine Bange – wie Betriebsinhaber Konrad Schön sagt, ist genügend für alle da. Auch bei großer Nachfrage werde der Vorrat an den süßen Früchten in den nächsten Wochen nicht abreißen.

Seit vielen Jahrzehnten führt die Familie Schön aus Rasch in der Gemeinde Breitenbrunn einen landwirtschaftlichen Betrieb. Auf der Suche nach einer zusätzlichen Einnahmequelle beziehungsweise einem weiteren Standbein neben der Milchviehhaltung, der Feldbewirtschaftung und der Aufzucht von Masthähnchen, entstand die Idee, ein Erdbeerfeld anzulegen.

Neben der Staatsstraße 2234 von Parsberg nach Breitenbrunn, zwischen den Abzweigungen Winn und Rasch, wurde die Idee vor fünf Jahren in die Tat umgesetzt. Dazu wurden auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmeter an einem sonnigen Standort, Erdbeerpflanzen in den Boden gebracht. Ein Jahr später konnten die ersten Früchte geerntet werden. Ein sonniger Standort ist sehr wichtig, sagt Konrad Schön. „Je mehr Sonne die Pflänzchen bekommen, umso süßer werden die Früchte.“

Schon vor Fronleichnam reife Früchte

Schön hat vor rund drei Jahrzehnten zusammen mit seiner Frau Christine den elterlichen Betrieb in Rasch übernommen. Unterstützt werden die beiden von den Söhnen Maximilian, einem ausgebildeten Agrar-Betriebswirt, der zwischenzeitlich in das Unternehmen eingestiegen ist, sowie von Jonas, der einen Master-Abschluss in Agrarwissenschaft hat.

Heute, vier Jahre nachdem die ersten Erdbeeren auf dem Feld der Familie Schön gepflückt werden konnten, erstrecken sich die Erdbeerfelder über eine Gesamtfläche von rund 1,8 Hektar. „Schon eine Woche vor Fronleichnam waren heuer die ersten Erdbeeren reif“, erzählt Maximilian Schön. Einerseits sei dies den passenden Witterungsverhältnissen geschuldet gewesen, andererseits habe die Verfrühung von mehreren Reihen durch das Abdecken mit Vlies dazu beigetragen. „Jedenfalls haben wir jetzt ganz viele reife Erdbeeren.“

Dass es jede Menge Erdbeeren und damit einhergehend auch viele Pflückerinnen und Pflücker gibt, konnte man Anfang der Woche erleben – Christine Schön hatte im Kassenhäuschen alle Hände voll zu tun. Schüssel- und körbeweise decken sich die Menschen hier täglich mit Erdbeeren ein. Für Landwirt Konrad Schön ist das keine Überraschung: „Frisch gepflückte Erdbeeren duften und schmecken einfach aromatischer als die aus dem Supermarkt“, sagt er.

Mehr Vitamin C als in Zitronen

Selbst gepflückte Erdbeeren vom Feld zu holen bedeute quasi auch, den Sommer und viele Vitamine nach Hause zu bringen. Denn Erdbeeren enthalten pro 100 Gramm mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Eine kleine Schale mit 150 Gramm Erdbeeren decke bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Bei den Vitaminen sind weiterhin Folsäure, Vitamin B1 und Vitamin K erwähnenswert. Bei den Mineralstoffen treten vor allem Zink, Kupfer und Mangan hervor. Mit etwa 32 Kalorien pro 100 Gramm sind Erdbeeren darüber hinaus sehr energiearm.

Geöffnet ist das Erdbeerfeld von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr, am Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr.