Treffpunkt jetzt fertiggestellt: Wetterfeld ist bereit fürs Rendezvous im Dorf

Von Christoph Klöckner · 11. Juni 2024 um 05:00

Es habe etwas „Schmunzeln“ der Wetterfelder über das Projekt gegeben, so drückte es Bürgermeisterin Alexandra Riedl aus. Die Wetterfelder hätten sich wohl etwas anderes vorgestellt als das, was sie am Montag mit Wetterfelds Stadtrat Alexander Luger und Bauhof-Chef Johann Spagl präsentierte.

Auf dem Plan des Straßenbauamts sei es anders dargestellt gewesen, sagte sie zur Erklärung – ähnlich einem Erdhaufen mit Mikadospiel dabei. Wohl auch, weil es als „Kunst am Bau“ deklariert wurde, denn das Rendezvous Wetterfeld ist eine Zugabe zum Bau der Bundesstraße 85 und dem Tunnel durch den Ort.

Die Arbeiten für den Wetterfelder Tunnel starteten 2012, die Einweihung war am 26. Oktober 2016. Das rund 3,2 Kilometer lange Teilstück hat insgesamt etwa 42 Millionen Euro gekostet.Herzstück der Ausbaustrecke ist ein 430 Meter langes Tragbauwerk mit dem 180 Meter langen Tunnel.

Doch nun ist statt des Erdhaufens mit übergroßen Mikadostäben ein durchaus ansehnlicher Treffpunkt herausgekommen – mit Sitzplätzen, einer Überdachung durch ein Segel und einer Zeitleiste – dem „Zeitstrahl“ – zur Entstehung des Ortes Wetterfeld bis in die heutige Zeit. Die Zeitleiste wie die Planung für den Treffpunkt hatte Architekt Florian Brunner inne.

Zuletzt sei die Anlage jedoch von den Wetterfeldern bei einer Bürgerversammlung als unordentlich beschrieben worden, erklärte Bürgermeisterin Alexandra Riedl die Beweggründe, warum hier noch einmal von der Stadt nachgebessert worden sei. Neben und um den Bau sei Schotter verteilt gewesen, wo bereits Gras durchgewachsen sei: „Es sah tatsächlich etwas unordentlich aus!“

Nun sei der Bereich gepflastern und damit fertiggestellt worden. Es ergebe sich nun ein komplettes Bild, auch mit dem Segel als Dach und den Sitzgelegenheiten. Sie danke den Bürgern für die Anregungen zur Verbesserung und dem Bauhof wie der ausführenden Pflasterfirma für die Umsetzung. Insgesamt habe die Fertigstellung 5000 Euro gekostet, so die Bürgermeisterin. Durch die Beteiligung des Bauhofs seien die Kosten niedrig geblieben.