Vom Geschäftshaus bis zur neuen Brücke: Förderung half bei zahlreichen Projekten

Von Oliver Hausladen · 10. Juni 2024 um 11:00

Vieles ist in den vergangenen Jahren im Rahmen des Interkommunalen Entwicklungskonzepts in Roding realisiert worden, einiges davon schaute sich eine Delegation der Arge Regental am Donnerstagnachmittag an. „Wir wollen zeigen, was alles schon gemacht wurde“, erläuterte Bürgermeisterin Alexandra Riedl bei der Tour, bei der Nathalie Weber von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) und Michael Schmitt von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) auch die Ziele und Fördermöglichkeiten innerhalb der Arge Regental, zu der neben Roding auch Walderbach, Reichenbach und Nittenau gehören, aufzeigten.

Bereits seit 20 Jahren begleite sie die Projekte in Roding, erläuterte Weber. Ganz verschiedene Dinge hätten in der Stadt auch mit Hilfe der Fördergelder schon realisiert werden können, berichtete sie, auch wenn nie alle gesteckten Ziele erreicht werden könnten.

Neue Herausforderungen

Nach zwölf Jahren, in denen das Entwicklungskonzept zuletzt aufgestellt wurde, gelte es nun, eine Bilanz zu ziehen und das Projekt fortzuschreiben, erklärte Schmitt. Dabei sei es wichtig, auf neue Herausforderungen einzugehen, etwa, dass immer mehr im Internet und weniger im stationären Handel gekauft würde. Auch die Digitalisierung und die demografische Entwicklung mit einer Gesellschaft, die immer älter werde, gelte es für die Kommunen zu berücksichtigen. Eine weitere große Aufgabe sei der Klimawandel, wie erst das jüngste Hochwasser wieder deutlich gezeigt habe.

Dass Roding dabei glimpflich davongekommen ist, zeigte sich beim Rundgang am Esper. Dank des komplexen Hochwasserschutzes mit Tor, Mauer und, wenn nötig, mobilen Elementen sei Roding nun gut geschützt, auch wenn dies auf der Mitterdorfer Seite anders aussehe, wo die geplanten Projekte auf unbestimmte Zeit verschoben wurden.

Besichtigt wurden auch die Flussbühne, die mit Geldern aus dem Förderprogramm „Innenstädte erlebbar machen“ bezuschusst wurde, und die neue Geh- und Radwegbrücke von Roding nach Mitterdorf, welche die Delegation, die neben Weber, Schmitt und Riedl aus Bürgermeistern und Gemeinderäten der anderen beteiligten Kommunen sowie Bürgern bestand, entgegen der vorherigen Planungen doch betreten konnte, weil das Hochwasser zurückgegangen war.

Aus ehemaligen Geschäften wird Wohnraum

Vorher wurden schon einige Maßnahmen in der Innenstadt besichtigt. Weber wies dabei unter anderem auf die gelungenen Sanierungen des Hotel-Gasthofs Brantl und des Antiquitätengeschäfts Thomassek, das aus zwei verschiedenen Töpfen gefördert wurde, hin.

Hinsichtlich der Leerstände in manchen Geschäftsgebäuden sagte Bürgermeisterin Alexandra Riedl, dass es trotz großer Bemühungen von Seiten der Kommune oft nicht möglich sei, diese wieder geschäftlich zu vermieten, das Kaufverhalten sei zu sehr ins Internet gewandert. Auch die Händler beim Pop-up-Store am Oberen Markt in der Vorweihnachtszeit hätten sich trotz des vielen Lobes für die Aktion nicht bereiterklärt, als dauerhafte Mieter einzuziehen.

Zwei von drei Leerständen im Innenstadt-Bereich würden deshalb nun zu Wohnraum umgebaut, der stark nachgefragt werde. „Alles ist besser als Leerstand“, sagte Weber in diesem Zusammenhang, auch Wohnraum sorge auch für eine Belebung der Innenstadt.

Möglichkeiten aufzeigen

Weiter angeschaut wurde unter anderem das ehemalige Modehaus Wittmann, wo sowohl Außen- als auch Innensanierung gefördert wurden. Auch die Sanierung der Stadt-Apotheke gegenüber sei in den Genuss von Fördergeldern gekommen.

„Die Kommune kann privaten Besitzern die Fördermöglichkeiten aber nur aufzeigen“, erläuterte Riedl, wenn diese dann nicht wollten, etwa weil es ihnen zu teuer oder zu viel Aufwand ist, seien der Stadt auch die Hände gebunden.

In Roding habe sich aber in diesem Bereich in den vergangenen Jahren viel getan, wie beim Rundgang deutlich wurde, bevor die Delegation mit dem Bus weiter nach Walderbach, Reichenbach und Nittenau reiste, um sich auch dort geförderte Projekte anzuschauen.

Am Oberen Markt fanden sich mehrere Beispiele für gelungene Sanierungen von Gebäuden.
Auch in die Sanierung der Stadt-Apotheke sind Fördergelder geflossen.