Zwei neue Einkaufszentren in Roding geplant: Wann geht’s los?

Im Herbst hat der Stadtrat die Weichen für zwei neue Einkaufszentren gestellt. Fahrt aufgenommen scheinen die beiden Projekte aber noch nicht so richtig zu haben. Denn weder auf dem Areal vor den Toren Rodings noch auf dem ehemaligen Firmengelände von Ritz-Atro hat sich seitdem etwas bewegt. Wie ist der Planungsstand?
Bürgermeisterin Alexandra Riedl berichtet , dass die Gespräche laufen, die Umsetzung aber größtenteils von Investoren und Unternehmen abhänge.
An der „Kagerstraße Nord“sollen sich ein Möbelfachmarkt, ein Baumarkt, ein Fast-Food-Restaurant und eine Bar/Disco ansiedeln. Dafür hat der Stadtrat das Areal, das im Osten direkt an der B85 liegt, im vergangenen Jahr von einem Gewerbegebiet in ein Sondergebiet umgewandelt. Dieses Grundstück gehört laut Bürgermeisterin der Stadt. Der Bebauungsplan geht jetzt in die zweite Auslegung. Eingeplant wurde dort auch eine weitere Zufahrt.
Für einen Möbelfachmarkt – bekanntlich soll Mömax nach Roding kommen – stehen 6000 Quadratmeter für das Kernsortiment sowie 800 Quadratmeter für das Randsortiment zur Verfügung. Zudem soll sich dort der Baudiscounter Baudi, dessen nächstgelegene Filiale sich in Neunburg vorm Wald befindet, auf einer Fläche von maximal 2000 Quadratmetern ansiedeln. Zum Ziel hat sich die Stadt laut Riedl ferner gemacht, dass dort eine Bar/Disco sowie ein Schnellrestaurant eröffnen.
Stadt macht Hausaufgaben
Zum Zeitplan will sich die Bürgermeisterin nicht näher äußern. Sie versichert jedoch, dass die Stadt Zug um Zug die Voraussetzungen schafft, damit dort gebaut werden kann. Die Stadt mache auf der einen Seite Verträge mit den Unternehmen, auf der anderen Seite seien aber auch Investoren im Spiel, so Riedl.
Großflächiger Einzelhandel kann sich außerdem auf derIndustriebrache „Am Mußkönig“ansiedeln. Seine Zustimmung dafür gab der Stadtrat bereits im März 2021. Doch auf dem Gelände stehen immer noch die Hallen der früheren Firma Ritz-Atro. Anders als vor den Toren Rodings gehört der Stadt dieses Grundstück nicht, weshalb sich dieses Projekt etwas zieht und man auf den Investor warten müsse. Wie die Rathaus-Chefin auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, sei sie aber sowohl mit dem Investor als auch mit Edeka im engen Austausch.
Bürger wollen Edeka zurück
Die Rückkehr von Edeka hat hohe Priorität, schließlich wünschen sich viele Bürger einen solchen Markt. Für den Vollsortimenter ist auf dem ehemaligen Ritz-Atro-Areal eine Verkaufsfläche von rund 2250 Quadratmetern vorgesehen. Edeka ließ bisher nur verlauten, dass das gesamte Verkaufsstellennetz regelmäßig auf Optimierungspotenzial überprüft werde und auch Roding innerhalb dieser Überlegungen eine Rolle spiele.
Platz wäre auf dem neuen Sondergebiet hinter dem Hof der Rodinger Verkehrsbetriebe laut Stadt zusätzlich für einen Discounter mit 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie eine Drogerie mit 800 Quadratmeter. Interesse hierfür soll die Drogeriekette Müller haben. Wann der Startschuss für dieses Projekt fällt, kann die Bürgermeisterin nicht sagen. Die Hoffnung ist aber, dass möglichst bald die Bagger rollen.
Die geplanten Einkaufszentren sollen eine Ergänzung für die Innenstadt darstellen. Die beiden Vorhaben im Stadtosten sind laut Riedl eng mit der Regierung abgestimmt.
